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LIVE & WEAR

16.03.2018

«BADEMODE MUSS AUCH BEIM SURFEN PERFEKT SITZEN»

Hans Method macht Bio-Bikinis

Hans Method liebt Frauen. Deshalb produziert die Designerin Bio-Bikinis. Und die trotzen auch der höchsten Welle. Doch erst musste Izzy Büker potentielle Geldgeber von ihrem Projekt überzeugen. Ihre erste Kollektion finanzierte sie via Kickstarter-Crowdfunding. Das war 2017. Die ersten Modelle sind nun ausgeliefert. Der Clou? Die Top- und Bottom-Styles lassen sich beliebig miteinander kombinieren – und sollen ganz besonders perfekt sitzen. Büker selbst ist in der Skate- und Surfszene zuhause. Die Idee zu ihrer Kollektion ist auch eigennützig, denn: Izzy wollte, dass auch aktive Frauen (wie sie selbst) schöne und fair produzierte Bikinis zur Auswahl haben.

Was ist Hans Method?
Ein Modelabel, das nachhaltig und fair produziert. Für moderne, umweltbewusste und aktive Konsumentinnen und Konsumenten. Gestaltet zwischen Barcelona und den Schweizer Bergen, produziert in Spanien.

Wie bist du zur Mode gekommen?
Ich hatte einen sehr eigenwilligen Modestil. Die Sachen, die ich wollte, die gab es meistens nicht. Deshalb wollte ich selbst Mode entwerfen. Und vor allem unabhängig sein von Billigmodeketten, die über uns bestimmen. Das stört mich. Deshalb gründete ich mein Label und biete ehrliche Produkte an.

Wie hast du gemerkt, dass deine Ideen funktionieren könnten?
Ich habe mit meiner Bade- und Surfmode für Frauen eine Marktlücke entdeckt. Man findet kaum bequeme Teile, die modisch und sexy sind, aber trotzdem nachhaltig produziert werden. Diese Kombination ist selten.


Gab es Rückschläge?
Wenn du ein kleines Modegeschäft führst, dann helfen dir auch die besten Ideen nicht weiter. Denn diese in der Realität umzusetzen, das ist noch einmal eine ganz andere Sache. Für mich war es schwierig, Fabrikanten zu finden, die mit kleinen Labels arbeiten. Daneben war es eine Herausforderung, wirklich umweltfreundliches Material in die Hände zu bekommen, das ich auch in Kleinmengen beziehen kann.
Ich will mir neben allen administrativen Aufgaben unbedingt meine Kreativität bewahren. Doch meine Produkte sind mir diesen grossen Aufwand wert.

Wer steckt eigentlich hinter Hans Method?
Mein Name ist Izzy Büker und ich bin die Gründerin von Hans Method. Ich bin halb deutsch, halb spanisch - aufgewachsen in der Schweiz und in Spanien. Meine Wurzeln haben mich stark beeinflusst: Die Ruhe und Gelassenheit der Schweizer Berge, die Liebe zur Natur, verbunden mit der Lebendigkeit und Weltoffenheit Barcelonas, wo ich 10 Jahre lang lebte.
Ich war immer von der Natur umgeben und habe früh gelernt, auf unsere Ressourcen zu achten. Mit Hans Method kann ich meine Leidenschaft für die Skateboard- und Surf-Kultur mit meinem Respekt vor der Natur verknüpfen.


Was ist die Idee hinter deiner Bademode?
Moderne und ethisch vertretbare Bikinis zu produzieren, in Spanien, ganz ohne Billiglohnarbeit. Hans Method macht Bademode, die perfekt sitzt. Auch beim Wellenreiten. Oder allem, was du liebst. Es gibt sechs unterschiedliche Oberteile und sechs Unterteile. Für alle Körperformen ist das Richtige dabei. Jedes Design gibt es in zwei Farben. Meine Kundinnen können diese Optionen beliebig kombinieren.

