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LIVE & WEAR

29.05.2018

«JEDE PERSON SOLL SICH STILVOLL KLEIDEN KÖNNEN, OHNE DABEI AUF QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT VERZICHTEN ZU MÜSSEN»

Das perfekte Hemd

Schon zu Studienzeiten beschäftigten sich die beiden Carpasus-Gründer René und Michael mit diversen Projekten, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und dabei Kleidung zu produzieren, in der man sich wohlfühlen kann, die aber auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten überzeugt. 2015 wagten sie den Gründungsschritt – und stellen seither hochwertige Herrenhemden her, die bald von weiteren Produkten gefolgt werden sollen.


Das Hemd… Woher kommt es eigentlich? Erzählt uns mehr zur Geschichte des Hemdes.
Das CARPASUS Hemd beginnt seine Reise in Kasrawad (Indien), wo rund 4'000 Kleinbauern für die Organisation bioReÒBiobauwolle kultivieren. In Kolhapur wird die Baumwolle dann zu Garnen versponnen und weiter nach Österreich zur Firma Getzner verschifft. Das Traditionsunternehmen nahe der Schweizer Grenze färbt und webt die Garne, damit sie dann in Bosnien & Herzegowina bei der Firma Bontex zu Hemden konfektioniert werden können.

Carpasus. Das klingt Altgriechisch. Woher kommt der Name?
Fast. Der Name lässt sich aus drei Wörtern ableiten: Carbasina (lateinisch: feines Tuch), karpasi (Sanskrit: Baumwolle) und sustinere (lateinisch: erhalten). Der Name unterstreicht die Werte, für die CARPASUS steht: Elegante, hochwertige Bekleidung aus nachhaltiger Produktion.

Nebst Hemden: um was geht es euch bei Carpasus?
Jede Person soll sich stilvoll kleiden können, ohne dabei auf Qualität und Nachhaltigkeit verzichten zu müssen. CARPASUS geht keine Kompromisse ein und will zeigen, dass es Alternativen zu den oft unmenschlichen und intransparenten Arbeitsbedingungen und umweltschädlichen Praktiken in der Bekleidungsindustrie gibt. CARPASUS will das Bewusstsein wieder stärken für die Herkunft, Geschichte und Qualität der Kleidung, die wir tagtäglich direkt auf unserer Haut tragen.

 


Wer hatte die Idee dazu und wie ist er/sie darauf gekommen? 
Die Idee zu CARPASUS entstand Ende 2013 während unseres Studiums. Wir – das sind René Grünenfelder und Michael Zaech, die beiden Gründer von CARPASUS, beide aus Zürich und aufgewachsen im St. Galler Rheintal in der Ostschweiz. Meldungen aus den Medien haben uns immer wieder gezeigt, unter welchen Bedingungen für Mensch und Umwelt unsere Kleidung und ihre Rohstoffe teilweise produziert werden. Sensibilisiert auf diese Probleme, suchten wir alternative Kleidung die wir mit gutem Gewissen tragen und in denen wir uns wohlfühlen konnten. Doch ein Kleidungsstück, das unseren Ansprüchen an Stil, Qualität und Nachhaltigkeit entsprach, fanden wir nicht: Das Hemd.

Wer gehört alles zu eurem Kernteam?
René – Nicolas - Michael


Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus? 
Als erstes mussten wir die richtigen Partner finden, die unsere Idee eines Bio-Baumwollhemdes umsetzen konnten. Es ist nicht so einfach das richtige Material und die richtigen Produzenten zu finden, die auch bereit sind, kleinere Mengen umzusetzen.

Was war die grösste Schwierigkeit, auf die ihr mit Carpasus gestossen seid?
Herausforderungen gibt es jeden Tag. Eine grosse Herausforderung ist es weiterhin, den Bekanntheitsgrad der Marke mit beschränktem Marketing Budget zu vergrössern.

Wieso arbeitet ihr mit Schweizer Seide?
Die Schweizer Seide verwenden wir für unsere Krawatten. Wir sind an einer Messe auf das Projekt „Swiss Silk“ gestossen. Der Verein möchte die Seidenkultivierung in die Schweiz zurückbringen, Schweizer Bauern damit eine weitere Einnahmequelle bieten. Wir finden es einen spannenden und unterstützenswerten Ansatz, Rohstoffe aus der Region zu verwenden. Mit dem Angebot von Krawatten aus dieser Seide können wir dieses Projekt unterstützen.


Könnt ihr bereits alle von Carpasus leben?
Nein. Aber wir arbeiten daran.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Wir teilen unseren Showroom mit einer Agentur für Skandinavische Mode und einer Modeberaterin. Somit ist immer etwas los und wir können auf verschiedenste Inspirationsquellen zurückgreifen

Könnt ihr uns ein wenig über eure Stoffe erzählen? Wie fühlen sie sich an?
Das angenehme Twill-Gewebe aus 100% Biobaumwolle bietet höchsten Tragekomfort und Bewegungsfreiheit. Am besten gleich selber an unserem Stand anprobieren und überzeugen lassen.

Was spricht dafür sich massgeschneiderte Hemden machen zu lassen?
Ein perfekt sitzendes Hemd trägt man noch lieber und noch länger. Aus diesem Grund bieten wir unser Halbmassprogramm an, bei dem man aus drei verschiedenen Schnitten (Regular-, Slim- und Body-Fit) auswählen kann. Zusätzlich können Kragenweite, Ärmel- sowie Rückenlänge angepasst werden. Für einen kleinen Aufpreis kann ein Hemd erworben werden, das voll auf den Träger angepasst wird.

Rotwein auf dem Hemd, was tun?
Schnell Salz darüber streuen und mit Kohlensäurewasser einreiben. Danach normal in die Waschmaschine legen.


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Patrick Biedermann ist der Betreiber der Homatt Kulturgärtnerei: Hier hegt und pflegt er die seltenen alten Pflanzensorten, die von ProSpecieRara als schützenswert ausgewiesen wurden - und bietet sie gerne allen an, die ebenfalls an den Nutzpflanzen früherer Generationen interessiert sind. Die alten Pflanzen bergen sowohl geschmacklich als auch in Bezug auf die genetische Vielfalt ein enormes Potenzial in sich.