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14.03.2019

«Da ahnte ich, dass die Nachfrage vorhanden war und ein Laden funktionieren könnte.»

Der Plattenladen

Auf ihrer Reise durch Südostasien entdeckte Claudia Pabst die farbigen, gemusterten Zementplatten und war sofort fasziniert. Die Kunsthochschulabsolventin knüpfte noch vor Ort Kontakte mit Herstellern und brachte die Platten in die Schweiz. Heute pflegt Claudia Pabst enge Kontakte mit ihren Herstellerateliers in Marokko, Vietnam und Spanien, die allesamt Platten nach traditionellem Verfahren herstellen, welche in Claudias Laden im Kreis 4 bewundert werden können.

Was ist der Plattenladen? In ein, zwei Sätzen?
Der Plattenladen bietet handgemachte Zementplatten aus Marokko, Spanien, Vietnam und teilweise aus Italien an, die man hier sonst nicht bekommt. Diese werden in traditionellen Ateliers hergestellt, die ich sehr gut kenne und regelmässig besuche.

Wer hatte die Idee dazu?
Ich, Claudia Pabst. Als ich vor einigen Jahren auf Reisen durch Malaysia war, sah ich überall diese schönen Bodenplatten und war begeistert. Da wusste ich sofort, dass ich die in die Schweiz bringen wollte. Ich knüpfte dort bereits erste Kontakte zu einem Hersteller.

Wieso Platten?
Ich habe die Kunsthochschule besucht und wollte schon immer selbständig arbeiten.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Ich hatte seinerzeit im Basislager einen Container als Atelier gemietet. Bei einem Tag der offenen Tür stellte ich die mitgenommenen Platten aus Asien aus. Die Besucher waren begeistert. Da ahnte ich, dass die Nachfrage vorhanden war und ein Laden funktionieren könnte. Irgendwann wurde es dann etwas eng im Container und ich verlegte mein Laden und Depot in den Kreis 4. Da bin ich noch heute anzutreffen. Ein weiteres Lager befindet sich allerdings in Dietikon.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Ich arbeite grösstenteils alleine, habe aber punktuelle Unterstützung durch liebe Aushilfen. Seit einiger Zeit arbeite ich ausserdem nahe mit einer Plattenlegerfirma zusammen, die sich auf Zementplatten spezialisiert hat.

Claudia Pabst in ihrem Laden.


Was passiert denn, wenn ein Kunde zu dir kommt?
Kunden sind entweder Architekten oder direkt die Bauherren. Teilweise verfügen sie bereits über Vorstellungen, welche Platten sie wollen. Und manchmal leiste ich auch ganz intenisve Beratungsarbeit. Ich verfüge über ein grosses Sortiment bestellbarer Platten, biete aber auch Neugestaltung an. Dies kommt meistens bei Reproduktionsarbeiten zum Einsatz: Wenn zum Beispiel ein historisches Treppenhaus saniert wird und einzelne Platten ersetzt werden müssen.

Was nimmt dir die meiste Arbeit ab?
Meine Aushilfen, die sich um die ganzen Büroarbeiten kümmern.

Wie kommst du auf neue Ideen?
Draussen sein, mich bewegen. Oder etwas kochen, am besten einkochen z.B. Konfitüre.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Der Plattenladen an der Pflanzschulstrasse.

Die Ateliers stellen die Platten auf traditionelle Weise her.

Hast du nebenbei noch andere Jobs?
Ich arbeite voll und ganz für meinen Plattenladen. Ausserdem bin ich noch Mami und habe einen Hund.

Ein Traumauftrag wäre?
Besonders toll sind Aufträge im öffentlichen Bereich. Zum Beispiel ein Restaurant mit einem Boden auszustatten ist eine sehr schöne Aufgabe. Orte, die man auch selber gerne besucht. Aber natürlich hat jeder Auftrag seinen eigenen Reiz.

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