12
«ALLE GESCHICHTEN DIE ZUM LESEN EINLADEN UND GELESEN WERDEN SOLLEN»
ERSTAUFLAGE
Das Journal ist unser Blog und bietet Informationen zu Ausstellern oder Stories die uns interessieren.

COOK & SHARE

07.03.2019

«...und es ist wunderschön zu sehen, wie glücklich sie jeweils sind, wenn sie ihr Lieblingsglace in der Hand halten.»

Glücklichmacher am Zürichsee

Was zuerst eine Übergangslösung für einen Sommer zu sein schien, entpuppte sich allerdings schnell als Danis Leidenschaft und Traumberuf. Vor über zwanzig Jahren begann Daniel Kissling am Zürichsee Glacé zu verkaufen und hat (zum Glück!) bis heute nicht damit aufgehört. Saison für Saison, Kugel für Kugel beglückt er am Zürichsee seine treue Stammkundschaft mit ihren Lieblingssorten. Und seit zwei Jahren tut es ihm seine Schwester Susanne mit der Gelateria Tellhof im Kreis 4 gleich. Wenn die Schlange im Hochsommer kein Ende nimmt, steht Dani gut und gerne bis tief in die Nacht hinter seinem Glacéwagen – und träumt in seltenen Stressmomenten auch mal von den freien Wintermonaten.

Die Hochsommertagen vergehen am Glacéwagen wie im Fluge.

Was wolltest du als Kind werden? 
Lange Zeit war Grafiker mein Traumberuf. Glacéverkäufer zu werden war jenseits meiner Vorstellungskraft.

Wie bist du zu Gelati gekommen? Was hast du vorher gemacht?
Nachdem ich den Vorkurs an der Schule für Gestaltung abgeschlossen hatte und mich für keine Fachklasse entscheiden konnte, verkaufte ich ein Sommersaison lang abgepacktes Glacé. Ich entdeckte meine Liebe und mein Geschick zum Verkauf. Genau in jenem Moment lernte ich Paolo und sein wunderbar ausgewogenes Gelato kennen. Per Handschlag besiegelten wir unsere Zusammenarbeit. Für mich war sofort klar, dass ich mein weiteres Leben dem Verkauf von diesem so einzigartigen Glace widmen werde!

Wie sieht dein Arbeitstag aus? Grob in Stichworten…
Um 12:00 beginne ich mit dem Vorbereiten meines Glacéwagens. Um 13:00 beginnt dann der Verkauf. Im Hochsommer mach ich dann oft bis 22:00 eine Kugel nach der anderen – je nach Wetter und Wochentag in verschiedener Intensität. Die Zeit vergeht dabei wie im Fluge. 

Beim Hafen Riesbach wird man glücklich gemacht.

Was liebst du an deiner Arbeit?
Ich liebe den Kontakt zu meinen Kunden und es ist wunderschön zu sehen, wie glücklich sie jeweils sind, wenn sie ihr Lieblingsglacé in der Hand halten.

Welchen Herausforderungen begegnest du und wie?
Die Tage sind sehr lang und mega intensiv. Mit ein paar Gedanken an meine lange Winterpause gelingt es mir immer die Freude an meinem Beruf aufrechtzuerhalten.

Was ist dein erster Gedanken am Morgen nach dem Aufstehen?
Hoffentlich geht es meinen vier Kindern und meiner Frau gut.

Was antwortest du, wenn dich jemand abends fragt, was du den ganzen Tag gemacht hast?
Habe heute ein paar Kugeln Glacé verkauft!

Für die Kinder gibts ein Tierli obendrauf.

Was fällt dir zu «Work-Life-Balance» ein?
Im Hochsommer gibt es die nicht wirklich, aber über das ganze Jahr gesehen ist die eigentlich sehr gut.

Stress ist …?
Wenn die Kühlzelle ausfällt, der Glacéwagen einen platten Reifen hat oder einer unserer Mitarbeiter kurzfristig ausfällt. Das alles passiert zum Glück höchst selten.

Langeweile …?
Kenne ich in meinem Beruf und mit meiner Familie eigentlich nicht. Seit vor zwei Jahren noch die Gelateria «Gelati Tellhof» dazu gekommen ist, gibt es immer etwas zu tun.

Wie verbesserst du die Welt? 
Indem ich mit unserem Glacé unseren Kunden viel Freude bereiten und zusammen mit meiner kleinen Schwester Susanne unseren Angestellten ein möglichst angenehmen Arbeitsalltag ermögliche. Sehr wichtig ist mir auch, dass unser Glacé möglichst nachhaltig produziert wird.
-Kurze Transportwege
-Lokale Milch 
-Wenn möglich: Auslieferung mit dem Transportvelo

Wie oder was würdest du ändern, wenn du könntest? 
Im Hochsommer ein bisschen mehr Zeit für meine Familie und mich zu haben. Abgesehen davon bin ich sehr glücklich.

