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WEAR & CARE

17.09.2019

«Es war mein grosses Interesse an Menschen, unterschiedliche Kulturen und natürlich die Wellen, die mich immer wieder zurück nach Bali zogen.»

Balinesische Hände mit dem Schweizer Besuch

Der ganze Massenkonsum und unsere schnelllebige Zeit überfordern Anna Z’Brun. Darum wählt sie, ihre Taschen simple, minimal und zeitlos zu designen und lässt diese in Bali von Einheimischen handfertigen. les solides Taschen sind aus feinstem, javanischem Kuhleder und auf verschiedenen Weisen einsetzbar. Wie Anna beschreibt, ist es wichtig, darauf zu insistieren, dass ein Mensch hinter jedem einzelnen Produkt steht. Das mache ihre Einzelstücke solide und einzigartig, konkretisiert Anna.

Was ist les solides genau? In ein, zwei Sätzen…
Das Label les solides erzählt die Liebesgeschichte zwischen Schweiz und Bali mit simplem, minimalem, zeitlosem Design und den Menschen, die hinter jedem einzelnen, produzierten Stück stehen – ein Gegenpol zum Massenkonsum in unserer schnelllebigen Zeit. Qualität steht daher an erster Stelle. Jedes Stück ist einzigartig, solide und soll zum persönlichen Lieblingsstück werden, das dich begleitet und mit dir altert.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Ich, Anna Z’Brun. Die unschönen Veränderungen auf Bali in den letzten Jahren durch die Touristenüberflutung haben mich sehr beschäftigt. Ich suchte nach Lösungen, um den Balinesen und ihrer Kultur zu helfen, ihr wahres Leben zu zeigen und Harmonie zwischen Tourismus und Heimat zu schaffen.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Ich mietete eine Villa in Bali. Baute um und richtete sie ein. Die zwei zusätzlichen Zimmer untervermietete ich an junge, kreative Leute, die für längere Zeit in Bali bleiben wollten. Ein Zuhause weg von Zuhause – ein kreativer Platz, der motiviert zu kreieren. Mit der Villa-Einrichtung fing ich an, die Brücke zwischen Touristen und Einheimischen zu schlagen. Es ergab sich ein kleines Business daraus. Ich konnte meiner grossen Leidenschaft nachgehen und habe die meisten Möbel selbst designt. Dadurch lernte ich viele Handwerker kennen, dessen Kontakte ich gerne an meine Mitbewohner weitergab. Es entstand der Austausch zwischen den unterschiedlichsten Designern, Sozialengagierten und den Balinesen, was neue kleine Labels förderte. In dieser Zeit begann ich auch mit les solides und der Produktion der Ledertaschen, weil ich etwas machen wollte, dass ich zurück in die Schweiz bringen kann und meine Philosophie verkörpert.

les solides Handtasche

Wie und wieso bist du auf Bali gekommen?
Es war mein grosses Interesse an Menschen, unterschiedliche Kulturen und natürlich die Wellen, die mich immer wieder zurück nach Bali zogen. Nach einem Gymnasiumabschluss vor acht Jahren verweilte ich dann ein paar Monate dort und wurde verzaubert von interessanten Persönlichkeiten, die sich von gesellschaftlichen Zwängen lösten, ihre Projekte anrissen und diese mit Erfolg meisterten. Kurz vor Abschluss meines Studiums erfüllte ich mir den Traum für längere Zeit in Indonesien zu leben und unterbrach mein Studium von Juni 2016 bis Juli 2018. 

Was sind die Produktionsvor- und -nachteile in Bali?
Wie erwähnt, möchte ich den Locals was zurückgeben und sie wiederum sind sehr interessiert, Neues zu lernen. Es ist eine wahre Freude, ihr strahlendes Lachen zu sehen. Aber Bali ist weit weg und seit ich nicht mehr dort lebe, ist alles etwas schwieriger.

Was sind deine grössten Herausforderungen im Arbeitsalltag?
Es ist eine grosse Herausforderung, meine Ansprüche an Qualität und Design den Locals zu erklären und nicht nur der Sprache wegen, sondern weil man in Bali in den Tag lebt und nicht an morgen denkt. Dies ist zwar faszinierend, aber bei der Zusammenarbeit kann es auch nerven, weil Termine selten eingehalten werden und man teils vor verschlossener Tür steht. Sprich, Deadlines, kontinuierlich gute Arbeit geliefert zu bekommen und Zeitverschiebung sind grosse Herausforderungen. Meist muss ich alles vor 10 Uhr unsere Zeit erledigt haben, sonst sind meine Mitarbeiter schon im Feierabend.

Anna am arbeiten

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe nicht wirklich einen fixen Arbeitsplatz, bin gerne unterwegs und arbeite an verschiedenen Orten. Egal, ob Zuhause, im Café, im Toni Areal, in Sri Lanka oder in der Villa in Bali, mir ist wichtig, dass mein Arbeitsort inspirierend ist.

Wie kommst auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Die ersten Designs waren eigentlich gar nicht für die Masse gedacht, sondern für mein Mami. Zusammen mit ihr habe ich die Mumbag herstellen lassen. Als sie dann zurück in der Schweiz von allen Seiten auf die Tasche angesprochen wurde, habe ich angefangen zu produzieren. Auch beim Schmuck habe ich meist etwas für mich designt, weil ich es nicht finden konnte, und dann je nach Interesse produzieren lassen.

Schmuckgesicht als Ohrenringe

Was sind deine nächsten Projekte?
Ich werde immer wieder gefragt, ob ich auch Schmuck und Taschen für Männer mache, wobei meine Designs sollten geschlechtsunspezifisch und für alle sein, denen meine Produkte gefallen. Aber weil ich oft Sachen designe, welche ich selbst trage, sprechen sie vor allem Frauen an. Ich bin momentan an einem Duft dran, er soll genderfluider sein. 

Hast du nebenbei noch andere Jobs?
Ich studiere Trends & Identity, besser bekannt als Style & Design, an der ZHdK und werde diesen Sommer 2019 meinen Bachelor abschliessen. Als Ausgleich arbeite ich auch in einem Café und verbringe viel Zeit, neue Konzepte und Ideen zu verfolgen.

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Balinesische Hände mit dem Schweizer Besuch

les solides Taschen sind aus feinstem, javanischem Kuhleder und auf verschiedenen Weisen einsetzbar. Wie Anna beschreibt, ist es ihr wichtig, darauf zu insistieren, dass ein Mensch hinter jedem einzelnen Produkt steht. Das mache ihre Einzelstücke solide und einzigartig, Anna konkretisiert…

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