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LIVE & WEAR

28.07.2019

«ES IST WICHTIG, DASS WIR GREIFBAR BLEIBEN»

Möbel nach Mass vom Schreiner. Online.

Mit seinem Team erschafft Dylan Gregory in seiner Werkstatt in der Zürcher Innenstadt Möbel in traditioneller Handwerksarbeit, die auch online zu haben: Ein Novum im sonst eher offline aktiven Handwerk. Neben einzelnen Möbel sind bei Gregory Clan auch ganze Innenraumkonzepte zu haben – dafür ist neben Dylan Gregory, der selbst auch Innenarchitekt ist, mit Michel Frei auch noch ein zweiter Innenarchitekt an Bord.


Was ist Gregory Clan? Und was nicht? In ein, zwei Sätzen?  
Gregoryclan ist darauf bedacht, hochwertige und nachhaltige Materialien so zu kombinieren, dass ein harmonisches Endprodukt entsteht. Da uns das Design genauso wichtig ist wie die Qualität im Handwerk, entwerfen wir individuelle Objekte für unsere Kunden sowie unsere eigenen Produkte. Seit diesem Jahr haben wir unser Angebot um die Innenarchitektur erweitert, weil uns der gesamte Raum und das Wohlbefinden darin sehr am Herzen liegt.

Wer hatte die Idee dazu und wie ist er/sie darauf gekommen?
Dylan Gregory ist ein Möbelbauer mit Herzblut. Seine Gestaltungskompetenz sowie das Innenarchitekturstudium liessen ihn nicht ruhen, sondern trieben ihn an, das Angebot kontinuierlich zu erweitern.
Das Hauptproblem beim online-Kauf sind die ewigen Kompromisse, die man machen muss: entweder zu kurz, zu lang oder einfach das falsche Material, das ist bei uns kein Problem. 


Wieso überhaupt Möbel nach Mass? Was ist der Reiz daran? Und bleibt man mit Möbeln nach Mass, die vielleicht genau für eine bestimmte Ecke gemacht sind, überhaupt flexibel in der Raumgestaltung?
Ich glaube, dass in Zukunft noch viel mehr über das Netz gehen wird, und es ist an uns Handwerkern, uns besser lesbar und sichtbar zu machen. Unsere Qualität ist die Nähe zum Kunden, und die müssen wir auch online hinkriegen. Es ist wichtig dass wir greifbar bleiben. Ein Möbel über’s Netz kaufen und selber noch auf den Millimeter genau die  Masse bestimmen: das kann man nicht an vielen Orten. Dem Kunden ein individuell angefertigtes Möbel online zu bieten: das empfinde ich als nahe am Kunden sein.
Und es ist doch genau umgekehrt: mit unserem System „Möbel auf Mass online“ ist man viel flexibler. Man hat die Möglichkeit, in einem Raum einen perfekt passenden Tisch rein zu stellen und muss nicht vom Anfang an einen Kompromiss eingehen.
Wir möchten weitere Produkte anbieten die variabel sind; aus diesem Grund entwickeln wir auch gerade ein Bücherregal, dass sehr vielseitig einsetzbar ist.

Gestaltet ihr nur Möbel, oder auch andere Produkte?
Ja, wir gestalten auch Innenräume. Bevor Michel Frei angefangen hat, unsere Innenarchitektur-Abteilung aufzubauen, war die Nachfragen nach der Beratung, die Innenräume zu gestalten, schon da. Aus diesem Grund war das nur ein logischer und notwendiger Schritt.

Wie läuft ein Gestaltungsprozess bei euch ab? 
Ob mit einem Kunden oder Eigenkreation: es geht immer um eine Art Problemlösungen. Das heisst zuerst muss das Problem definiert werden, was nicht immer einfach ist. Danach bestimmen wir, wie man es mit welchen Mitteln lösen kann. Der Preis spielt natürlich auch immer eine Rolle. Als nächstes zeichnet Michel das Möbel in 3-D ohne Textur. Wenn uns das 3-D-Modell passt, gehen wir in der Werkstatt die Prototypen bauen. Von denen fertigen wir meist zwischen 4-6 an. 
Wenn das passt, gehen wir mit einer kleineren Serie in Produktion.

Wieso braucht die Welt Möbel nach Mass? Und warum genau die Euren?
Wir bieten dem Kunden die Möglichkeit, ohne grösseren Aufwand ein individuell angefertigtes Möbel online zu bestellen. Aber auch – durch unsere zentrale Lage – direkt in unsere Werkstatt zu laufen und das Produkt anzuschauen und mitzugestalten.

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab? (Tool, Arbeitsweise, etc.)
Das sind definitiv die Maschinen in der Werkstatt. Wo ich auch dauerhaft dran bin, das sind die Arbeitsabläufe. Die zu optimieren ist auch sehr hilfreich dabei, Zeit zu gewinnen. Das finde ich persönlich auch sehr spannend.

Wie kommt ihr auf neue Ideen? Gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst? Kommen die Kunden mit fertigen Ideen zu Euch? Wie entwickelt Ihr Ideen weiter?
Die Ideen entstehen beim Rumgehen: Überall gibt es Produkte die man auf eine andere Art interpretieren kann. 

Was sind eure nächsten Projekte?
Ich durfte vor 7 Monaten Vater werden und finde die Kinderwelt ein sehr spannendes Thema, da werden wir sicher noch ein zwei Produkte machen. Die Welt der Lampen ist auch sehr verlockend!

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Hehe nein, der eine füllt unsern Alltag gut aus.


Welche 3 Sachen empfiehlt ihr Freunden bei euch in der Region zu tun/essen/erleben/kaufen?
Kommt an die Langstrasse, entdeckt die verschiedenen Welten. Und natürlich ist jede Person bei uns in der Werkstatt herzlich willkommen, wortwörtlich rein zu schnuppern.  

Hört ihr Musik beim Arbeiten? Was denn (Top 5 Playlist)?
Da muss ich passen, privat ja, aber im Geschäft geht bei mir gar nichts. Ich muss mich konzentrieren können. In der Werkstatt wird meist Radio gehört. Michel Frei kann sich im Gegensatz besser mit Musik konzentrieren. Somit hört er meist mit den Kopfhörern Musik. Easy listening, grooving-Zeugs wie Nightmares in wax...

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LIVE & WEAR
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100 % Made in Italy ist bei Taschen heute seltener, als man glauben möchte. Bei Laura von Hagens Label Lahara stimmt diese Angabe jedoch durch und durch: Das für ihre Taschen verwendete, pflanzlich gegerbte Leder stammt aus Italien, und auch die gesamte Produktion findet in einem spezialisierten Handwerksbetrieb in Italien statt. Modernes, zeitloses Design mit funktionalem Charakter steht bei Lahara im Vordergrund – damit aus allen Taschen echte Lieblingsstücke werden, die man nicht schon nach einer Saison wieder aussortiert.