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FIT & WELL

12.03.2019

«Die Ambition, etwas noch besser zu machen, bevor es auf den Markt kommt, nimmt uns wahrscheinlich die meiste Arbeit ab»

Eine glatte Sache

Martina und Thomas haben es auf den haarigen Mann abgesehen. Doch natürlich kommen sie im Guten. Mit Shavejack bieten sie ein Service Design für alle rasierenden Zeitgenossen, die es Leid sind, überteuerte Rasierklingen im Supermarkt zu kaufen. Shavejack liefert regelmässig und unaufgefordert direkt in den Briefkasten. Und das ist noch nicht alles: An der Criterion lancieren Martina und Thomas mit der Shaving Cream das erste Pflegeprodukt ihres Labels. Mann darf gespannt sein.

Was ist shavejack? In ein, zwei Sätzen…
Shavejack ist ein Rasierklingen-Abo für Männer. Künftig bieten wir auch natürliche Pflegeprodukte, welche wir jetzt gerade in der Schweiz entwickeln und produzieren. Für Männer, die sich gerne – möglichst einfach – mit hochwertigen Produkten pflegen.

Wer hatte die Idee dazu?
Die Idee ist mit Mitinhaber Thomas Sonderegger entstanden. Wir haben das Unternehmen Shavejack zusammen gegründet. Die wenigsten Männer kaufen gerne Gebrauchsgegenstände ein. Meist gehen die Rasierklingen aus, bevor man neue Klingen im Schrank hat. Das Rasierklingen-Abo nimmt der Männerwelt einen Teil der Einkaufssorgen ab und bietet eine Alternative zu marktdominierenden, überteuerten Marken.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Gesagt, getan. Kurz nachdem die Idee entstand, haben wir unsere Firma gegründet, unseren Online Shop live gestellt und Kundenfeedback gesammelt. Seit dem ersten Tag können unsere Kunden die Rasierklingen via Trusted Shop bewerten, seit kurzem auch mittels Google Rezensionen. Da die Kunden mit den Rasierklingen sehr zufrieden sind, gehen wir nun den nächsten Schritt und entwickeln zusammen mit einem lokalen Drechsler einen eigenen Rasiergriff aus Schweizer Holz.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Ich arbeite mit passionierten Machern zusammen, die meist auch gleich ihre eigene Firma gegründet haben, um das zu machen, was sie lieben. Zum Beispiel mit unserem Drechsler, Thomas Meier, welcher mit viel Leidenschaft und Ideenreichtum in seiner Werkstatt drechselt. Oder Patric Mooser, der mit seinen technischen Zeichnungen Handwerk (Griff) und Hightech (Klingen) zusammenbringt.

Shavejack-Gründer Thomas Sonderegger und Martina Waser, Drechsler Thomas Meier (Mitte)
Beim Drechsler Thomas Meier werden die Holzgriffe besprochen.

Wieso braucht die Welt euer Produkt oder eure Lösungen?
Unser Rasierklingen-Abo vereinfacht den Alltag, schont die Haut und das Portemonnaie. Unsere zukünftigen Produkte gehen einen Schritt weiter. Sie sollen nicht nur die Qualität des Alltäglichen verbessern, sondern auch etwas Neues mit sich bringen. Unsere neue Shaving Cream muss beispielsweise nicht abgewaschen werden, sondern kann auch gleich als After Shave verwendet werden. Dass unsere Produkte im Einklang mit der Natur sind, ist für uns selbstverständlich. Wir setzen auf 100% pflanzliche Wirkstoffe und auf eine rezyklierbare Verpackung. Beim neuen Rasiergriff setzen wir auf den natürlichen Werkstoff Holz, welcher vor unserer Haustüre nachwächst und für weniger Plastik im Badezimmer sorgen wird. Von der Annahme ausgehend, dass sich allein in der Schweiz in rund 1.3 Mio. Haushalten jemand nass rasiert, würde dies auf die Welt hochgerechnet für recht viel weniger Plastik sorgen.

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Unsere Software-Lösung Shopify, welche hilfreiche Sales- und Marketing-Apps einfach integrieren lässt. Von der Arbeitsweise her setzen wir auf Prototyping. Bevor ein Produkt auf den Markt kommt, entwickeln wir Prototypen und fragen Männer, was sie davon halten. Die Ambition, etwas noch besser zu machen, bevor es auf den Markt kommt, nimmt uns wahrscheinlich die meiste Arbeit ab.

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Meistens in Gesprächen mit interessanten Menschen, beim Joggen durch den Wald, integriert in den Alltag

Echte Handarbeit!

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Der Arbeitsplatz ist dort, wo wir sind. Wir arbeiten an verschiedenen Orten: Manchmal im Impact Hub in Zürich, manchmal in Pfäffikon, manchmal in Thomas’ Werkstatt oder bei Patric in seiner «Tech-Ingenieur-Ecke».

Was sind eure nächsten Projekte?
Derzeit entwickeln wir hier in der Schweiz natürliche, qualitativ hochwertige Rasur-Produkte, die achtsam mit der Haut und der Natur umgehen. Ein erstes Produkt, unsere Shaving Cream, werden wir just an der Criterion lancieren. Des Weiteren feilen wir an einem Rasiergriff aus Schweizer Holz (Nuss, Birne, Apfel), welcher für weniger Plastik auf der Welt und für mehr Ästhetik im Badezimmer sorgen soll.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Nein, ich habe meinen vorherigen Job und meine Komfortzone vor kurzem verlassen, weil es Zeit für etwas ganz Neues war. Das Männerbad!

Hört ihr Musik beim Arbeiten?
Jetzt gerade Rayland Baxter. Sonst unter anderem auch Nouvelle Vague, The Black Keys, Mark Lanegan und Leonard Cohen.

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