16
«ALLE GESCHICHTEN DIE ZUM LESEN EINLADEN UND GELESEN WERDEN SOLLEN»
ERSTAUFLAGE
Das Journal ist unser Blog und bietet Informationen zu Ausstellern oder Stories die uns interessieren.

LIVE & WEAR

06.02.2018

«MAN KANN NIE GENUG SCHÖNE PRODUKTE VON GUTER QUALITÄT BESITZEN.»

flot hus lebt klare Formen

2014 traf May-Britt Wehrli eine mutige Entscheidung: Sie machte sich mit ihrem eigenen Label flot hus selbstständig. Über die Jahre hatte sie sich in der Textil-Industrie zur leitenden Angestellten hochgearbeitet. Doch immer war da dieser Wunsch, endlich die eigenen Ideen umzusetzen. Ihre Geschäftsidee: Sie wollte schöne Dinge von hoher Qualität herstellen, die ihre Kundinnen und Kunden wirklich brauchen können. In den Räumen einer ehemaligen Gerberei in der Ostschweiz entstehen deshalb Besonderheiten für kleine und grosse Menschen, die Freude bereiten. Die Papeterie-Artikel, Wohnaccessoires oder Textilien zitieren die Grundwerte, die dänisches Design so aktuell machen: schlichte Formen, Funktionalität und spannende Farbkombinationen.


Was ist flot hus?
Unsere Geschäftsidee basiert auf der Verbindung von Design und Qualität. Unser Ziel ist es, berührende Gegenstände hervor zu bringen.

Wann war dir klar, dass deine Idee funktionieren könnte?
Ich habe während vielen Jahren in Textilunternehmen gearbeitet. Während dieser Zeit habe ich viel gesehen und mir gedacht: «Das kann ich auch».

Wieso hast du dich selbstständig gemacht?
Ich hatte den Wunsch, meine eigenen Ideen zu verwirklichen. Ich wollte herausfinden, ob das funktionieren würde und selbst bestimmen, wo ich arbeite und mein eigener Chef sein. Ein Grund war auch, dass es sehr wenige Arbeitsplätze für Textildesignerinnen gibt in der Industrie.


Gab es Rückschläge?
Ja, als wir merkten, dass die Schweiz ein kleiner Markt ist und der Verkauf sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Für uns als kleine Firma ist es schwierig, für Produzenten interessant zu sein.

Wie entwickelst du deine Ideen weiter?
Ich gehe vom Produkt aus und stelle mir folgende Fragen: Was will ich machen, mit welcher Technik, was ist mit dieser Technik und mit welchem Material möglich und wo kann ich es produzieren lassen.

Wieso braucht die Welt flot hus?
Man kann nie genug schöne Produkte von guter Qualität besitzen.

Wie organisierst du deine Arbeit?
Ich arbeite viel von Hand. Kombiniere das aber mit den Möglichkeiten des Computers.


Dein Tipp für gute Ideen?
Mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Bevor ich ein neues Projekt angehe, räume ich meinen Schreibtisch und meinen Maltisch sauber auf. So kann ich mich konzentriert auf das Neue einlassen.


Macht flot hus dänisches Design?
Dänisches Design ist sehr aktuell und beeinflusst sicher viele Designer – auch mich. Meine Arbeiten leben von schlichten Formen, Funktionalität und spannenden Farbkombinationen, alles Eigenschaften, die das dänische Design ausmachen.

Was ist dein nächstes Ziel?
Ich würde gerne vermehrt freiberuflich für verschiedene Textil-Firmen entwerfen.

Was empfiehlst du Freunden, die dich besuchen?
Ich wohne in einer eher kleinen Ortschaft. Da ist es üblich, sich nach aussen zu orientieren. Immer schön ist aber die nahe gelegene Kartause Ittingen. Die liegt mitten in der Natur und zeigt spannende
Wechselausstellungen. Im Sommer empfehle ich ein schönes Bad im nahen und sehr idyllischen Hüttwilersee. Zum Essen empfehle ich das Restaurant Schiff in Mammern. Das Essen ist sehr lecker.

Mehr von LIVE & WEAR

Aus Nachfrage wird Angebot
Weil man ohne Taschen letztlich nicht auskommen kann
Immer wieder neu: Das Xilobis-Möbelsystem
Das perfekte Hemd
Sportswear – nachhaltig und designorientiert
Das zweite Leben des Zementsacks
Fashion Revolution International: Für fairere und nachhaltigere Mode
Schwerter zu Webstühlen
Echte Feintäschnerei aus Italien
Möbel nach Mass vom Schreiner. Online.
Kleider, die die Zeit überdauern
Der Kreislauf von Produktion und Konsum
Socken und Schleifen machen den Unterschied
Interdisziplinäres Textildesign
Eine Lebensphilosophie für Sammlerinnen
Charme mit Gebrauchswert
Das Möbelnetzwerk
Poetische Preziosen
Massivholzmöbel ohne Zwischenhandel
Otter Zurich
Nachhaltige Heimtextilien
Ethik küsst Ästhetik
Bei Walser Möbel fliegen die Späne
LOST & FOUND fand die Inspiration auf Reisen
Lebelang brennt Farben ein
Katrin Lucas baut auf ihre Erfahrung
CRIZ schneidert Lederunikate
VIU steht für demokratisches Design
Behütet in die Zukunft blicken!
Where Shadows Fall - Wo Licht und Schatten sich berühren
Hans Method macht Bio-Bikinis
Sapé bringt Freude ins Leben
Designhandwerk mit Liebe zum Detail
Simpelthen entwirft Mode für Puristen
Treger setzt auf Retro-Träger
Passgenau unterwegs mit Risch Shoes
This belebt mit THISMADE Räume
WerkDorf bändigt Naturleder
So natürlich hast du dich noch nie gebettet
Ledertaschen und Berner Lebensfreude
Darum trägt Mann Massanzug
Bei Leena macht der Webstuhl die Musik
Handwerk für den Fuss
Felbers Hüte sind ein Statement
Die Meister der Messer
Poesie & Wagemut
Design aus Kolumbien
Verspielte Detailliebe
Meditation am Webstuhl
Gute Ideen im Blick
Kreise retten die Welt
Die Lederindustrie revolutionieren!
Kreisläufe sind gross in Mode!
Jeans wie eine zweite Haut
LIVE & WEAR
Immer wieder neu: Das Xilobis-Möbelsystem

Ermöglicht wird die Flexibilität durch ein eigentlich ganz simples, aber doch geniales Verbindungssystem: verchromte Stahlkugeln und Spannseile. Produziert wird Xilobis vollständig in der Schweiz.

LIVE & WEAR
Das perfekte Hemd

Schon zu Studienzeiten beschäftigten sich die beiden Carpasus-Gründer René und Michael mit diversen Projekten, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und dabei Kleidung zu produzieren, in der man sich wohlfühlen kann, die aber auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten überzeugt. 2015 wagten sie den Gründungsschritt – und stellen seither hochwertige Herrenhemden her, die bald von weiteren Produkten gefolgt werden sollen.

LIVE & WEAR
Weil man ohne Taschen letztlich nicht auskommen kann

Atelier S&R ist eine Designplattform, auf der sie weiterhin Taschen nach eigenem Design entwerfen, ihren Kundinnen aber auch eine ausgesuchte Kollektion anderer Labels bieten, die zu ihren eigenen Entwürfen passen. Dass beide eigentlich aus ganz anderen professionellen Kontexten stammen, erweist sich dabei keineswegs als Hindernis – ganz im Gegenteil.