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COOK & SHARE

07.03.2019

«Wir wollen das immense Potenzial der Hanfpflanze ausschöpfen und ihren völlig zu Unrecht schlechten Ruf rehabilitieren.»

Hanfrevolution

Dass Hanfanbau in einer sogenannten 360° Nutzung funktioniert und man die gesamte Pflanze verwerten sollte, hat dieses umweltbewusste Kollektiv natürlich verstanden. So besteht die Zusammenarbeit dieser vier visionären Firmen an der diesjährigen Criterion aus Vermittlung und Aufklärung – damit auch die Besucherinnen und Besucher vom Hanf und seinen vielfältigen Möglichkeiten begeistert werden. Mehr dazu im Interview mit den vier Hanfhelden.

AlpenPionier mit Marc Brüngger

Was ist AlpenPionier in einem Satz?
AlpenPionier ist eine Marke, welche Hanf regional kultiviert und Bio-Lebensmittel daraus herstellt.

Was ist besonders herausfordernd, wenn man mit Hanf arbeitet?
Die Vorschriften bezüglich Cannabinoid-Gehalten (vor allem THC) sind sehr streng und müssen laufend überprüft und eingehalten werden.

Welche Produkte bietet ihr an?
Zum einen bieten wir den Rohstoff HanfNüsse ganz natürlich an. Weiter verarbeiten wir den Rohstoff zu einer vielfältigen Produktpalette wie KinoHanf, HanfPulver, HanfOel, HanfTee, HanfSeife und HanfPasta. Weitere Produkte sind in der Pipeline.

Was sind zukünftige Projekte, die ihr anpacken wollt?
Wir wollen in Zukunft mit neuen innovativen Produkten (will noch nichts verraten) und einer gewaltigen Ladung Pioniergeist trumpfen.

Wie verbesserst du die Welt? 
Dadurch, dass ich mit den AlpenPionieren Lebensmittelhanf in der Schweiz kultiviere, welcher biologisch wächst und die Umwelt nicht stört. Anstatt weit hergebrachtes Soja oder Quinoa zu unterstützen, setzen wir den Fokus auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Dadurch, dass wir eine Alternative zu anderen ausländischen, pflanzlichen Proteinen bieten, leisten wir automatisch einen Beitrag zur Umwelt.

Zum Naschen zwischendurch: KinoHanf von Alpenpionier.

Die AlpenPioniere

CannSol Holding AG mit Josef Goop

Was ist CannSol Holding AG in einem Satz?
Wir von der CannSol Holding AG haben uns klare Ziele gesetzt: Wir wollen das immense Potenzial der Hanfpflanze ausschöpfen und ihren – völlig zu Unrecht schlechten – Ruf rehabilitieren. Ein für alle Mal.

Wie seid ihr auf eure Unternehmensidee gekommen, gibt es eine schöne Anekdote dazu?
Das Kernteam der CannSol kommt aus unterschiedlichen Generationen mit sehr verschiedenen, beruflichen Hintergründen. Trotz dieser Tatsache verbindet jeden von uns die Begeisterung und Liebe zu einer der ältesten Kulturpflanze der Welt. Wir haben uns zuvor nicht persönlich gekannt, das Schicksal hat uns zusammengeführt. Innerhalb kurzer Zeit sind wir zu einem Topteam zusammengewachsen. Aufgrund des überaus wertvollen Nutzens dieser Pflanze für Mensch und Tier ist es für uns unumgänglich, mit Hanf zu arbeiten und über weitere Möglichkeiten zu forschen, um so neue, interessante Produkte anbieten zu können. Wir kooperieren dabei mit vielen Partnerunternehmen, die mit der gleichen Überzeugung und Motivation unsere Ziele verfolgen.

Was sind eure nächsten Projekte?
Für die Zukunft ist die Entwicklung von «wasserlöslichen» CBD-Präparaten kombiniert mit anderen potenten, pflanzlichen Wirkstoffen geplant. Noch in diesem Jahr soll in unserer Abteilung für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung zusätzlich ein Forschungsprojekt gestartet werden, das die Wirkungsweise von unseren Präparaten bestätigen und zellbiologisch aufklären wird. Darüber hinaus werden wir die Entwicklung von biologisch abbaubarem «Hanf-Plastik» und Isolationsmaterialien für die Bauindustrie vorantreiben. Ein weiteres Projekt, zusammen mit unseren Partnern, ist der Aufbau einer GMP zertifizierten Extraktionsanlage für die Extrahierung von CBD.

Idee und Ziel des noch jungen Hanfunternehmens.

Glärnisch Textil mit Yves Barth

Was ist Glärnisch Textil in einem Satz?
Mit dem Credo «vom Stängel auf dem Feld bis zum Kleidungsstück im Gestell alles von A bis Z in der Schweiz gemacht» lebt die Genossenschaft Glärnisch Textil solidarische Wirtschaftsformen und erzeugt aus Hanf und Flachs ethisch korrekte Textilien und Mode.

