10
«ALL STORIES THAT INVITE TO READ AND SHOULD BE READ»
EDITION
our blog featuring stories of interest and information about exhibitors

PLAY & CREATE

17.04.2019

«Die Ideen liefern hauptsächlich die Kinder mit ihren Kunstwerken. »

Integration durch Kinderideen

Hinter eiswiekeis steckt das Atelier des Sozialunternehmens WG Treffpunkt, das unter anderem Stofftiere für Kinder fertigt, um Menschen in besonderen Lebenslagen bei der sozialen und beruflichen Integration zu helfen. Die handgenähten Stofftiere werden von den Kindern selbst entworfen und dann von erwachsenen Nähern und -Näherinnen ohne übertriebenem Zeitdruck produziert. Und obwohl sich das Atelier auch um anderes kümmert, mit den abwechslungsreichen, sinnvollen eiswiekeis-Stofftier-Einzelprojekten werden die Perspektive der zu Integrierenden positiv beeinflusst. Die Bereichsleiterin Krea Atelier Melanie Simoni erklärt es uns genauer…

In ein, zwei Sätzen: Was ist eiswiekeis?
EISWIEKEIS sind persönliche Stofftiere nach Kinderzeichnungen. Keine Massenware also, sondern ganz nach dem Geschmack der kleinen Künstler. Jedes Stück wird mit viel Liebe zum Detail und von Hand gefertigt. EISWIEKEIS bietet auch eine sinnvolle Tätigkeit für unsere Näher und Näherinnen, welche an der Tagesstruktur unserer sozialen Werkstätte teilnehmen.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Die Idee hatte unser früherer Leiter der Arbeitsbereiche. Er war auf der Suche nach einem innovativen Produkt, welches sich für die Produktion in einer sozialen Werkstätte geeignet, aber nicht einfach nur Fliessbandarbeit generiert. Die Stofftiere bieten eine sinnvolle, kreative Tätigkeit ohne übermässigen Termindruck. Nicht zuletzt bringen die Kinderzeichnungen das eine oder andere Lächeln mit sich und inspirieren, die Dinge mit anderen Augen zu sehen.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Wir haben einfach zu nähen begonnen. Nach und nach wurde die Idee verbreitet und die Bestellungen nahmen zu.

Näher und Näherinnen, die an der eiswiekeis-Tagesstruktur teilnehmen

Wer gehört heute zum Kernteam?
Wir sind zu fünft und hauptsächlich dafür zuständig, die Näher und Näherinnen in der Produktion zu unterstützen, die Qualität zu sichern und administrative Arbeiten zu erledigen. Wir sind ziemlich flexibel und arbeiten mit vielen Menschen zusammen. Einige bleiben Jahre bei uns, andere nur wenige Monate. 

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Jedes Kind braucht ein Stofftier: Das zuhören kann. Das in der Nacht Wache hält. Das mitkommt, wenn es etwas zu erforschen gibt. Eins, das wirklich was bedeutet, weil es selbst entworfen und keine charakterlose Massenproduktion ist, bei der die Hälfte weggeworfen wird.

Welche Tools, Arbeitsweise etc. nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Die Einzelstücke bedeuten relativ viel Arbeit und wenig Automatisierung, was schön, aber zeitintensiv ist. Am meisten hilft uns die Erfahrung, welche Details und Materialien sich unkompliziert und wie am wirkungsvollsten ein- und umsetzen lassen.

Materialien, die sich unkompliziert und wirkungsvoll ein- und umsetzen lassen

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibt’s ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Die Ideen liefern hauptsächlich die Kinder mit ihren Kunstwerken. Manchmal ergibt sich aus der Zeichnung eine neue Technik, welche wir dann weiterverwenden.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Grosse, helle Räume, meistens etwas Chaos und sehr bunt! Aber bei rund zwanzig Menschen, die hier arbeiten, ist es kein Wunder.

Was sind eure nächsten Projekte?
Wir möchten uns vor allem der weiteren Entwicklung des Labels in Bezug auf Materialwahl, Öffentlichkeitsarbeit, Homepage, Auftritte usw. widmen.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Nein.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, welche in der Region was tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Ein Ausflug auf die Hupp Lodge. Ein Kaffee im gemütlichen Bloomell Coffeehouse. Und den Oltner Durchgangsbahnhof mal als Destination wahrzunehmen, um den Abstecher in die Oltner Altstadt zu wagen – ist im Fall nicht so leid.

PLAY & CREATE
Des Zeitfischers gesunden Uhrenvirus

Martins Metallwerkstatt befindet sich in Zürich-Altstetten und ist Ort, in dem Dreh- und Fräsmaschinen an den Rändern des Raums thronen, eiserne Werkbänke auf Arbeit warten und ein Dutzend Uhren alle paar Minuten ein synchronisiertes, lautes Klack von sich geben, weil Mutteruhr ein Schaltimpuls an sie schickt. Martin erzählt uns, wie man vom Wanduhrenvirus infiziert wird.

WEAR & CARE
Common Sense und Intuition

Aber das Herzrasen seiner Kunden ist nicht immer seinen Kreationen zuzuschreiben, sondern manchmal offeriert er statt Tee, Kaffee und lässt ihn zu lange in der French Press stehen. Was es sonst noch zu c. gehrig zu sagen gibt, erzählt er uns selbst.

WEAR & CARE
Die goldigen Vier

Seit 22 Jahren führt Mireille das Geschäft und seit drei hat sie sich mit drei anderen Goldschmiedinnen zusammengetan, die wie sie einem Schmuckstück Leben einhauchen. Seit dem Zusammenschluss haben die vier Damen den Namen um «Die Goldschmiede» erweitert, weil es ihnen um die Pflege und Kultivierung des alten Goldschmiedehandwerkes geht.


PARTNER