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LIVE & WEAR

30.11.-1

«WIR FORDERN EINE VERÄNDERUNG»

Fashion Revolution International: Für fairere und nachhaltigere Mode

Seit  drei Jahren gibt es den Schweizer Ableger von Fashion Revolution International – insgesamt hat die globale Bewegung bereits mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern in über 100 Ländern. Alle eint ein gemeinsames Ziel: Zu erfahren und öffentlich zu machen, unter welchen Umständen die Modeindustrie unsere Kleidung produziert. Und über das dadurch aufgebaute Bewusststein einen Anstoss für eine Verbesserung der Verhältnisse zu geben – vor allem beiden Rohstoffproduzenten und den Arbeitern in den grossen Textilfabriken Asiens. Mitmachen kann jeder – sogar ganz einfach.

Wie kam es zur Fashion Revolution International? Wann und wieso habt ihr euch gesagt, dass ihr jetzt liefert, und nicht nur labert?
Fashion Revolution ist eine globale Bewegung in über 100 Ländern mit über 2,5 Millionen involvierten Leuten. Es ist die weltweit grösste Bewegung, die sich für Transparenz und einen Wandel in der Lieferkette unserer Kleider einsetzt. Gegründet wurde sie nach dem erschütternden Einsturz eines mehrstöckigen Fabrikgebäudes in Rana Plaza, Bangladesch, am 24. April 2013. Bei diesem Unglück starben 1138 TextilarbeiterInnen, über 2500 wurden verletzt. Es steht symptomatisch für die desolaten Arbeits- und Sicherheitsbedingungen in der gesamten Textil-, Kleider- und Schuhindustrie weltweit und war der Startpunkt unserer Bewegung.
Wir glauben daran, dass die desolaten, intransparenten Verhältnisse in der Modeindustrie Grund genug sind um aufzustehen, zu revolutionieren und anzupacken. Wir fordern eine Veränderung.

Könnt ihr uns kurz erklären was Fashion Revolution ist?
Fashion Revolution ist eine offenen Bewegung, die aktions- und lösungsorientiert ist. Statt Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, zeigen wir ihnen, dass jeder und jede sich für einen positiven Wandel in der Modebranche einsetzen kann.


Wie kam es zum Schweizer Ableger?
Die Fashion Revolution ist eine dezentrale inklusive Bewegung; jeder kann daran teilnehmen. Wir sind eine Gruppe von Designern, Künstlern, Coaches und Privatpersonen, die in der Schweiz mehr Bewusstsein für die Modeindustrie und deren Folgen fordern.
Vor allem haben wir vor 3 Jahren die Initiative ergriffen, den Fashion Revolution Day in Zürich zu organisieren. Dieses Jahr findet dieser am 28. April im Kraftwerk statt.
https://www.facebook.com/events/153337772053541/

Wieso brauchen wir mehr Transparenz im Mode-Geschäft?
Unsere Kleider gehen einen langen Weg, bevor sie im Laden hängen. Baumwollbauern, Spinner, Weber, Färber, Näher und andere, etwa 75 Mio Menschen machen unsere Kleider!
Um Verantwortung für soziale und ökologische Standards entlang der Lieferkette übernehmen zu können, muss die Bekleidungsindustrie zuallererst transparenter werden.

Wo braucht es am meisten Erklärungsbedarf?
Es geht uns also vor allem darum, Transparenz zu schaffen. Modelabels sollen offenlegen, wo und unter welchen Bedingungen sie produzieren, was sie dazu beitragen, um die Modeindustrie fairer und nachhaltiger zu machen. Dazu hat die Fashion Revolution auch einen Transparenz Index (http://fashionrevolution.org/wp-content/uploads/2016/04/FR_FashionTransparencyIndex.pdf) entwickelt.

Wie kann man Fashion Revolution am besten unterstützen?
Wir rufen alle auf, zu sagen: „Ich kann die Welt verändern.”
Wir rufen alle auf, Geschäfte und Marken zu fragen: #whomademyclothes – „wer macht meine Kleider?” Dazu kann man seine Kleider verkehrt herum anziehen, ein Selfie machen und die Marke fragen wo die Stücke herkommen.
Ganz viele weitere Ideen und Inspiration wie man selber aktiv werden kann, gibt es auf unserer Seite. (http://fashionrevolution.org/get-involved/ways-for-everyone-to-get-involved)


Und was bietet ihr als Gegenleistung?
Man ist Teil einer positiven internationalen Bewegung für eine andere Modeindustrie. Wir schaffen Lösungen, Freude und Spass an Mode und nicht Ausbeutung und Konkurrenz. Zusammen, nicht gegeneinander!

Wenn jemand euch jetzt nicht unterstützen aber trotzdem handeln will, was sollte er tun?
“Buy less, choose well, make it last” (Vivienne Westwood)
Jeder sollte sich überlegen, was er bewirkt, indem er bestimmte Produkte kauft oder auch nicht. Dein Geld ist deine Stimme und diese kannst du bewusst einsetzen. Je nachdem welche Kleider ich kaufe unterstütze ich intransparente Strukturen oder eine Bewegung für eine andere Konsumgesellschaft.

Wer ist bei euch denn das Kern Team?


Wie und wo lernt man euch am besten kennen?
An der Criterionin Zürich am Fashion Revolution Village. Dort gibt es nebst einigen spannenden coolen Brands ein Fashion Revolution-Programm mit Workshops und Inputreferaten.

Und natürlich am Fashion Revolution Day (https://www.facebook.com/events/153337772053541/) am 28. April 2018 im Kraftwerk in Zürich. Der Event zeigt das Thema vielfältig, es gibt einen Fair Fashion Market mit rund 30 Labels, Podiumsdiskussion, Workshops, Filmdokumentationen, Kunstinszenierungen, eine Fashionshow, Livemusik und anschliessende Party mit verschiedenen DJs. Kommt vorbei und seid Teil der Revolution!
LIVE & WEAR
Das perfekte Hemd

Schon zu Studienzeiten beschäftigten sich die beiden Carpasus-Gründer René und Michael mit diversen Projekten, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und dabei Kleidung zu produzieren, in der man sich wohlfühlen kann, die aber auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten überzeugt. 2015 wagten sie den Gründungsschritt – und stellen seither hochwertige Herrenhemden her, die bald von weiteren Produkten gefolgt werden sollen.

LIVE & WEAR
Atelier SundR

FIT & WELL
Natürliche Hautpflege mit Wildkräutern

In Castasegna, einem Dorf im Bergell/GR, werden seit über 30 Jahren Haut- und Körperpflegeprodukte hergestellt. An diesem schönen Ort entwickelt das Team um Geschäftsführer Philippe Auderset – ganz der Schönheit der Natur und jener seiner Kunden verschrieben – viel Neues und Innovatives.