Was macht gute Bademode aus?
Du musst Stile und Grössen kombinieren können. So, dass es deinem Körpertyp am besten entspricht. Nicht immer passt oben die gleiche Grösse wie unten. Beim Sport muss alles bequem sein und darf nicht verrutschen. Mir ist wichtig, dass die Teile nachhaltig und fair hergestellt wurden.

Welche Tiefs gibt es in deinem Arbeitsalltag?
Mich frustriert, dass ich das Timing bei meinen Produktionen nicht besser kontrollieren kann. Mir sind da die Hände gebunden – wie allen anderen kleinen Labels vermutlich auch. Ich plane deshalb immer auch ein «Worst Case»-Szenario mit ein.


Und die Hochs?
Zum Glück überwiegen die. Es gibt nichts Schöneres, als mit kreativen Menschen zusammenzuarbeiten, die dich inspirieren und dabei neue Projekte zu entwickeln. Auch super: Für das Fotoshooting der nächsten Kollektion einen Tag an einem fantastischen Ort verbringen. Das Schönste ist es aber, wenn ich meine Designs an Menschen sehe.

Wieso braucht die Welt neue Badeanzüge? 
Für mich geht es nicht nur um Bademode. Die Welt braucht mehr nachhaltige Kleidung, Punkt. Nicht mehr - nur nachhaltiger! Die Modebranche muss eine Pause einlegen – Qualität vor Quantität. Ich habe mit Bademode begonnen, weil ich die Möglichkeit sah, mit guten lokalen Heerstellern zu arbeiten. Aber der Plan ist, mein Sortiment in Zukunft zu vergrössern.

Was nimmt dir im Alltag die meiste Arbeit ab?
Zum Glück gibt es E-Mail. Ich weiss nicht, wie ich sonst mit meinen Kundinnen und Lieferanten in den verschiedensten Zeitzonen kommunizieren würde. Und dann natürlich die Adobe-Tools: Illustrator und ich sind die besten Freunde.

Wie kommt man auf gute Ideen?
Die besten Ideen lösen ein Problem oder verbessern etwas. Wenn du irgendwo mit jemandem unterwegs bist, mit jemandem über etwas sprichst und ihr eure Erfahrungen teilt: Dann plötzlich macht es klick und eine neue Idee ist geboren.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?


Was sind deine nächsten Ziele?
Momentan arbeite ich an einer Bademoden-Kollektion für Männer. Dann möchte ich eine komplette Streetwear-Kollektion für Männer und Frauen aufbauen. Einfaches, bewusstes Ankleiden, das ist das Ziel.

Hörst du Musik beim Arbeiten? Was denn (Top 5 Playlist)?
Klar! Es gibt kein kreatives Arbeiten ohne Musik.
-Tompkins Square Park - Mumford & Sons
-Save Yourself - Kaleo
-If I had a Boat - James Vincent McMorrow
-Kansas City . The New Basement Tapes
-Beautiful War - King of Leon

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Stille, Erholung und Kosmetik aus Nutzhanf

Werner Schönthaler ist ein echter Hanfpionier. Auf der Basis des Wissens um den Nutzhanf, das er von einer alten Kräuterfrau kennt, hat er eine eigene Kosmetiklinie entwickelt, die auf der Verwendung von Hanföl basiert: Castelatsch. Benannt sind seine Produkte nach dem Hof, den er in Südtirol bewohnt – und der seinerseits zu einem Teil aus Nutzhanf erbaut ist.

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Schon zu Studienzeiten beschäftigten sich die beiden Carpasus-Gründer René und Michael mit diversen Projekten, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und dabei Kleidung zu produzieren, in der man sich wohlfühlen kann, die aber auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten überzeugt. 2015 wagten sie den Gründungsschritt – und stellen seither hochwertige Herrenhemden her, die bald von weiteren Produkten gefolgt werden sollen.