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WEAR & CARE

22.11.2018

«Gestalten ist für mich wie Kämpfen, nur ist Verlieren keine Option.»

Gestalterin, Kämpferin, Fräulein

Um Langeweile vorzubeugen nutzte Stefanie Gehrig die Zeit zwischen Vorkurs und Grafikdesignstudium dafür, ihr eigenes Label zu gründen. Die angehende Designstudentin und passionierte Näherin setzte sich an die Nähmaschine und begann Taschen und Accessoires zu schneidern. Dies sollte der Beginn einer langen Reise sein.

Was ist Fräulein Rosarot? In ein, zwei Sätzen?
Unter der Marke «Fräulein Rosarot» entstehen in der Schweiz hergestellte Accessoires, die jeden Tag Freude bereiten. 

Woher kommt der Name? Ist Rosarot deine Lieblingsfarbe?
Wie vieles in meinem Leben ist der Name eine Idee «aus dem Bauch heraus». Die Farbe Rosarot hat mir schon immer gefallen. Ich verbinde sie mit Sanftmut, Weiblichkeit und Zartheit. Der Ausdruck «Fräulein» kokettiert. Er appelliert an die Jugend, die wir alle in uns tragen und erinnert an vergangene Zeiten – lange vor Fast Fashion Trends.

Wie bist du darauf gekommen, ein eigenes Label zu gründen?
Vor dem Studium zur Grafikdesignerin hatte ich zwischen Vorkurs und Studiumsbeginn drei Monate Zeit. Um Langeweile vorzubeugen, tat ich, was ich schon als Kind in meiner Freizeit tat: Nähen. Das war der erste von vielen Schritten. Am Ende meines Studiums machte ich mich selbstständig. Und ich hoffe, dass die Reise noch lange nicht zu Ende ist.

fräulein rosarot aka Stefanie Gerig an ihrem Arbeitsplatz.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Ich habe meiner Marke einen Namen gegeben, ein Logo gestaltet, eine Website erstellt und dann bin ich von Markt zu Markt gepilgert, um meine Marke den Leuten zu präsentieren.

Arbeitest du voll selbstständig oder hast du noch einen Job nebenbei?
Ich arbeite von Montag bis Samstag für Fräulein Rosarot.

Was würdest du Leuten empfehlen, die auch eine Idee haben?
Einfach los! Nicht zu sehr dem Grübeln verfallen, sondern gerade das Gegenteil tun. Aktiv die Idee verfolgen, fleissig sein und laut auf sich aufmerksam machen. Und dann heisst es: Mit viel Ausdauer seine Marke pflegen.

Wer gehört zum Team?
Das feste Team, welches für Fräulein Rosarot arbeitet, setzt sich aus zwei gelernten Schneiderinnen und einer sozialen Werkstätte in Aarau zusammen. Nicht zu vergessen sind die vielen fleissigen Helferlein, die mich immer wieder unterstützen.

Doppelclip

Wie läuft ein Gestaltungsprozess bei dir ab?
Die Ideen kommen – wie wohl bei vielen Designern – unerwartet. Ich muss diese dann sofort umsetzen oder zumindest mal im Ansatz ausprobieren. Gestalten ist für mich wie Kämpfen, nur ist Verlieren keine Option.

Wieso braucht die Welt deine Produkte?
Weil sie schön und zugleich praktisch sind und jeden Tag Freude bereiten. 

Was nimmt dir die meiste Arbeit ab?
Da gibt es nichts Konkretes. Ich habe glücklicherweise die Gabe speditiv arbeiten zu können. Ich denke, meine Arbeitsweise an sich macht es möglich, dass ich gut voran komme.

Wie kommst du auf neue Ideen? Gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Das geschieht von selbst. Die Natur beflügelt mich jedoch immer wieder von Neuem und ist eine riesige Inspirationsquelle.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Meist ein kreatives Chaos. Aber das muss sein. Das Foto zeigt meinen Arbeitsplatz, wie er nie ist.

Für einmal aufgeräumt.

Was sind deine nächsten Projekte/Ideen für neue Produkte?
Eine «Löchlitasche» für den Sommer 2019 und neue Muster für die Strickkollektion HW19.

Hast du ein Traumprojekt?
Die setze ich fortlaufend um.

Welche 3 Dinge empfiehlst du Freunden, die sie bei euch in der Region tun/essen/erleben sollen?
Erleben: Ausstellungen im Stapferhaus
Essen/Trinken: Den besten Cappuccino geniesst man im Café «feines Kleines»
Tun: Zum Schloss hoch wandern und die Aussicht geniessen.


WEAR & CARE
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