12
«ALLE GESCHICHTEN DIE ZUM LESEN EINLADEN UND GELESEN WERDEN SOLLEN»
ERSTAUFLAGE
Das Journal ist unser Blog und bietet Informationen zu Ausstellern oder Stories die uns interessieren.

COOK & SHARE

23.07.2019

«Fleisch ist ein wertvolles Gut – schliesslich stirbt ein Wesen dafür! Darum sollten wir es mit grösstem Respekt behandeln. »

Flexitarier ist des Fleischfressers Freund

Kuhteilen.ch wurde als Projekt von Xavier, einem belgischen Chefkoch, und Moritz Maier, einem Ingenieur aus der Region Bern, gestartet – letzter gehört noch zum Kernteam. Als Gourmet und Liebhaber von natürlichen und frischen Produkten aus der Region setzt Moritz sich für einen bewussten Fleischkonsum aus bester Qualität ein. Was gibt es besseres, als zu wissen, woher dein Fleisch stammt? Moritz beantwortet uns hier leichtere Fragen.

Was ist KUHTEILEN? In ein, zwei Sätzen… 
Wir sind die erste und einzige Crowdbutchering-Plattform der Schweiz. Bei uns kannst du zusammen mit anderen ein Rind, Lamm oder Söili teilen.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Die Idee ist von Xavier und mir. Wir wollten für uns selbst besseres und nachhaltigeres Fleisch haben und starteten das Projekt. Die Idee gab es zwar in anderen Ländern schon, aber wir haben das Konzept in die Schweiz gebracht und angepasst. Bei uns kann man seit Beginn alle Teile dazu bestellen, auch Innereien.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Webseite programmieren, Bio-Bauern suchen, Kunden begeistern. 

Wieso soll man heute noch Fleisch essen?
Wir finden, dass man etwas mehr Flexitarier sein sollte: Fleisch darf durchaus auf dem Speiseplan stehen, aber man sollte bewusst und von bester Qualität essen. Das heisst: Wissen woher es kommt und nachhaltig produziertes Fleisch bevorzugen.

Ossobucco

Wieso sollte man euer Fleisch essen?
Viele Bauern produzieren heute schon nachhaltig, jedoch ist die Vermarktung alles andere als nachhaltig: Grosse Schlachthöfe, Massenverarbeitung bei den beiden Grossverteilern, überfüllte Verkaufsregale mit Produkten, die sich nicht verkaufen. Wir setzen hier an und schlachten erst, wenn das Tier komplett verkauft ist. Wir können dadurch eine nachfragebasierte Vermarktung garantieren. Die Tiere kommen meist von ProSpecieRara, Bio oder Demeter-Höfen, plus setzen wir auf Slow Food Standards in der Produktion. Das heisst, wir vermeiden unnötige Zusatzstoffe, wo nur möglich. Wir sind zudem Pioniere der Nose-to-Tail-Bewegung, und es freut uns, dass das Konzept langsam auch in Metzgereien und Restaurants angekommen ist. 

Wer gehört heute zum Kernteam?
Ich und viele andere im Hintergrund. 

Wieso braucht die Welt eure Lösung?
Leider wird nach wie vor viel zu viel Fleisch auf Vorrat produziert, das sich nicht verkaufen lässt. Zudem sollte immer Konsumententransparenz herrschen und bekannt sein, von welchem Tier das Fleisch stammt. Deshalb veröffentlichen wir (zumindest bei Rindern) die Ohrmarkennummer jedes Tieres. So kann unter meatstory.ch oder beefnet.ch jederzeit Stammbaum und Hof, wo das Tier gelebt hat, nachverfolgt werden. Fleisch ist ein wertvolles Gut – schliesslich stirbt ein Wesen dafür! Darum sollten wir es mit grösstem Respekt behandeln. Unsere Bauern bringen das Tier meist persönlich zum Schlachthof und wir lehnen lange Tiertransporte ab.

Crowdbutchering-Kampagne

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Digitalisierung. Wir benötigen 30 bis 40 Personen, die mitmachen, um ein Rind zu teilen. Ohne heutige Technologien würden wir es wie früher über die Dorf-Metzgete machen. Drum ist heutzutage automatisiert, was automatisiert werden kann und wir automatisiert haben wollen.

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Wir haben unglaublich kreative Köpfe bei uns und Ideen werden sowohl von innen wie auch von aussen generiert. In der Umsetzung sind wir dann meist sehr schnell.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Laptop + Metzgerei = unser Arbeitsplatz. 

Was sind eure nächsten Projekte?
Wir haben mit Wein gestartet. Das Konzept: Wir kaufen jeweils einen Jahrgang von einem kleinen, innovativen Winzer und garantieren ihm dafür die Vermarktung. So können wir die ganz grossen Perlen herauspicken, die es nie in den Handel schaffen würden.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Ja. Ich arbeite noch für meine eigene IT-Firma, aber das wird auch immer weniger.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Geht unbedingt zu Stefan Wiesner nach Escholzmatt – für uns ist er momentan einer der kreativsten und innovativsten Köche der Welt.

