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27.06.2019

«Unsere Welt ist kostbar und das Thema Nachhaltigkeit so aktuell wie nie.»

Schweizer Upcycling vom Feinsten

Bianca Zimmermann, die Frau unter den drei UNIQAMO Gründern, war auf der Suche nach einem Wohnzimmertisch. Da es für sie nichts Passendes auf dem Markt gab, brachten drei leere, schöne Weinkisten sie auf die Idee: Warum nicht wiederverwerten, sieht stylisch aus und ist nachhaltig? Farid Mhedbi baute dann gemäss ihrer Skizze das erste Designmöbel «Bianca Classic» und bildet mit seinen Designideen und seiner Marketingkompetenz das Herz von UNIQAMO. Bianca macht mit ihrem Knowhow im Bereich Innenarchitektur weiter und Farids Sandkastenfreund Eloy Van Der Sman unterstützt in strategischen Themen. Mehr über UNIQAMO erzählt uns Farid selbst.

Was ist UNIQAMO? In ein, zwei Sätzen...
UNIQAMO sind einzigartige und liebevoll von Hand gemachte Schweizer Upcycling-Designmöbel wie Regale, Beistell- und Couchtische sowie Wohnaccessoires aus gebrauchten Weinkisten und Kabeltrommeln. UNIQAMO legt viel Wert auf eine soziale und nachhaltige Produktion in der Schweiz.
Beistelltisch „Bianca Classic“

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Bianca war auf der Suche nach einem passenden Wohnzimmertisch. Leider gab es für sie nichts Passendes auf dem Markt und sie skizzierte etwas Eigenes. Die Grundlage waren drei leere und schöne Weinkisten. Nach der Umsetzung ihrer Skizze durch mich, begann ich meine Leidenschaft für das Handwerk wiederzubeleben und stürzte mich in Upcycling-Experimente mit gebrauchten Weinkisten und Kabeltrommeln – damals noch in Aarau in der Garagenbox meiner Eltern. Für uns war es schade diese Weinkisten wegzuwerfen, denn für uns war es ein sehr schönes und brauchbares Abfallprodukt. In den weiteren Upcycling-Experimenten bemerkte ich, wie strapazierfähig, praktisch und optisch ansprechend die Weinkisten sind.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Das war eigentlich eine Ansammlung von kleinen Schritten. Ich dachte mir nach dem Wohnzimmertisch für Bianca, weshalb nicht noch weitere Upcycling-Möbel bauen und einfach anders designen. Als Freunde und Bekannte darauf aufmerksam geworden sind, waren sie begeistert. Also entstanden weitere Upcycling-Möbel, welche teils noch die Grundlage für die heutigen Designs sind. In den ersten zwei Jahren habe ich alles noch selber in der kleinen Garagenbox meiner Eltern in Aarau gebaut. Die Motivation und Leidenschaft stieg rasant und gekoppelt mit meinem Handwerksgeschick (gelernter Elektroinstallateur) und Marketing-Knowhow (zweit Ausbildung als Kommunikationsplaner; dann 7 Jahre Werbetätigkeit) stand schon bald UNIQAMO als Brand mit Webpräsenz. Danach ging es schon bald auf die Suche nach einem Atelier und passendem Weinkisten Lager Richtung Zürich. Die Suche nach einer externen Produktion kam erst einige Zeit später.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Bianca steht als Trendauge und Knowhow im Bereich Innenarchitektur und Design ständig mit Rat und Tat zur Seite. Eloy kümmert sich mit mir zusammen um die Vermarktung und strategische Arbeit. Und ich bilde mit meinen Designideen und meiner Marketingkompetenz das Herz von UNIQAMO.

Tisch „Cable Drum“

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Unsere Welt ist kostbar und das Thema Nachhaltigkeit so aktuell wie nie. Nebst der Nachhaltigkeit steht aber bei UNIQAMO höchste Qualität genauso im Vordergrund wie Design und Trend. Der eigene Anspruch unserer Produkte ist hoch und das Rohmaterial aufwendig zu verarbeiten. Die Designmöbel und Wohnaccessoires werden von Hand gefertigt und die gebrauchten Weinkisten und Kabeltrommeln werden alle 2-3 Mal geschliffen, dort wo nötig Beschädigungen behoben und mit einem speziellen und natürlichen Hartöl behandelt. Wir achten aber bewusst darauf darauf, die charakteristischen Lebenslinien im Holz, die Aufschriften und die Spuren, die der Gebrauch hinterlässt, zu erhalten und Designmöbel und Wohnaccessoire zu produzieren, welche eine eigene Geschichte erzählen.

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Das ist definitiv unser Produktionspartner, die auch den freundschaftlichen Aspekt unserer Arbeitsweise unterstreichen soll. Das Behindertenwerk Stiftung St. Jakob ist unser wichtigster Partner. Neu arbeiten wir rund um das Thema Stahl zusätzlich mit der Schlosserei der Justizvollzugsanstalt Lenzburg zusammen. Aber in der gesamten UNIQAMO-Wertschöpfung sind all unsere Partner sehr wichtig. 

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Beim Schauen und Machen. Ich liebe es «im Tunnel» zu sein, meine Umwelt zu vergessen und stundenlang mit den Materialen zu tüfteln – dies geschieht alles in unserem Atelier in Zürich. Meine Ansprüche an Qualität und Design sind extrem hoch. Was ein Vorteil ist – aber im Zusammenhang mit dem wiederverwerten von gebrauchten Weinkisten und Kabeltrommeln sehr schwierig und vor allem aufwendig. Eine weitere Quelle sind natürlich auch unsere Kunden, denn wir wollen immer wissen was die Bedürfnisse sind. Beim Besuchen von internationalen Messen oder Interior Designer lasse ich mich von den Trends vom Markt inspirieren.

Beistelltisch „Bianca Grand“

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Wir haben verschiedene Arbeitsplätze. Einerseits ist da der Showroom, welcher in einer grossen Bürogemeinschaft steht – wo wir uns auch treffen, Kunden empfangen oder Meetings halten. Andererseits unser Atelier inkl. Lager, welches im gleichen Gebäude wie der Showroom ist im Kreis 2 Zürich-Wollishofen.

Was sind eure nächsten Projekte?
Da gibt es vieles. Aber übergeordnet liegt unser Fokus aktuell auf der Weiterentwicklung unserer Kollektion und darauf, wie wir unsere Rohmaterialen noch besser für unsere Produkte nutzen und verarbeiten können. Dafür sind wir sind zurzeit mit renommierten Hochschulen und gewissen Designern für eine Zusammenarbeit im Gespräch. Natürlich stehen die Themen wie Verkauf und Marketing ebenfalls immer sehr stark im Vordergrund.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Aktuell ja. Bianca und Eloy arbeiten beide zu 100% in anderen Jobs. Ich arbeite Teilzeit in einem anderen Job.

Hört ihr Musik beim Arbeiten und wenn ja, was denn?
Zu jeder Situation eine andere. Aber wir Vertrauen da mehr oder weniger auf Spotify. Ich, z.B., höre beim Arbeiten im Atelier Jazz oder BossaNova.

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