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COOK & SHARE

23.03.2018

«WER WEISS, VIELLEICHT KANN ICH MAL VON GLACE LEBEN?»

Das Leben zum Schläck machen!

Für Sarah Schott war das Designstudium ein einziger Schläck – zumindest ihre Diplomarbeit. Sie setzte sich ein halbes Jahr lang mit der Kreation von Glacésorten und der Gestaltung ihres eigenen Glacélabels «Schläck» auseinander. Die Arbeit finanzierte sich die junge Designerin mit einer Crowdfunding-Kampagne auf wemakeit. Natürlich sollte es kein gewöhnliches Glacé sein. Sie entwickelte für jeden Zürcher Stadtkreis eine Sorte unter radikaler Berücksichtigung von jeweils lokalen Zutaten. Im Juni 2017 – pünktlich zur Diplomfeier – hiess es dann losradeln. Auf dem eigens gebauten Glacévelo verbrachte Sarah ihre erste Saison in den Strassen und auf den Plätzen Zürichs. Immer bereit, um ihren Kundinnen und Kunden das Leben zum erfrischend süssen Schläck zu machen!

Was ist Schläck – was nicht?
Schläck ist ein neues, intensives, eiskaltes Geschmackserlebnis auf drei Rädern und alles andere als 0815. 

Wer hatte die Idee dazu?
Ich, Sarah Schott, als ich eines Nachmittags am Caumasee über die bevorstehende Bachelorarbeit an der ZHdK nachdachte. Meine Leidenschaft: Natürlich Glacé! Und alles andere was mit Food und Design zu tun hat.

Wer steckt alles hinter Schläck?
Bis jetzt nur das Glacévelo und ich, wenns’s diese Saison aber gut läuft, sind es hoffentlich bald ein paar Köpfe mehr.


Wieso braucht die Welt Schläck?
Wer will sich schon nicht das Leben zum Schläck machen und mit einem Eiskuss versüssen, der dann ganz nebenbei auch noch aus natürlichen, pflanzlichen Bio-Zutaten besteht und in einem Glacévelo dahergeflitzt kommt?

Was hältst du eigentlich von Coupe Dänemark? 
Haha. Ein Klassiker! Aber ich war schon immer eher Fan von neuen und spezielleren Kreationen.

Wie entwickelst du Ideen weiter? Wer/was hilft dir dabei? 
Die Glacéidee wird in die kleine Glacémaschine zuhause gepackt und von möglichst vielen Schläckmäulern probiert und analysiert. Über die gestalterische Idee wird solange geschlafen, bis man bereit ist, den Entwurf ebenfalls mehreren kritischen Augenpaaren für konstruktives Feedback zeigen.


Was sind deine aktuellsten Projekte?
Nach der Testphase in der Saison 2017 und den daraus gewonnenen Erfahrungen, wusste ich, dass ich einige Veränderungen vornehmen werde. Die aktuellsten Projekte sind also alle im Rahmen des Relaunchs von Schläck: Konzeptanpassungen, ein neues Sortiment, Visitenkärtli und solcher Gspass, die Webseite und die tollen Fotos dafür, die erst gerade entstanden sind.

Verrate uns bitte, wie man auf gute Ideen kommt. Ein einziger Tipp genügt.
Zugfahren.

Was nimmt dir die meiste Arbeit ab?
Meine neue Produktionsform mit einem Mikropürierer, bei der ich auf das Sieben und Abkühlen der Glacémasse verzichten kann.

Was sind die grössten Herausforderungen bei der Glace-Produktion/Verkauf?
Im Glacévelo die ideale Temperatur für den Transport und den Verkauf aufrecht zu erhalten, denn niemand mag es steinhart oder pflüdig.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Was willst du als nächstes erreichen? Was ist dein nächstes Projekt?
Ich sehe die bevorstehende Saison als ein ganzes Grossprojekt und hoffe, dass sie gut läuft. Wer weiss, vielleicht kann ich tatsächlich irgendwann mal quasi von Glacé leben… Ideen für kleinere Schläck-Projekte habe ich einige: Glacé in extra angefertigten Keramikgefässen portionieren und verkaufen, Kooperationen mit innovativen Schweizer Kochgrössen, ein Online-Shop mit Schläck-Goodies wie bestickten Shirts, Caps und Glacésocken und und und.

Was muss man bei dir im Quartier unbedingt erleben/kaufen/sehen?
Der Churer Wochenmarkt in der Altstadt, von Mai bis Oktober. Da kommen alle aus ihren Löchern, kaufen Blumen und trinken Kaffee – herrlich.


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