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LIVE & WEAR

13.04.2018

«MÖBELDESIGN SOLLTE EINFACH, PRAKTISCH UND TECHNISCH SCHÖN GELÖST SEIN.»

Immer wieder neu: Das Xilobis-Möbelsystem

Mit Xilobis haben Mario Bissegger und Stefan Plüss ein einzigartiges Modul-Möbelsystem aus Holz entwickelt, das nicht nur beliebig oft auf- und wieder abgebaut werden kann – die einzelnen Elemente können auch immer wieder anders zusammengestellt werden. Ermöglicht wird diese Flexibilität durch ein eigentlich ganz simples, aber doch geniales Verbindungssystem: verchromte Stahlkugeln und Spannseile. Produziert wird Xilobis vollständig in der Schweiz.

Xilobis... Xilo... Irgendwie klingt euer Name nicht so, als wäre er zufällig entstanden?
Das Stimmt, Xilobis war schon vor 20 Jahren der Name unserer Schreinerei im Tessin. XILO heisst Holz auf griechisch und BIS sind die ersten drei Buchstaben von meinem Nachnamen.

Könnt ihr euch uns kurz vorstellen? Wer ist das Kern Team hinter Xilobis?
Das modulare Design-Möbel entstand durch die Zusammenarbeit zweier Tessiner, die das xilobis System erfunden und in jahrelanger Arbeit perfektioniert haben: Stefan Plüss hatte die Idee mit der Spannseiltechnik und Mario Bissegger entwickelte das Verbindungssystem mit Kugel.

Und was stellt ihr her?
Nachdem wir in den ersten Jahren alles Mögliche gebaut haben – von Betten über Kleiderschränke bis zu Lampen und Liegen – haben wir uns über die Jahre auf unser einzigartiges Möbelsystem fokussiert.

Das ganze System kommt ohne Schrauben aus. Wo seht ihr darin einen Vorteil?
Herkömmliche Verbindungstechniken wie Schrauben, Beschläge oder Leim bilden oft den schwächsten Punkt einer Konstruktion und sind anfällig für Abnutzung. Im Gegensatz dazu sind die einzelnen Elemente bei xilobis zusammengespannt und nutzen die Chromstahlkugel als flexible Verbindung. Dies schont das Material und ermöglicht den vielfachen Auf-, Ab- und Umbau ohne qualitative Einbussen oder Verschleiss.


Ihr habt als Kind bestimmt oft Lego gespielt?
Haha, ja sicher. Uns spielen darf nicht nur etwas sein für Kinder, deshalb gehe ich oft heute noch selber auf Montage!

Woher kam die Inspiration?
Als Schreiner bauten wir jahrelang Möbel auf Mass. Immer wieder kam es vor, dass unsere Kunden Ihre Möbel anpassen wollten, was für beide Parteien unbefriedigend war. Wir wollten dem Kunden die Freiheit ermöglichen, sein Möbel einfach selber an seine neuen Bedürfnisse oder Umstände anzupassen. Als Vater zweier Kinder stolperte ich immer wieder über Kugeln, bis ich eines Tages realisierte, dass das die Verbindung war, die ich für meine Module suchte.

Das Projekt ist nicht von heute auf morgen entstanden, oder?
Ja, die Grundidee entstand im Herbst 2003 zwischen 23.00 und 05.00 Uhr.
Da wir beide Erfahrungen mit unseren Verbindungstechniken Kugel (Mario) und Seil (Stefan) hatten, entwickelte sich schnell eine Symbiose daraus. Die Umsetzung war dann natürlich um einiges aufwendiger....
Und nun könnt ihr behaupten, 100% Swiss Made zu sein. Wie wichtig war euch das? 
Neben dem sozialen Aspekt war es auch ein notwendiger Schritt, in der Schweiz zu produzieren, weil unser hoher Anspruch an Präzision nur so gewährleistet werden kann.
"Made in Switzerland" ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern einer der zentralen Grundsätze der Xilobis-Firmenphilosophie.

Was sind die Vorteile einer lokalen Produktion?
Wir verteilen die Arbeit lokal an mehreren Zulieferanten in der Schweiz und arbeiten zusammen mit geschützten Werkstätten. Dadurch profitieren wir gegenseitig voneinander.


Wo steht ihr heute? Bekomme ich Xilobis nur in der Schweiz?
Die Logistik und Lagerbewirtschaftung wird vom Züriwerk in Altstetten betrieben. Von dort beliefern wir ein kleines Handelsnetz in der Schweiz und in Deutschland. Wir freuen uns immer wieder über Pakete, die wir ins Ausland verschicken dürfen.

Was ist euer Anspruch an Design?
Möbeldesign sollte einfach, praktisch und technisch schön gelöst sein. 

Ist es schwierig, in ein so simples System eine gewisse Abwechslung zu bringen? Woher kommt eure Inspiration?
Die Inspiration kommt von unseren Kunden. Die Einfachheit und Vielfalt des Systems lässt Raum übrig für Kreativität. Wir staunen immer wieder, was für einzigartige Möbel unsere Kunden zusammenstellen.

Könnt ihr uns ein Bild von eurem liebsten Arbeitsort senden und erklären was wir darauf sehen[SH1] .
Der Bogen…1 im Viadukt ist unser Showroom. Zugleich haben wir dort ein kleines Lager integriert. Man kann sich bei uns inspirieren und beraten lassen, sein Wunschmöbel mit uns zusammenstellen und danach direkt mit nach Hause nehmen.


Um nochmals auf die Legos zurückzukommen... Was könnte man rein theoretisch noch alles aus Xilobis bauen? Ein Haus? Wie sieht euer Luftschloss aus?
Über die Jahre wird man bescheidener und die Ideen werden eher leichter als grösser.

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Das perfekte Hemd

Schon zu Studienzeiten beschäftigten sich die beiden Carpasus-Gründer René und Michael mit diversen Projekten, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und dabei Kleidung zu produzieren, in der man sich wohlfühlen kann, die aber auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten überzeugt. 2015 wagten sie den Gründungsschritt – und stellen seither hochwertige Herrenhemden her, die bald von weiteren Produkten gefolgt werden sollen.

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Bei den Materialien geht sie gerne unkonventionelle Wege und wagt sich auch an Experimente – wie an ihre Idee, Schuhsohlen ressourcenschonend aus Pilzmyzel wachsen zu lassen. Auch beim Design lotet House of Aim gerne vordergründige Grenzen aus.