127
«ALL STORIES THAT INVITE TO READ AND SHOULD BE READ»
EDITION
our blog featuring stories of interest and information about exhibitors

LIVE & REST

08.03.2019

«Die meisten Fahrzeuge sind viel zu gross und schwer dafür, dass im Schnitt nur 1.2 Personen drinsitzen.»

Pioniere sinnvoller Mobilität

Wim Ouboter war der Weg zur besten Zürcher Bratwurst zu weit, um ihn zu Fuss zurückzulegen, aber auch nicht genug weit, um das Fahrrad oder gar das Auto aus der Garage zu holen. Da erfand er 1997 kurzerhand das Ur-Kickboard. 22 Jahre später führt er zusammen mit seiner ganzen Familie ein internationales Unternehmen, das sich mit Microscooter und neu mit dem elektrischen Stadtautöli Microlino weltweit einen Namen gemacht hat. Wie intensiv sich die Familie Ouboter mit Thema Mikromobilität befasst, erklärt uns Sohnemann Oliver Ouboter.

Was ist Micro Mobility Systems? In ein, zwei Sätzen…
Micro Mobility Systems ist ein Schweizer Familienunternehmen, welches sich seit rund 20 Jahren mit dem Thema Mikromobilität befasst. 1999 haben wir den ersten Microscooter erfunden und im 2015 mit der Entwicklung des elektrischen Stadtfahrzeugs Microlino begonnen, der ab diesem Jahr 2019 in Serie geht.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Beim Microscooter war die Idee ein Fahrzeug zu entwickeln, welches praktischer als ein Fahrrad, aber schneller als Zufussgehen ist. Zudem sollte es faltbar sein, damit es einfach in ÖVs und ins Auto passt. Beim Microlino ist die Idee eine ähnliche. Nämlich eine Mischung aus Motorrad und Auto zu entwickeln, welche ideal auf 95% der Strassen funktioniert. Die meisten Fahrzeuge sind viel zu gross und schwer dafür, dass im Schnitt nur 1.2 Personen drinsitzen.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Bei beiden Ideen war der erste Schritt, eine grobe Produktedefinition zu erstellen. Anschliessend gingen wir relativ schnell an den Bau eines Prototyps, um einerseits die Funktionen zu überprüfen, andererseits auch die Reaktionen der Leute beobachten zu können.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Wir sind in der Schweiz rund 45 Leute, haben aber auch eine Tochterfirma in China für die Qualitätskontrolle unserer Scooter. Mein Vater leitet das gesamte Unternehmen, während meine Mutter die Finanzchefin ist und mein Bruder und ich das Microlino Projekt sowie das weltweite Marketing leiten.

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Weil es Zeit ist umzudenken! Weg von schweren SUVs und Dieselmotoren und Hallo leichte, umweltfreundliche Fahrzeuge wie unsere Scooter oder dem Microlino.

Die Mobilität der Zukunft beginnt 2019: Microlino

Micromobility

Wie stellt ihr euch die Mobilität der Zukunft vor?
Hier sehen wir insbesondere Städte in der Pflicht. Es muss attraktiver werden mit Fahrrad oder E-/Scooter zur Arbeit zu fahren und das funktioniert nur, wenn die Strassen auch dafür ausgelegt sind. Zudem soll die Anzahl Parkplätze konstant gehalten werden, aber rund 20% der Parkplätze sollten nur für ganz kleine Fahrzeuge benutzbar sein, um zu verhindern, dass alle mit den SUVs in die Stadt reinfahren.

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Wir versuchen stets unsere Mitarbeiter dazu zu bringen, wie Unternehmer zu denken und Entscheidungen zu fällen. Dazu gehört aber auch, dass wir Fehler verzeihen, denn nur wer Fehler machen darf, traut sich auch Entscheidungen zu treffen.

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Ich glaube für Ideen gibt es keinen fixen Prozess. Viele Ideen entstehen spontan, teilweise auch von Mitarbeitern am Mittagstisch, die gar nichts mit Produktentwicklung zu tun haben. Auch sind wir immer offen für Ideen von Externen und setzen diese um. Unternehmen, die Innovation als geschlossenen Prozess innerhalb des Unternehmens sehen, verlieren ihre Innovationskraft.

Was sind eure nächsten Projekte?
Wir haben eine ganze Reihe von neuen E-Scootern, die wir auf den Markt bringen – also genau genommen E-Tretroller. Und dann noch einige Projekte, die ich noch nicht verraten darf.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Ins Zürcher Razzia essen gehen. Bei uns im Flagshipstore vorbeikommen, einen Scooter ausleihen und Zürich erkunden. Und im 25 hours Hotel übernachten.

PLAY & CREATE
Keramische Geschichten

Und dann serviert die passionierte Gastgeberin uns einen Znacht auf ihren multifunktionalen Tellern und Platten. Wir trinken aus ihren archaisch anmutenden Terrakotta-Tassen und sind uns gewiss: Patrick Swayze hätte Paula bestimmt gerne zugeschaut!

WEAR & CARE
Die Superstrickjacke

Der hier vorgestellte Cardigan lässt sich in acht (!) verschiedenen Varianten tragen und ist aus 100% gekämmter Baumwolle hergestellt. Und wieso genau das gestrickte Muster, das durch Grafikdesignerin Katharina Gradl strickfähig wurde, einer lebendigen Ameise mit Mikrochip zu verdanken ist, erzählt uns Annette selbst…

LIVE & REST
Kugel und Seil für urbane Nomaden

Und zusammen haben sie die Erwartungen an modulare Möbelsysteme verändert. Mario erzählt uns mehr über ihre durchdachten, leichten und resistenten Designmöbel und was das alles mit dem Spielzeug seiner Kinder zu tun hat.


PARTNER