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14.03.2019

«Ihre Einzigartigkeit kommt besonders gut zur Geltung, wenn sie auf andere Formen von Linck treffen.»

Geformte Ewigkeit

Linck Keramik produziert Gebrauchskeramik in handwerklicher Perfektion. Zeitlose Ästhetik, welche in den 1930er-Jahren von Margrit Linck begründet wurde und bis heute mit Hingabe von Hand auf der Drehscheibe im Berner Atelier hergestellt wird. Seit 2011 ist der Betrieb mit Annet Berger als Inhaberin in der dritten Generation und kreiert weiter für die Zukunft mit Fertigkeit. Im Grunde steht Linck Keramik nämlich für geformte Ewigkeit, wie uns Annet erzählt.

Annet Berger im Berner Atelier von Linck (Foto: Sarah Fürbringer).

Bitte beschreibe Linck Keramik möglichst präzise.
Die Vasen, Schalen und Lampen von Linck werden aus Töpferton auf der Scheibe handgedreht. Nach einem Rohbrand wird der Ton ziegelrot und die Form erhält ihre Spannung. Die weissglänzende oder -matte, schwarzglänzende oder seit kurzem auch mattfarbige Glasur wird danach im Brennofen eingebrannt. Durch die Zentrifugalkraft und feinen Drehrillen, die nach wie vor durch die Glasur hindurch an der Oberfläche sanft zu sehen sind, strahlen die Objekte eine besonders ruhige, ausgeglichene Aura aus und verleihen der Atmosphäre im Raum eine bewusste, versichernde Haltung.

Wie sind die Produkte entstanden?
Die Künstlerin Margrit Linck hat 1942 damit begonnen, ihre eigene Sprache zu entwickeln und Hunderten von Vasen und Schalen, Lampen und Geschirr eine neue, eigene Form zu geben, die bis heute als modern sowie zeitlos wahrgenommen werden.

Sind sie mehr Objekt, sprich Kunst – oder mehr Produkt, also Design?
Die Stärke der Keramik von Margrit Linck liegt genau darin, dass sie weder zum einen noch zum andern eindeutig zugeordnet werden kann. Von ihrer Zeit bis heute sind sie im Raum sowohl Kunstobjekte wie Gebrauchsgegenstände.

Die Kugelvase V9/3 (Foto: Sarah Levett)

Was war denn Margrit Lincks Auffassung und Haltung zu Keramik und Gestaltung?
Sie hat wenig unterschieden zwischen Kunst und Design, hat oft gleichzeitig an ihren Figuren wie auch an Gefässen gearbeitet. Für sie ging es darum, der Auseinandersetzung eine Form zu geben, wie die Ausstellung im Kunstmuseum Olten zeigt.

Führt ihr diese Haltung fort oder entwickelt ihr eure weiter?
Uns ist es besonders wichtig, Margrit Lincks Ideale weiterzuführen. So fragen wir uns oft: Was hätte Margrit dazu gesagt oder wie würde sie entscheiden?

Wie stehen die Objekte zueinander?
Ihre Einzigartigkeit kommt besonders gut zur Geltung, wenn sie auf andere Formen von Linck treffen, so wie es sich auch bei menschlichen Charakteren verhält. Gleich und gleich gesellt sich gerne und zwei unterschiedliche Haltungen erzeugen Reibung und Raum für Reflexion und Neues.

Wurden die Objekte einzeln entwickelt oder von Anfang an als Gruppe gedacht?
Margrit Linck hat bestimmt klar und konzentriert einzeln betrachtet und gedacht. Aber die Formen sind sofort auf andere gestossen und waren somit nie isoliert.

Gibt es passendere Konstellationen und weniger passende?
Ich persönlich mag den Kontrast: Höhere mit kleineren zusammen, bauchigere mit schlanker Taille zueinander.

Hast du ein Lieblingsstück?
Besonders oft verwende ich die V41/5, sie erinnert an eine kantige Sanduhr. Die Äste und Blumen, die ich mag, lassen sich darin sehr schön und einfach einstellen. Aber im Moment mag ich die Kugelvase V9 so gerne. Diese lässt sich gut zur V41/5 und zu den übrigen kantigen Linien unserer Kollektion kombinieren. Und sie steht für mich für die heutige gesellschaftliche und persönliche Frage nach neuer Definition von Identität, Offenheit und Verbundenheit.

Was sind eure nächsten Projekte?
Criterion! Dann die hauseigene Frühlingsausstellung mit Führung durch unsere Manufaktur.

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