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Fotocredit: Andreas Graber

COOK & SHARE

19.09.2019

«Vor über 10 Jahren in San Francisco entdeckte ich die geröstete Müeslivariante. Sie fehlte mir nach meinem Aufenthalt und mangels vergleichbarem Angebot in der Schweiz fing ich an, selber zu backen.»

Granola-Schritte

Unter dem The Tiny Factory Dach werken Gründerin Sibylle Jenni und ihr Team an der einen, grossen Freude namens Granola. Der hohe Anspruch an Qualität, das Auge fürs Detail und ihre Affinität für Ästhetik manifestieren sich bei jedem einzelnen Handgriff und Granola-Sack. Während Karin, Käroly und Pablo in der Backstube von John Baker den Ofen warmhalten, kümmern sich Melanie, Debbie und viele weitere Helfer im Hintergrund um die unzählig folgenden Arbeitsschritte. Sibylle erzählt uns mehr über die kleine Granola-Fabrik.

Was ist The Tiny Factory?
Ein lokales Unternehmen, das sich zweimal wöchentlich in einer Bio-Backstube einmietet, um hochwertiges Granola zu rösten und dieses schweizweit zu vertreiben. 

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Vor über 10 Jahren in San Francisco entdeckte ich die geröstete Müeslivariante. Sie fehlte mir nach meinem Aufenthalt und mangels vergleichbarem Angebot in der Schweiz fing ich an, selber zu backen. Die über die Jahre verfeinerte Rezeptur erwies sich dann als marktreif und so entstand 2015 das The Tiny Factory Bio-Granola. 

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Der Wechsel von einer normalen Voll- zur Teilzeitstelle, um Raum für die Entwicklung der eigenen Firma zu schaffen.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Debbie, Melanie, Pablo, Käroly, Karin und ich.

von links nach rechts: Debbie, Melanie, Sibylle, Pablo, Käroly und Karin

Wieso braucht die Welt eure Produkt und Lösungen?
Weil es ein gesundes, lokal produziertes Nahrungsmittel ist, das wahrhaftig auf Nachhaltigkeit, faire Produktion und Handel achtet. Weil bei unseren Handschritten Freude eine Rolle spielt und es Menschen mundet, die bei überzuckerten Knuspermüesli dankend ablehnen. 

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Ein klar strukturierter Produktionsablauf, bei dem die diversen Schritte wie Mischen, Bedienen des Backofens, Abpacken, Verpacken usw. fliessend stattfinden.

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Das Learning-by-doing-Prinzip erweist sich bei jeder Produktion als bester Weg zur Weiterentwicklung und Verbesserung. Daraus entspringen ganz natürlich auch neue Ideen, welche wir alle an unserem Granola anwenden. 

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Wir nutzen die Restwärme des Backofens bei John Baker am Stadelhofen, wenn sich deren Bäcker ausruhen gehen.

Die Granola-Girls in der Backstube

Was sind eure nächsten Projekte?
Die Zusammenarbeit mit enSoie, die letztes Jahr Keramikmüeslischalen für uns gefertigt haben, weiterzuentwickeln, weil es ein wunderbares Projekt ist und wir als zwei Zürcher Manufakturen zusammenspannen. Auch weitere Kollaborationen mit anderen Schweizer Macher wären denkbar.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Ja, alle.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Das Hausbrot von John Baker, ein Dada-Sour-Drink beim historischen Cabaret Voltaire und ein Brunch im Zürcher Café 169 West.

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