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COOK & SHARE

17.07.2018

«HEUTE REICHT ES NICHT MEHR, EINFACH KAFFEEBOHNEN BRAUN ZU MACHEN»

Kaffee & Rock’n Roll

Frisch gerösteter Kaffee im High-End-Bereich: Das steckt hinter Black & Blaze. Die kleine Rösterei wurde von Rock’n Roll-Fan Claude vor acht Jahren auf die denkbar simpelste Weise gegründet: Er kaufte sich einen Sack Rohkaffee und fing mit dem Rösten an. Heute haben sich Claude und sein Team einen Ruf grösster Expertise erworben – und rösten nicht nur ihre charaktervollen Single-Estate-Kaffees, sondern bieten auch eine ganze Menge Zubehör rund um Kaffee und Espresso an.

Kafi vo de Forch...  Bei Black&Blaze. Darf man bei euch auch einfach mal vorbeikommen, um zu sehen wie ihr arbeitet?
Bei uns ist jeder willkommen, um mal zu schauen, wie Kaffee geröstet wird. Jedoch ist es wichtig, vorher anzurufen, da wir nicht immer Kapazität für Gäste haben. Ab und zu ist es bei uns auch mal etwas stressig:-)

Und wie riecht’s da so? Läuft Musik? 
Bei uns steht ein Marshall auf dem Kafisack, und unser Kafi ist ausschliesslich mit Rock’n Roll von der härteren Sorte beschallt. Je nach Mischung, welche wir rösten, von Led Zeppelin bis Iron Maiden. Hauptsache, es ist Classic Rock. Bei uns ist jeder im Team ein Rocker.
Ich selbst rieche es nicht mehr, aber Gäste sagen immer: oh es riecht so fein nach frischem Kaffee.

Wie sieht euer bevorzugter Arbeitsplatz aus?
Das sind zwei unserer kleinen Maschinen. Auf der rechten rösten wir Kaffeemuster und Filterkaffee in kleinen Mengen, es ist unsere Hobbymaschine. In der Mitte steht der Computer. Bei uns werden alle Röstungen in Echtzeit gelogged, damit wir genauste Kontrolle über den Prozess haben. Links steht die 8 kg-Maschine, auf dieser rösten wir Single-Estate-Kafis. Diese Maschine steht unterdessen aber bei Andreas Caminada auf Schloss Schauenstein, wo Andreas und ich zusammen "die kleinste Rösterei der Welt" gegründed haben, wieder mal so ein verrücktes Projekt. 


Wie sieht euer Kernteam aus? 
Von links nach rechts: Sabrina. Ohne sie geht in dem Laden nichts, sie macht die ganze Logistik. Dann kommt Patrizio, er ist sozusagen das Quality Control-Genie bei uns. Nachher Biagio, er liefert jeden Dienstag den Kafi in die gastronomischen Betriebe. Hinten an der Wand ist unser Röster Pascal. Ich selbst renne rechts weg, weil wahrscheinlich das Telefon klingelt. Der Einzige, welcher auf dem Foto fehlt, ist Liri. Er arbeitet erst seit Februar bei uns. 


Wie ist es dazu gekommen, dass ihr eine eigene Firma wurdet? Hat es sich einfach so ergeben oder gab es einen Masterplan?
Masterplan? Hahaha cool… Aber nein, ich habe selber vor 8 Jahren die Idee gehabt, eine Micro-Rösterei zu gründen. Wir sind ganz organisch und ohne Fremdkapital gewachsen. So macht es Spass. Aus einem Sack Rohkafi kannst du einen weiteren kaufen, dann 4, 8, 16..usw..

Wo steht ihr jetzt mit eurer Firma? Müsst ihr noch optimieren oder läuft der Laden von selbst?
Es gibt immer etwas zu optimieren, von selbst läuft nur das Wasser aus dem Hahnen(glaub ich?).
Nein, wir machen viel Service für unsere Gastrokunden. Neben dem Kafirösten ist Service und sofort bei den Kunden zu sein, wenn’s brennt, ein wichtiger Teil des Service.

