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28.02.2019

«Die Welt braucht Maschinen, die uns nicht nur ein paar Jahre, sondern ein paar Jahrzehnte begleiten.»

Kaffeeerlebnis auch ohne George

ZURIGA ist schneller, einfacher, schöner, cooler und besser als die heutigen, herkömmlichen Kapselmaschinen. Und dies auch ein bisschen weil Mitbegründer Moritz Güttinger noch schlagfertiger daherkommt als George Clooney. Am Anfang von ZURIGA stand die rationale Idee eines Espresso wie in Italien. Aber aus einer Maschine, die so klein ist, dass sie in jede Tragtasche passt. So wurde die Idee ein Projekt. Und aus dem Projekt eine Manufaktur, wo passionierte Designer, Ingenieurinnen und Querdenker ihre Idee in die Realität umsetzen. 

Was ist Zuriga? In ein, zwei Sätzen… 
ZURIGA ist eine kleine Espressomaschine für Zuhause. Sie ist schnell, klein und einfach zu bedienen. Jede einzelne Maschine bauen wir von Hand zusammen in unserer Manufaktur in Zürich.

Wer hatte die Idee dazu?
Als ich vor drei Jahren meine italienische Espressomaschine aufgeschraubt habe, staunte ich nicht schlecht. Viele Teile waren aus Kunststoff, schlecht verarbeitet oder unpräzise montiert. So begann ich mit einem Studienfreund zu tüfteln.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Die ZURIGA sollte hochwertige Materialien, einfache Bedienung, ein formschönes Design und vor allem einen erschwinglichen Preis in sich vereinen: Viel Grübeln und Tüfteln in der eigenen Küche und später im kleinen Atelier machten dies möglich. Das Geld dazu kam aus einem Crowdfunding – die dort versprochenen Maschinen waren nach Minuten ausverkauft.

Das Zuriga Team macht Kaffeepause.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Sieben Personen, darunter Designer, Ingenieurinnen, Querdenker, Vollbluter und trotzdem alles Teilzeitarbeitende.

Wieso braucht die Welt euer Produkt oder eure Lösungen?
Die Welt braucht Maschinen, die uns nicht nur ein paar Jahre, sondern ein paar Jahrzehnte begleiten. Jedes Teil der ZURIGA ist reparierbar. Und die verarbeiteten Materialien altern in Würde.

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Nachdenken hilft. Und noch mehr hilft Ausprobieren. Neue Ideen skizzieren wir. Oder bauen sie aus Karton, Knete oder Lego. Dann testen wir. Und bauen einen nächsten Prototyp.

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Unsere Manufaktur steht ja in einem ehemaligen SBB-Gebäude. Da hat es einen kleinen, abschliessbaren Raum, in dem die SBB-Arbeiter früher ihr Znüni-Zigarettli rauchten. Wenn wir jetzt nach Ideen suchen, dann schliessen wir uns dort ein. Und kommen nicht mehr raus, bis sie rauchen – die Köpfe.

Einblick in eine Kaffeemanufaktur.

Die Zuriga entsteht.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Wir arbeiten in der ehemaligen Sattlerei der SBB-Wagons. Langsam verzieht sich der Duft des alten Leders und der von mahlfrischem Kaffee zieht ein.

Was sind eure nächsten Projekte?
Wir entwickeln gerade eine Mühle, wie sie die Welt noch nicht gesehen, aber vor allem noch nie gehört hat.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Alle sieben verdienen ihr Hauptbrot mit ZURIGA. Und alle haben wir noch unsere persönlichen Projekte. Unser Designer hilft einem grossen Uhrenhersteller, eine rezyklierbare Verpackung zu entwickeln. Die Ingenieurin entwickelt Schnittmuster für den Alltag. Und unser Monteur fährt fast wöchentlich zu seinen geliebten Obstbäumen im Jura.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Besuche hin und wieder die Hersteller der Produkte, die du dir leisten möchtest. Schau dich um und frage ihnen Löcher in den Bauch. Egal, ob zwei Kisten Wein vom kleinen piemontesischen Weingut, ein neuer Holztisch aus der Schreinerei oder die Ledertasche aus der Manufaktur – du wirst jeden Tag ein bisschen mehr Freude daran haben, weil dich eine Geschichte mit diesen Dingen des Alltags verbindet.

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