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05.03.2019

«Über einen Code kann jedes Stück Fleisch zum Tier und dessen Leben bis auf die Alpweide zurückverfolgt werden.»

AlpenHirt: Innovative Tradition

Schon als kleiner Bub schaute Adrian seinem «Neni» (Grossvater) im Bergdorf Tschiertschen GR beim Wursten über die Schulter. Für seine traditionelle Salsiz verzichtete dieser immer ganz bewusst auf Zusatz- und Konservierungsmittel wie Pökelsalz. Nach seinem Studium als Lebensmittelingenieur und einschneidenden Erfahrungen in der Lebensmittelproduktion im Ausland gründete Adrian Hirt zurück im Bündnerland sein eigenes Unternehmen AlpenHirt. Und transportiert damit seine Ideen einer ökologischen, tiergerechten und innovativen Lebensmittelindustrie in die Welt hinaus.

Der AlpenHirt Adrian Hirt auf den Spuren seines Nenis.

Das ist AlpenHirt
Wir verbinden das Ursprüngliche, die Tradition, mit KuhTransparenz – der Innovation! Denn bei unseren Trockenfleisch-Spezialitäten weiss man, welches Tier in welchem Produkt steckt: Über einen Code kann jedes Stück Fleisch zum Tier und dessen Leben bis auf die Alpweide zurückverfolgt werden. Produziert wird nach strengsten ökologischen Standarts, verwendet werden nur natürliche Gewürze, Schweizer Alpensalz und Rotwein. Auf Zusatzstoffe wird gänzlich verzichtet. Das Fleisch stammt von älteren Bündner Kühen, manchmal auch von Alpschwein, Schaf, Hirsch, Esel, oder Ziege, welche mehrere Sommer auf der Alp gelebt haben und nur mit hof- und alpeneigenem Futter ernährt worden sind. So schmeckt auch kein Salsiz gleich – wie bei einem guten Wein, der sich von Jahr zu Jahr verändert. Im Lädali in Tschiertschen findet man zudem Spezialitäten von über 50 regionalen Partnern, welche dieselben Werte teilen wie wir.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen? Wieso?
Nach dem Studium zum Lebensmittelingenieur und anschliessendem Praktikum in einer Bündner Metzgerei zog es Adrian ins Ausland, wo er unter anderem als Geschäftsführer in Jamaika eine Grossmetzgerei führte. Dabei wurde ihm schnell klar, dass er nicht mehr Teil der globalisierten Lebensmittelindustrie sein möchte und gründete im September 2014 AlpenHirt mit dem Ziel, das Bewusstsein für natürliche und gesunde Lebensmittel und deren Herkunft bei der Schweizer Bevölkerung zu fördern. Unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette begann er, nachhaltige, regional produzierte Bündner Trockenfleisch-Produkte ohne Verwendung der klassischen industriellen «Haltbarmacher» wie Pökelsalz oder Zucker zu produzieren, ganz nach dem Rezept seines Urneni’s.

Ohne jegliche Zusatzstoffe: Bergfleisch von AlpenHirt.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Adrian Hirt – Gründer und Geschäftsführer
Sergio Greco – Verkaufsleiter
Barbara Hirt – Lädali & Logistik
Andreas Sporleder – Leiter Logistik
Chantal Berger – Leiterin Administration
Arthur Heldstab - pension- und passionierter Lädalimitarbeiter

Wieso braucht die Welt euer Produkt oder eure Lösungen?
Im Vergleich zu Industrie-Fleisch dürfen die AlpenHirt-Produkte ohne schlechtes Gewissen konsumiert werden, da bei der Produktion die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt wird: Wir stehen für artgerechte Tierhaltung, faire Bedingungen für Produzenten, kurze Transportwege durch Regionalität und gesundheits- und umweltbewussten Fleischkonsum. Essen wir Fleisch, essen wir sozusagen das, was die Tiere zuvor gefressen haben. Nur gesunde und natürlich ernährte Tiere ergeben gutes und gesundes Fleisch – tschäcksch?

Das Lädali im Bergdorf Tschiertschen.

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Adrian ist im Bündner Bergdorf Tschiertschen aufgewachsen und hat viel Zeit bei seinem Neni (Grossvater) auf dem Bau und in der Fleischkammer ausgeholfen. «Der Neni war schon immer ein Exot und hat für seine Eigenproduktion ganz bewusst auf Zusatz- und Konservierungsmittel verzichtet. Pökelsalz sei Gift, hat er immer gesagt...» Während dem Studium in Wädenswil realisierte Adrian die Verstrickung der Lebensmittelindustrie mit anderen «Gesundheits»-Industrien und wollte das Spiel einfach nicht mitmachen.

Was sind eure nächsten Projekte?
Besser weniger, dafür aber nur noch gesundes Fleisch essen! Das sollen die Leute irgendwann verstehen...

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Nein, wir arbeiten alle Vollzeit für Alpenhirt.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die sie bei euch in der Region tun sollen?
Wandern, Skifahren, Entspannen, Entschleunigen, die Natur geniessen und das AlpenHirt- Lädali in Tschiertschen entdecken.

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