Wieso ist es für euch wichtig lokal zu rösten? Guten Kaffee könnte man doch von überall importieren.
Ja…eben deshalb lokal.

Gibt es bei euch auch so was wie einen kreativen Prozess? Oder wie entstehen bei euch neue Mischungen?
Die Mischungen machen Patrizio und ich meist zusammen. Single Origins cuppen wir als Team, Liri, Pascal, Patrizio, Sabrina und ich. Ich hole die Meinung von allen ein, wenn wir etwas neues einkaufen, so macht es auch mehr Spass im Team. Da wir uns nicht jeden Tag sehen, weil einige 20 oder 40% arbeiten, haben wir so wenigstens ab und zu eine Coffee-Party.

Auf euerer Website merkt man schnell, dass hinter Kaffee eine ganze Wissenschaft steckt. Was fasziniert euch so?
Schau, entweder man interessiert sich für etwas, und geht ins Detail, oder man sollte was anderes machen. Gerade im High-End-Kaffeesektor, wo wir uns bewegen, ist enormes Fachwissen gefragt. Heute reicht es nicht mehr, einfach Kaffeebohnen braun zu machen.


Wo hin würdet ihr uns schicken, wenn wir einen guten Kaffee trinken möchten?
In die Milchbar am Paradeplatz, dort ist der India der Standard-Espresso und alle paar Wochen gibt’s eine andere Spezialität in der zweiten Mühle. Oder ins Coffee beim Eschenmoser. Dort findest du zwar keinen B&B Kaffee, aber sie machen es trotzdem super.

Wie viele Varianten Kaffee zu trinken gibt es?
Haha I love this question :-)

Gebt uns doch noch zu den fünf wichtigsten Varianten den passenden Song.
-Espresso: rocknroll isch tot - knöppel
-Kafi Creme: breaking the law - judas priest
-Flat-white: i know how to die - motörhead
-Cappucino: hotter&hotter von henry rollins
-Macchiato: dazed and confused von led zeppelin
-Filter/Drip: there goes neighborhood-  iceT/body-count 

LIVE & WEAR
Echte Feintäschnerei aus Italien

100 % Made in Italy ist bei Taschen heute seltener, als man glauben möchte. Bei Laura von Hagens Label Lahara stimmt diese Angabe jedoch durch und durch: Das für ihre Taschen verwendete, pflanzlich gegerbte Leder stammt aus Italien, und auch die gesamte Produktion findet in einem spezialisierten Handwerksbetrieb in Italien statt. Modernes, zeitloses Design mit funktionalem Charakter steht bei Lahara im Vordergrund – damit aus allen Taschen echte Lieblingsstücke werden, die man nicht schon nach einer Saison wieder aussortiert.

PLAY & CREATE
Schöne Grüsse aus Eglisau

Das alte Wohnhaus mit Atelier ist Lebensort und zugleich kreatives Refugium der Grafikerin und Illustratorin. Umgeben von Objekten aus aller Welt bringt die passionierte Sammlerin ausgerüstet mit Stift und Papier hier ihre Ideen zu Papier. Die wunderschönen Postkarten und verschiedenen Druckerzeugnisse können im Online-Shop schönegrüsse.ch bestellt werden. Oder man besucht das kleine Lädeli in der hübschen Altstadt von Eglisau – und trinkt gleich noch einen Kaffee gegenüber.

Urban Agriculture
Rare Pflanzenerzeugnisse

Patrick Biedermann ist der Betreiber der Homatt Kulturgärtnerei: Hier hegt und pflegt er die seltenen alten Pflanzensorten, die von ProSpecieRara als schützenswert ausgewiesen wurden - und bietet sie gerne allen an, die ebenfalls an den Nutzpflanzen früherer Generationen interessiert sind. Die alten Pflanzen bergen sowohl geschmacklich als auch in Bezug auf die genetische Vielfalt ein enormes Potenzial in sich.