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«ALLE GESCHICHTEN DIE ZUM LESEN EINLADEN UND GELESEN WERDEN SOLLEN»
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Das Journal ist unser Blog und bietet Informationen zu Ausstellern oder Stories die uns interessieren.

MEET & GREET

02.04.2018

«WEIL DER SONNTAG PRÄDESTINIERT DAZU IST, SICH FÜR EINEN MOMENT MIT DEN SCHÖNEN DINGEN DES LEBENS ZU BEFASSEN.»

Im Zentrum des Geschehens

Ein eigenes Schreibatelier, das hat nicht jedes Festival. Umso mehr freut sich Criterion über eine ganz besondere Freundschaft. Normalerweise suchen die Schreiberlinge der NZZaS die interessantesten Geschichten, Ereignisse und schönen Dinge für ihre «Stil-Beilage», das «Z-Magazin» oder für die Online Plattform «Bellevue». Doch während vier Tagen wird das Schreibatelier vom Bellevue direkt an das Criterion Festival nach Oerlikon verlegt! Dort, wo Zukunftsideen, Macherinnen, Design-Interessierte und ganz viel Pioniergeist aufeinandertreffen, werden Linda, Jocelyne und Jeroen sich den vielen besonderen und inspirierenden Ideen widmen und diese für ihre Leserschaft in spannende Beiträge und Geschichten verpacken.

Was ist das NZZaS-Redaktionsatelier? In ein, zwei Sätzen? Und was macht Ihr bei Criterion vor Ort?
Wir zeigen journalistisches Handwerk, machen Interviews, Porträts, Ad-hoc-Reportagen und hoffen, im Austausch mit den Besuchenden des Criterion-Festivals neue Impulse für unsere tägliche Arbeit bei NZZ Bellevue, aber auch für das Magazin «Stil» zu bekommen.

Wieso gibt es bei der NZZaS eigentlich einen Stil-Bund und wieso gehört dessen Lektüre zwingend in die Sonntagsplanung?
Weil der Sonntag als schönster Tag der Woche prädestiniert dazu ist, sich auch für einen Moment mit den schönen Dingen des Lebens zu befassen. Die Inhalte von «Stil» werden von den Lesenden der «NZZ am Sonntag» nachweislich geschätzt, genutzt und als integraler Bestandteil des sonntäglichen Lesevergnügens eingefordert.

Was ist der erste und wichtigste Schritt, wenn man eine Story plant? Und wie schafft Ihr es, fertig zu werden, wenn die Deadline naht und drei Artikel gleichzeitig erledigt werden müssen?
Planung ist die halbe Miete. Schnelligkeit und Improvisationstalent ist aber auch ganz wichtig. Darüber hinaus braucht es aber auch Kreativität, Momente der Einkehr und des Hinterfragens, damit ein Ereignis nicht einfach ein Bericht, sondern auch eine Geschichte wird.

Wer von euch wird im Redaktionsatelier mit dabei sein?
Das werden wir noch abmachen – sicher dabei sind die «digitalen Schlüsselfiguren» Jocelyne Iten, Linda Horber und Jeroen van Rooijen.

Macht Ihr nur «Zeitung» oder steckt Ihr eure Energie auch in andere Projekte? Gibt es da Überschneidungen?
Wir haben inzwischen vier Bühnen zu bespielen: 1. Das Luxusmagazin «Z», das monatlich als Beilage zu NZZ und NZZ am Sonntag erscheint, 2. das wöchentliche Magazin «Stil» in der NZZ am Sonntag, 3. Die tagesaktuelle Lifestyle-Plattform NZZ Bellevue im Netz und 4. Die Social-Media-Kanäle Instagram, Facebook und Pinterest. Das eine greift in das andere – wir versuchen, alle Themen optimal auf diese Kanäle zu bringen.


Printmedien entstehen immer unter wahnsinnigem Zeitdruck. Geht es dabei immer nach Plan?
Natürlich ist es oft chaotisch und ein bisschen turbulent, aber im Grunde steckt hinter allem auch eine sehr gut eingespielte und geübte Maschine von verschiedenen Akteuren, die allesamt ihren Beitrag zum ganzen leisten. Es geht nicht nur um Autoren, sondern genauso um Fotografen, ums Layout, um die Produktion, das legendäre NZZ-Korrektorat und schliesslich den fristgerechten Druck der Publikationen.

Braucht die Welt überhaupt noch Printmedien, wo sich sowieso jeder selbst über die Neuen Medien Online informieren kann?
Gute Frage, die sich derzeit die ganze Branche stellt. Überregionale Tageszeitungen sind am stärksten vom Wandel der Nutzergewohnheiten betroffen, etwas weniger stark die Wochen- und Sonntagszeitungen. Da gehört Papier oft noch zum wöchentlichen Ritual. Spannend ist auch, dass regionale Wochenzeitungen eine sehr viel günstigere Prognose haben: Man will noch gerne lesen, was in der unmittelbaren Nachbarschaft, in der Region oder im Quartier passiert.

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Man kann sich kaum noch vorstellen, wie viel zeitraubender, komplizierter und langsamer der Journalismus vor dem Internet war. Das Finden, Anzapfen und Pflegen von guten Quellen hat damals enorm viel Zeit gekostet. Digitale Plattformen sind aber auch als Publikationsorgan ein Segen: Wir sind heute mit News fast so schnell bei den Lesern wie das Radio.

Woher kommt eure Inspiration, eure Ideen für Dinge, über die Ihr schreiben werdet? Gibt es da feste Rituale oder einen «Zauberkasten», der Euch hilft? 
Es gibt wöchentliche Planungs- und Themensitzungen, während derer wir uns austauschen und ins Feuer reden … es gibt aber auch laufend von allen im Team einzelne Inputs, die mal aufgenommen werden und ein anderes Mal versanden. Wichtig ist, dass jeder mit offenen Augen durchs Leben geht und dem persönlichen Impuls folgt, über etwas mehr wissen und/oder berichten zu wollen.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Das möchten Sie lieber nicht sehen! Wir sind noch weit, weit entfernt vom papierlosen Office.

Was sind eure nächsten Projekte? Heute, nächste Woche, nächstes Jahr?
Das grosse Zauberwort der ganzen Branche ist «Konvergenz»: Es geht darum, früher getrennte Print- und Online-Teams zusammenzuführen, ehemalige Print-Kollegen fit für die digitale Zeit zu machen und ein neues Tempo zu akzeptieren, welches diese erfordert. Das ist für viele – nicht nur ältere Journalisten – eine erhebliche Herausforderung, deren Bewältigung Zeit braucht. Parallel werden wir mehr und mehr mit Bewegtbildern arbeiten – auch das ein neues Terrain.

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Atelier SundR

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Bastelideen und mehr von Kindern für Kinder

Besonders daran ist, dass die Inhalte von Kindern entwickelt oder zumindest von Kindern vorselektiert werden – und dadurch auch besonders gut auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind.

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