Wie und wo produziert ihr, und wer machts genau?
Mit dem Anspruch, ethisch korrekte Textilien für alle in gewohnter Qualität zu erschwinglichen Preisen anzubieten, bewegt sich die Genossenschaft in industriellen Grössenordnungen. Geschickt lebt sie die Verbindung zwischen individuell designten Produkten, identitätsstiftenden Arbeitsplätzen und schlanken Produktionsprozessen. Dafür verbindet sich die textile Tradition mit zeitgemässer Qualität, leistungsfähiger Technologie und wertschätzender Arbeit. Auf einer mobilen Grossanlage wird das Stroh von Hanf und Flachs mechanisch zu Fasern aufbereitet. Diese werden in der wieder installierten Wäscherei veredelt und gefärbt, in der neu erstellten Spinnerei zu Garn versponnen, in den verbliebenen Webereien zu Tuch gewoben und in den im ganzen Glarnerland entstehenden Ateliers zu Fertigproduktion verarbeitet. Weil Hanf und Flachs auch zur Körnergewinnung angebaut werden, fällt das Stroh in unterschiedlichster Qualität an. Die Genossenschaft Glärnisch Textil richtet sich so ein, dass sie in der Lage ist, aus jeder Qualität die Halbfabrikate und Produkte zu erzeugen, die mit dem jeweils gegebenen Stroh optimal möglich sind.

Was sind eure zukünftigen Projekte?
Mit ausreichender Finanzkraft, die wir uns aufgrund der gegenwärtig sehr konzentrierten Arbeit an unserem Investorenprospekt erhoffen, möchte die Genossenschaft Glärnisch Textil in die Lage kommen, die Lücken in der Fabrikation zügig und konsequent zu schliessen, die Produktion entschlossen aufzunehmen und die bereits vielfach nachgefragten textilen und modischen Produkte auf den Markt zu bringen. Dabei wird die Produktpalette mit «geraden Schnitten» starten, also Bett- und Küchenwäsche und Meterware aus Hanf und Flachs, um sich dann in zügigen Schritten hin zu anspruchsvollem, modischem Design zu entwickeln. Parallel dazu möchte die Genossenschaftsleitung die Produktion von handelsüblichen Isolationsmatten aus Naturfasern für den Schweizer Baumarkt einrichten, um auch solche Fasern sinnvoll verwerten zu können, die sich nicht für textile Zwecke eignen.

Was ist die Zukunftsvision für euer Unternehmen?
Die Genossenschaft Glärnisch Textil überzeugt mit ihren Mitwirkenden und Partnern und macht klar, dass ethisch korrektes Wirtschaften realistisch ist. Sie vermag damit Menschen, Auffassungen, Überzeugungen, Lehren, Theorien und Anwendungen mitbewegen – hin zu einer gerechten Welt und zum guten Leben.

Vom Rohstoff zum Produkt mit Glärnisch Textil.

So sehen Strohballen aus Hanf aus.

Schönthaler/Castelatsch mit Werner Schönthaler

Was ist Schönthaler/Castelatsch in einem Satz?
Schönthaler ist das Bausteinwerk, wo wir aus Hanf und Kalk Hanfsteine produzieren: ein geniales Baumaterial. Castelatsch ist mein Bauernhof, dort machen wir Workshops und produzieren Naturkosmetik.

Was ist eure Motivation mit Hanf zu arbeiten?
Nutzhanf hat das Potential viele Wirtschaftszweige in Richtung mehr Ökologie, Nachhaltigkeit und Gesundheit zu verändern. Man kann damit die Grundbedürfnisse Essen, Bekleiden und Bauen abdecken, überall mit fantastischen Eigenschaften. Man kann Nutzhanf auch als Sozialpflanze bezeichnen. Wir haben schnell gemerkt, dass Hanfanbau nur in einer 360° Nutzung funktioniert, sprich, man muss die gesamte Pflanze verwerten. Dies ist nur in einem Kollektiv verschiedener Firmen und Menschen möglich.

Wie bist du dazugekommen, Hanf und Kalk zu verbinden?
Die Verbindung Hanf und Kalk gibt uns die Natur vor, weil Hanf durch das schnelle Wachstum viel Silizium enthält und sich somit optimal bindet. In dieser Verbindung ergeben sich Dämmwerte, die es uns ermöglichen ohne zusätzliche Dämmung Häuser zu bauen, die im Sommer kühlen und Winter wärmen, ein optimales Raumklima haben und für viele Generationen Stand halten. Das Material brennt nicht, ist Insekten- und Nagetier resistent und sehr leicht im Gewicht. Wir binden 90% mehr CO2 als im ganzen Zyklus von Produktion, Transport usw. ausgestossen wird. Nach Abbruch des Hauses kann man das Material nach dem Cradle to Cradle-Prinzip entweder kompostieren oder wieder als Baumaterial verwenden.

Was sind zukünftige Projekte, die ihr anpacken wollt?
Auf einem Bauernhof gibt es ein Leben lang Arbeit. Mit der 360° Verwertung geht uns die Arbeit auch nie aus, im Gegenteil: Wir müssen uns eher bremsen und eins nach dem anderen machen.

Bausteine aus Hanf und Kalk.

Nach Abbruch des Hauses sind die Hanfsteine wiederverwertbar.

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