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31.12.2019

«Geheimen Wohngefühlen: Die Bezeichnung bringt die Zukunft!»

Fugenlose Intelligenz und Vielseitigkeit

Malerarbeiten, Putz und Böden nach historischen Techniken und Vorlagen aus der Renaissance in Verbindung mit modernsten, smarten Systemen? Jürgen Knopp-Gressani kanns. Aus seinem an sich schon traditionsreichen Schweizer Malerunternehmen hat sich die Verbindung im Umgang mit Farben und Oberflächen zwischen jahrhundertealter Meistertechniken mit der des Hausbaues der Zukunft gefunden und verschmolzen. Smarte Oberflächen, versteckte Zusätze – und dazu für jeden Kunden individuell gestaltete Wände und Böden, wie sie bereits Leo konstruierte. Nicht DiCaprio, sondern da Vinci, der für die damalige Zeit uralt wurde. Jürgen erzählt nichts von Leos Alter, dafür von seinem sechsten Sinn am letzten Tag dieses wilden Jahres 2019.

Was ist Knopp? In Kürze…
Knopp ist ein 1919 gegründetes Schweizer Malerunternehmen, das in der fünften Generation hochwertige Malerarbeiten, dekorative Verputztechniken, Wandgestaltung und Wand-Boden-Oberflächen im Hochpreissegment ausführt. Wir arbeiten heute im Innenausbau mit historischen Techniken auf der Basis italienischer Kirchen- und Dekorationsmalerei. Dabei benutzen wir alte Baustoffe wie Kalk und Lehm und produzieren die Produkte selber nach Rezepturen aus der Renaissance. Daraus resultierten die Produkte-Linien GRESSANI Natur-Kalk-Dekorputze und TERRAZZOFINO Fugenlose Wand- und Bodengestaltung auf mineralischer Basis.

Hier aber - Sixthsensedesigns Alpsteingold, nominiert für den German Design Award 2019

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Die Produkte-Linien GRESSANI und TERRAZZOFINO wurden 1992 von mir, Jürgen Knopp-Gressani, entwickelt. Durch zahlreiche Besuche in Italien wurde ich durch die Kultur und das Design meiner italienischen Vorfahren massgebend beeinflusst. Venedig, Florenz, Mailand sowie die Schweizer Liebe zum Detail sind meine grössten Inspirationen geworden. Daraus entstanden langjährige Kontakte, welche zum intensiven, persönlichen Austausch und innige Freundschaften führten.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Die ersten Anfragen für ein Projekt am Untersee kamen 1993 von Herzog & de Meuron aus Basel. Damals wurden wir mit der Anfrage betraut, ein Badezimmer ohne Ecken und Kanten fugenlos zu gestalten. Decke, Wände, Böden und Kastenfronten wurden in einem Guss verspachtelt. Daraus entstand die Konzept-Idee «Fugenlos, Intelligent und Vielseitig». Wir können heutzutage in unsere Oberflächen sogar Heizmatten auf Infrarot-Basis und Soundmodule einbauen.

Un bagno moderno di Knopp

Wer gehört heute zum Kernteam?
Thomas Bettschen als Geschäftsführer der Knopp & Partner AG und ich, auch als Sixthsensedesign.

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Wir verwandeln Häuser, Wohnungen, Institutionen durch unsere beseelten Oberflächen zu einem Zuhause mit «geheimen Wohngefühlen»: Die Bezeichnung bringt die Zukunft! Durch die Integration von intelligenten Systemen wie Heizung, Kühlung, Soundmodulen, Akustiksystemen und Sensoren sind unsere Oberflächen revolutionär ausgestattet, dennoch berühren sie die Seele. Mit fugenlosen Bodenbelägen werden wir auch altersgerechtem und barrierefreiem Wohnen gerecht. Visuelle Rutschsicherheit, Fusswärme, Hygieneanforderungen im Bereich Gesundheit und Rehabilitation – mit unseren Belägen können wir auf Institutionsebene sowie privat neue Standards setzen. Wir sehen die Zukunft in der Kombination von Oberflächen auf Naturbasis mit der digitalen Technik der Zukunft – Smart Homes also.

