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LIVE & WEAR

06.02.2018

«ES GIBT FÜR JEDE GELEGENHEIT DIE PASSENDE KOPFBEDECKUNG»

Felbers Hüte sind ein Statement

Caroline Felber ist überzeugt: Hüte gehören auf den Kopf und nicht in den Schrank. Seit über 35 Jahren stellt die gelernte Modistin Hüte her. Wieso sie Justin Timberlake und Rihanna dankbar ist? Die Popstars haben ihrem liebsten Accessoire zu einem Revival verholfen. Für Felber ist jeder Hut ein individuelles Statement, jede Kundin und jeder Kunde eine Inspiration. In ihrem Luzerner Atelier entstehen deshalb Hüte für jede Lebenssituation. Ideen fliegen ihr im Alltag zu – beim Velofahren, Einkaufen oder Lesen. Der Erhalt ihres Handwerks liegt Felber am Herzen, deshalb setzt sie sich auch für die Nachwuchsförderung ein.


Was ist Caroline Felber, Hüte & Mützen GmbH genau?
Ein Schweizer Hut Laden und Atelier. Wir kennen unser Business in- und auswendig.

Wie bist du dazu gekommen, Hüte zu produzieren und zu verkaufen?
Ich wollte schon immer einen handwerklichen Beruf erlernen. Schneiderin, Goldschmiedin, Dekorateurin waren meine Traumberufe. Ich wurde eher durch Zufall auf den Beruf der Modistin aufmerksam. Meine Lehre habe ich von 1982 – 1985 in einem Hut Laden in Solothurn absolviert. Nun fertige ich seit über 35 Jahren Kopfbedeckungen für die unterschiedlichsten Anlässe und Personen an. Jeden Tag faszinieren mich der Beruf, das Handwerk und die Begegnungen mit Mitarbeiterinnen, Kundinnen und Kunden aufs Neue.

Wer steckt alles hinter Caroline Felber, Hüte & Mützen?
Ich, meine beiden Kinder, eine Vollzeitangestellte und zwei Praktikantinnen. Für besondere Anlässe haben wir noch Helferinnen in Reserve. Und für alles, was im Büro anfällt – Buchhaltung bis Projektbeschriebe – nochmals 20 Stellenprozent.


Gab es Rückschläge?
2002 gründete ich die schweizweit einzige private Lehrwerkstatt für Modistinnen und Modisten mit sechs Lehrstellen. 10 Jahre später musste ich sie schliessen, weil eine Gerichtsgeschichte beinahe meine ganze Energie und meine ganzen Finanzen verschlang. Heute habe ich mich glücklicherweise von diesem Drama erholt. Während 10 Jahren habe ich insgesamt 27 jungen Frauen den Beruf der Modistin nahe gebracht. Ich habe meinen Teil zum Erhalt des Berufs beigetragen.

Wie kommst du auf gute Ideen?
Ich finde überall Inspiration – ob ich eine Modezeitschrift anschaue, im Internet surfe oder im Wald spaziere. Wenn ich ein Material sehe, habe ich oft gleich Vorstellungen und Ideen, was daraus entstehen könnte. Plus wie Oliver Wendell Holmes so schön sagte: «Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen.»

Wie hat sich das Hüte-Tragen verändert?
Es hat sich enorm verändert! Während meiner Lehre hatten wir keine Kundin unter 50 Jahren. Dank Musikerinnen wie Madonna oder Musikern wie Justin Timberlake kam der Hut wieder auf die Bühne. Zudem gibt es in meiner Generation einige Modistinnen und Modisten, die mit Freude am Handwerk so allerlei ausprobiert und den Hut sowie das Huttragen modernisiert haben. Heute ist der Hut ein Statement und ein absolut individuelles Accessoire und in allen Gesellschafts- und Altersgruppen beliebt.

Was nimmt dir die meiste Arbeit ab?
Am besten läuft es, wenn ich konkrete Vorstellungen, Ideen, Projekte und Pläne habe. Grundsätzlich ist es sehr viel Hand- und Hirnarbeit.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?


Gibt es eine Geschichte zu einem bestimmten Hut und seinem Träger, die du uns erzählen möchtest?
Ich erhielt 2007 einen KMU Preis für die Schaffung von Lehrstellen.
Bundesrat Merz durfte ich zu diesem Anlass einen Hut überbringen. Er überreichte mir damals den Preis und nannte mich die «Mutmacherin».

Was muss man bei dir in Luzern unbedingt erleben?
- Eine Schiffsfahrt auf dem Vierwaldstättersee
- Einen Ausflug auf einen der Berge – egal ob zu Fuss oder mit dem Bähnli
- Die Neustadt und das Bruchquartier mit den vielen Beizli und Geschäften entdecken

Welchen Hut sollte jede/r im Schrank haben?
Der Hut sollte auf dem Kopf, nicht im Schrank sein. Jeder sollte seinen ganz persönlichen Hut haben, der 100% passt!

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Also beschlossen sie, ihn selbst herzustellen. Sie experimentierten mit Mischungen, die Nachfrage wuchs, und mittlerweile ist aus ihrer persönlichen Vorliebe ein kleines Unternehmen geworden. Selbstverständlich stammen Tee und Gewürze aus fairem und nachhaltigem Anbau. Und um nicht maschinell produzieren zu müssen, betreiben die beiden zum Mahlen und Mörsern ihrer Gewürze eine Velomühle.