Mehr von COOK & SHARE

Der weinmachende Minimetzger
Slow Foodies
Hallo Leben!
Zürichs kleinste Markthalle
Granola-Schritte
Zweifelsohne: Weinfamilie
Pasta-Königin durch und durch
TLC for TCZ
Vom Affen zum Menschen
Kultiviertes Cocktailieren aus einer Flasche
Auferstandene Schneidemaschinen
Balkoniere & Terrasseure
Zeit für Brot
Harmonie der Jauer
Vom Lagerfeuer zu den nicht tierischen Eiweissen
Frische Frische in der Box
Ein Einhorn unter den Ferien
Most statt Kompost
Grün verträgts immer
Die unabhängigen Sieben
Die Offenheit der Smørrebrødlers
So müsste Lebensmitteldistribution doch sein
Ein Kohlkönig im Garten
Mystischer Nusslikör aus Mittsommernacht
1. CH Bio-Brauereikreis mit Fusion
Mit Preis hört das Tierwohl nicht an der Stalltür auf
Paradox tierischen Leibes aus rein pflanzlichen Rohstoffen
Nicht nur im 2020 auf menschliche Natur fixiert
Die Wurmrevoluzzer
Jahrhundert alte Mühle für Senf & Gewürz
Lebküchler und Modelschnitzer
Die Kaffeefamilie
Im Jungstadium
Marketing für den Regenwald
Alltägliches revolutionieren!
Ein Traum-Merlot!
Trinken hilft!
Vielfältiges Grundnahrungsmittel
Graswurzel-Bewegung
Leitungswasser für alle!
Arbeit und Genuss
Freitag X Anna Pearson
Glücklichmacher am Zürisee
Hanfrevolution
AlpenHirt: Innovative Tradition
Kaffeeprivileg
Der geborene Jäger
Sternesaucen für alle
Kaffeeerlebnis auch ohne George
Ingwermanie
Das grosse, grüne Ei
Der gestapelte Garten an der Wand
Aus dem Leben einer Gemüseberühmtheit
Klein und knackig oder ölig
Geschichte des Zürisee-Weins
Schokoladenmärchen
Leben – ganz normal
Gin Renaissance
Von Seide zu Schokolade
Schokoladentauchgang
Die Kulturgärtnerin
Der studierte Bienenflüsterer
Weil Leitungswasser das beste Wasser ist
Kaffee & Rock’n Roll
Wertstoffrecycling auf die bequeme Art
Für die Süsse und die Würze im Leben
Lebensmittel direkt vom Erzeuger
Nachhaltige Hausgeräte sind langlebige Hausgeräte
Die Espressoliebe für’s Leben
From Bean to Bar: Schokolade aus Zürich
Schärfe allein ist nicht genug
Bauen mit Hanfsteinen: Natürlich und nachhaltig
Von der Dorfbäckerei zum Spezialitätenbetrieb
Die Würmer erledigen das
Das Leben zum Schläck machen!
Marbella Hagmann erfindet feurige Köstlichkeiten
House-Cooking verschenkt Zeit
«Alpenpionier» will Hanf zurück auf unsere Teller bringen
Insekten statt Fleisch – ist das unsere Zukunft?
Der Feuerring ist Versammlungsort
Sinnvoll Gastro sorgt für Aufsehen
Glacéwetter das ganze Jahr lang!
Gutes zu tun, tut gut
Bestäuben ist ihr Business
Wildes mit Tiefgang
Ein modernes Leben führen, ohne Müll zu hinterlassen?
Ein Ort für Genuss, Qualität und Neuanfänge.
Die Exotik vor der Haustüre
Herzblut im Weinglas
Für mehr Genuss-Momente
Chopfab Bier – das rat' ich dir!
Tee trinkend die Welt verändern
WEAR & CARE
Denim, Punktum!

Der Zahn der Zeit fing an ihrem Lieblingsoutfit zu nagen. Verzweifelt suchte sie nach einem Ersatz und fand zum Glück keinen! So vereinte sie ihre Kräfte mit der holländischen Designerin Yvonne Vermeulen und gründete the Blue Suit, das nachhaltige Jeanslabel aus Zürich/Amsterdam. Wies genau ablief, erzählt uns Karen selbst.

COOK & SHARE
Zweifelsohne: Weinfamilie

1898 erfolgte die Unternehmungsgründung der Firma Gebr. Zweifel Höngg durch Paul und Emil Zweifel. Zum Wein gesellte sich auch die Mostkelterei Zweifel, welche bis Ende der 1960er-Jahre prägend war, bis sie wegen der Einführung der Coca-Cola einging. Walter Zweifel als Delegierter des Verwaltungsrates und Bruder Urs als Önologen führen heute als 4. Generation das Unternehmen. Geschäftsführer Christoph Ernst beantwortet uns hier, wer was warum.

FIT & WELL
Richtig eingeseift

Die Seifenmacher-Manufaktur ist vollumfänglich in Familienhand: Mama kümmert sich um Konfektion und Versand ins Unterland. Papa steht in technischen Fragen beiseite und behält einen kühlen Kopf, wenn scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Und Beat als Kern der Seifenmacherei leitet die Produktion und ist für die komplette Entwicklung verantwortlich. Im Dorf wird bereits gemunkelt, dass kein Aroser besser duftet als die Urechs. Gell, Beat…


PARTNER