Smartes Wohnen mit Knopp am Eisenring 14

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Wir führen seit 5 Jahren eine grosse Manufakturwerkstatt, in welcher wir unsere Kunden persönlich beraten. Der Kunde kann in einer angenehmen Atmosphäre seine Wünsche zu seinem Bauvorhaben vorstellen, und wir begleiten ihn bei der Auswahl der Oberflächen. In unserem Showroom in WiI haben wir über 500 Material- und Tapetenmuster zur Auswahl. Wir konzipieren eine Materialkollage und machen eine Empfehlung, welche aus nachhaltigen und natürlichen Baustoffen besteht und wir für jeden Kunden individuell produzieren und einfärben. Sprich, für jeden Kunden wird eine neue Charge produziert. Dieses System ist unter der Marke TERRAZZOFINO international geschützt und darf nur von lizenzierten Verarbeitungspartner genutzt werden. Aktuell ist unser Netzwerk in der Schweiz im Ausbau mit hochwertigen Verarbeitungspartnern, welche unsere Philosophie teilen.

Ein Teil des Showrooms in WiI

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Ich bin jährlich 10 bis 12 Wochen im Ausland an Messen und Events unterwegs und besuche regelmässig unsere Hersteller und Rohstoffproduzenten in Italien. Carrara, Lucca, Mailand, Florenz, Rom, und die Kunst der Renaissance sind meine grössten Inspirationsquellen. Im Speziellen interessieren mich Techniken, welche Leonardo da Vinci bereits in seinen Werken verwendete und bis heute zu bestaunen und darüber nachzulesen sind.

Was sind eure nächsten Projekte?
Aktuell arbeite ich an einem Kunstauftrag für 7 Wandbilder für das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Daneben gibt es ständig weitere Projekte: Designwände für Hotels und Restaurants, Planung und Entwicklung von Pop-up-Installationen, Messestände, neue Oberflächen für Möbel, die ich mit meinem Künstlerkollegen Stefan Knopp aus Salzburg entwickle und in Wien und Zürich präsentiere.

Neue Oberflächen für Möbel, die mit Kunst verbunden werden.

Welche 3 Dinge empfiehlst du Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Als Einführung eine Führung im HOF ZU WIL: Das mittelalterliche Gebäude zählt mit seiner alten und neuen Bausubstanz schweizweit zu den spannendsten Gebäuden und ist lebender Zeitzeuge der letzten 500 Jahre Baugeschichte. Dann einen Besuch bei der Goba AG – Flauderei Appenzell: Ein inspirierendes Erlebnis von der leider viel zu früh verstorbenen Künstlerin und Designerin Doris Fatton. Und eine Nacht im Hotel Säntis mit dem Erlebnis rund um die Schwägalp, ein Kraftort mit dem berühmten Alpenleuchten als Sonnenuntergang. Bis dahin: Weiter nur Gutes für 2020! Happy New Year!

COOK & SHARE
Pasta-Königin durch und durch

Das erste namens «zu Tisch.» dokumentiert ihr Supperclub-Projekt «a tavola!» und handelt kulinarische Ideen und Vorstellungen von Gastfreundschaft ab. Das zweite, «Pasta», ist der Pearsons Herbst 2018 Epiphanie. Die Schwestern veröffentlichten letzteres sogar über den eigenen Verlag Edition Gut. Anna erleuchtet uns auch hier mit ihren Essens- und Kochwissenschaften.

COOK & SHARE
Slow Foodies

Von dort, wo Slow-Food gelebt wird, lange bevor der Ausdruck erfunden wurde – erzählt uns Esther auf.

FIT & WELL
Richtig eingeseift

Die Seifenmacher-Manufaktur ist vollumfänglich in Familienhand: Mama kümmert sich um Konfektion und Versand ins Unterland. Papa steht in technischen Fragen beiseite und behält einen kühlen Kopf, wenn scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Und Beat als Kern der Seifenmacherei leitet die Produktion und ist für die komplette Entwicklung verantwortlich. Im Dorf wird bereits gemunkelt, dass kein Aroser besser duftet als die Urechs. Gell, Beat…


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