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WEAR & CARE

27.03.2019

«Finde heraus, was dich jeden Morgen von alleine aus dem Bett holt und mach dies zu deinem Beruf.»

Aus alten Zementsäcken

Arbeit ist Leben! Danach lebt Nicolas Huxley, Gründer des Fashion-Labels Elephbo, der es immer wieder schafft, Müll von den Strassen Kambodschas zu holen, indem er faire Arbeitsplätze generiert. Leere, herumliegende Zementsäcke sind das Ausgangsmaterial, woraus er Taschen, Schuhe oder Caps produziert. Mit uns hat der für seine Idee mehrfach prämierte Unternehmer übers Arbeiten und Leben gesprochen.

Was wolltest du werden, als du noch klein warst?
Fussballer! Bis ins Teenager-Alter gabs nichts Anderes. Dann entdeckte ich das Reisen und sah ein, dass sich mein fussballerisches Talent nicht auf Messis Niveau bewegt.

Wie bist du zu Elephbo gekommen? Was hast du vorher gemacht?
Ein Jahr meines Bachelorstudiums absolvierte ich in Hong Kong. Während der Semesterferien bereiste ich mit ein paar Kumpels Kambodscha und sah per Zufall die Zementsäcke rumliegen. Ich schnappte mir gleich ein paar, nahm sie mit in die Schweiz und fing an, zu experimentieren. Nach dem Studium sammelte ich zwei Jahre bei Ernst & Young Management-Consulting-Erfahrungen, während ich nebenbei an der Idee rund um recycelte Zementsäcke tüftelte, bis ich dann Ende 2015 den Mut fand, meinen normalen Job an den Nagel zu hängen und mich voll und ganz auf Elephbo zu konzentrieren.

Wie sieht dein Arbeitstag aus? Grob, in Stichworten…
a. 06:00 Uhr: Emails bearbeiten, danach mit dem Fahrrad ins Büro.
b. Im Office: Team Update, Planning und Tagesprioritäten besprechen plus abarbeiten.
c. Termine und Calls mit Produktion und Vertriebspartner.
d. Rest des Tages variiert zwischen Tasks im Business Development, Accounting, Marketing Review, HR, sowie jede Menge Analysen der Logistik und Prozesse.

Arbeiten, um leben zu können, oder leben für die Arbeit?
Wenn ich wählen muss, dann leben für die Arbeit. Jedoch bevorzuge ich: Arbeit ist Leben.



Was ist dein erster Gedanken nach dem Aufstehen?
Was will ich heute erreichen?

Was würdest du an deinem Job ändern, wenn du könntest?
Die gesamte Firma inklusive Team nach Kambodscha verlagern.

Was würdest du gerne anpacken, bist aber bis jetzt noch nicht dazu gekommen?
Beruflich: Unser Businessmodell in Nigeria und Uganda aufbauen – erste Tests sind da bereits im Gange. Jedoch fehlen uns leider noch die richtigen Kontakte und die Zeit dafür, diese richtig auszubauen.
Privat: Mit dem Fahrrad von Dehli nach Hong Kong zu radeln – werde ich aber bestimmt noch vor 35 machen, 100 pro!

Was antwortest du, wenn dich jemand abends fragt, was du den ganzen Tag gemacht hast?
Versucht etwas Sinnvolles zu bewirken und irgendwo bei irgendwem etwas zum Positivem verändert zu haben.

Was fällt dir zu «Work-Life-Balance» ein?
Ein überschätztes Buzzwort, das in der westlichen Hemisphäre definitiv zu oft verwendet wird. Meine Devise: Finde heraus, was dich jeden Morgen von alleine aus dem Bett holt und mach dies zu deinem Beruf. Dann willst du gar keine Balance mehr.

Wo und was wirst du in zehn Jahren tun?
Einem Team in Uganda zu 100’000 recycelten Zementsäcken gratulieren.

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