Wo und was wirst du in zehn Jahren tun?
Da Paolo und ich uns ewige Treue geschworen haben, werde ich ganz bestimmt immer noch Glacé verkaufen.

Mehr von COOK & SHARE

Grün verträgts immer
Die unabhängigen Sieben
Most statt Kompost
Ein Einhorn unter den Ferien
Frische Frische in der Box
Vom Lagerfeuer zu den nicht tierischen Eiweissen
Harmonie der Jauer
Zeit für Brot
Balkoniere & Terrasseure
Auferstandene Schneidemaschinen
Flexitarier ist des Fleischfressers Freund
Kultiviertes Cocktailieren aus einer Flasche
Vom Affen zum Menschen
TLC for TCZ
Pasta-Königin durch und durch
Zweifelsohne: Weinfamilie
Granola-Schritte
Zürichs kleinste Markthalle
Jahrhundert alte Mühle für Senf & Gewürz
Lebküchler und Modelschnitzer
Die Kaffeefamilie
Im Jungstadium
Marketing für den Regenwald
Alltägliches revolutionieren!
Ein Traum-Merlot!
Trinken hilft!
Vielfältiges Grundnahrungsmittel
Graswurzel-Bewegung
Leitungswasser für alle!
Arbeit und Genuss
Freitag X Anna Pearson
Hanfrevolution
AlpenHirt: Innovative Tradition
Kaffeeprivileg
Der geborene Jäger
Sternesaucen für alle
Kaffeeerlebnis auch ohne George
Ingwermanie
Das grosse, grüne Ei
Der gestapelte Garten an der Wand
Aus dem Leben einer Gemüseberühmtheit
Klein und knackig oder ölig
Geschichte des Zürisee-Weins
Schokoladenmärchen
Leben – ganz normal
Gin Renaissance
Von Seide zu Schokolade
Schokoladentauchgang
Die Kulturgärtnerin
Der studierte Bienenflüsterer
Weil Leitungswasser das beste Wasser ist
Kaffee & Rock’n Roll
Wertstoffrecycling auf die bequeme Art
Für die Süsse und die Würze im Leben
Lebensmittel direkt vom Erzeuger
Nachhaltige Hausgeräte sind langlebige Hausgeräte
Die Espressoliebe für’s Leben
From Bean to Bar: Schokolade aus Zürich
Schärfe allein ist nicht genug
Bauen mit Hanfsteinen: Natürlich und nachhaltig
Von der Dorfbäckerei zum Spezialitätenbetrieb
Die Würmer erledigen das
Das Leben zum Schläck machen!
Marbella Hagmann erfindet feurige Köstlichkeiten
House-Cooking verschenkt Zeit
«Alpenpionier» will Hanf zurück auf unsere Teller bringen
Insekten statt Fleisch – ist das unsere Zukunft?
Der Feuerring ist Versammlungsort
Sinnvoll Gastro sorgt für Aufsehen
Glacéwetter das ganze Jahr lang!
Gutes zu tun, tut gut
Bestäuben ist ihr Business
Wildes mit Tiefgang
Ein modernes Leben führen, ohne Müll zu hinterlassen?
Ein Ort für Genuss, Qualität und Neuanfänge.
Die Exotik vor der Haustüre
Herzblut im Weinglas
Für mehr Genuss-Momente
Chopfab Bier – das rat' ich dir!
Tee trinkend die Welt verändern
COOK & SHARE
Grün verträgts immer

Ob stylisches Pflanzgefäss, langlebiges Gartenzubehör oder Bio-Setzling, bei VEG and the City mit Läden in Zürich und Winterthur sowie Online erhältst du alles fürs und ums urbane Gärtnern zum Lernen oder Selbergärtnern. VEG and the City macht die Stadt grün, bestätigt Christa Husmann.

WEAR & CARE
Zweitgrösster Kontinent

Melanie findet die besten Kreationen, bringt sie nach Europa und nutzt ihre langjährige Erfahrung als modissa-Marketingleiterin, um als Kulturbindeglied zwischen zweitgrösstem Kontinent und uns zweitkleinstem zu fungieren.

WEAR & CARE
Klein und fein

Mit feuil, den kleinsten Portemonnaies der Schweiz, hat man dies alles effizient und praktisch gelöst, schont die Hose und Gesäss und hilft jeden Tag nur das Nötigste an Geld dabei zu haben. Kreateur Sven Rütti erzählt mehr über feuil…


PARTNER