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PLAY & CREATE

22.05.2018

«DAS RESULTAT MUSS NICHT PERFEKT SEIN»

Bastelideen und mehr von Kindern für Kinder

Mehr Kreativitätsförderung für Kinder ist die Idee hinter KILUDO. Das von Annette Gröbly gegründete, digitale Magazin bietet ein kreatives Rundum-Paket für Kinder und Eltern. Besonders daran ist, dass die Inhalte von Kindern entwickelt oder zumindest von Kindern vorselektiert werden – und dadurch auch besonders gut auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind.


Was ist KILUDO? Und was nicht? In ein, zwei Sätzen?  
KILUDO ist ein digitales Magazin – ein Rundum-Kreativ-Paket mit Basteln & Gestalten, Spielen, Experimenten, Rezepten, Kinderliedern zum Herunterladen und Tipps für kulturelle Veranstaltungen – alles was es so für die kreative Freizeitbeschäftigung braucht. Das Einmalige am KILUDO ist, dass es von Kindern für Kinder gemacht wird. Das Resultat muss nicht perfekt sein. 
KILUDO ist nicht: Mustergültiges Katalogbasteln oder Gestalten, bei dem die Eltern am Ende alles alleine machen, sondern alle Ideen im Kreativmagazin sind von Kindern zwischen 3-10 Jahren vorher getestet und umgesetzt worden und regen das freie Gestalten und die Fantasie an. Die Eltern können viel von den Kindern abgucken. 

Wer hatte die Idee dazu und wie ist er/sie darauf gekommen? 
Gegründet wurde KILUDO von Annette Gröbly. Aus dem eigenen Bedürfnis, nach mehr Kreativitätsförderung für Kinder. Und weil sie kein Magazin gefunden hat, das inhaltlich etwas hergab und auf dem nicht irgendein Plastikspielzeug auf dem Titelblatt thronte. 


Bei KILUDO geht es auf den ersten Blick primär ums Basteln. Aber dahinter steckt auch Eure eigene Vorstellung von Kreativität. Und ein eigenes Lernkonzept. Könnt Ihr beides knapp umreissen? 
Der Weg ist das Ziel. Nicht das Endprodukt steht im Vordergrund, sondern der Prozess. Wir haben an uns selbst und auch an unseren Kindern beobachtet, dass es sehr wichtig ist, offline die Kreativität zu fördern – gerade in Zeiten der Digitalisierung. Wir haben auf unseren Berufswegen auch gemerkt, wie wichtig Kreativität im Berufsleben ist und wie sie uns persönlich weitergebracht hat. Zudem verbindet das gemeinsame Kreativsein Eltern und Kinder.
All unsere Kreativanleitungen wurden von Kindern gestaltet und gebastelt und unsere Fotografin inszeniert sie dann im Studio. Dies unterscheidet uns von anderen Bastel-Quellen, bei denen fast immer Erwachsene für Kinder basteln. Die Kinder sind bei diesem Vorgehen nicht frustriert, denn ihr Werk wird ihren ganz eigenen Charakter haben und sie können stolz darauf sein.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus? Und was war die grösste Hürde, die es zu überwinden gab?
Ganz trocken: 1. Businessplan erstellen 2. Einbezug von Experten (PHZ, Pädagogen, Schulen, Eltern, Kinder) und Erstellung eines Lernkonzepts 3. Umsetzung der ersten Ausgabe / gleichzeitig Kooperationspartner suchen. 4. Resultat: Digitales Kreativmagazin ohne Werbung. Zur Zeit durch Abos finanziert.
Grösste Hürde: Finanzierung. Es arbeiten nach wie vor sehr viele kostenlos oder mit einem kleinen Salär mit, da sie hinter der Idee stehen und KILUDO cool finden.

Wer gehört heute zum Kernteam? 
Annette Gröbly Frei und Claudia Jucker
Plus eine freischaffende Fotografin, Grafikerin, Texterin, Pädagogen, Eltern und Kinder


Wie läuft der Prozess bei euch ab, wenn Ihr eine neue Idee für KILUDO entwickelt? Ist Eure primäre Zielgruppe daran beteiligt, sind Eure Ideen also immer auch von Kindern getestet?
Die Idee respektive das Thema für ein neues Magazin entscheiden wir ein halbes Jahr im Voraus. Zum Teil ändern wir dieses aber auch kurzfristig. Natürlich passen wir die Themen saisonal an oder stimmen sie auf einen bestimmten Anlass ab.
Wir versuchen möglichst vielschichtig an ein Thema heran zu gehen und suchen gezielt nach passenden Geschichten, Musik oder Hörspiele zu einem Thema.

Prozess: 1. Thema definieren, 2. Ideen zusammensuchen und an die Pädagogen, Eltern, Kinder schicken für Feedback, 3. Bastel- und Gestalt-Arbeiten den Eltern zustellen. Immer ein paar zusätzliche Anleitungen, da nur das reinkommt, was den Kinder auch Spass macht 4. Die Fotos werden im Studio aufgenommen 5. Wir texten die Anleitungen und geben alles nochmals in die Runde zur Abnahme 6. Kontakt mit Kooperationspartnern, Musikern und Veranstalter aufnehmen. 7. Grafikerin macht Reinzeichnung 
Ja, unsere Zielgruppe ist immer daran beteiligt, dies ist zentral am KILUDO Magazin. Auch wir selber testen, gestalten, backen und kochen mit unseren eigenen Kindern. 


Wieso braucht die Welt Euer Magazin? Was bringt es den Kindern? Und vermutlich genauso wichtig: Was bringt es den Eltern? 
Gerade heute, wo die Zeit rennt und die Familienfahrpläne voll mit Schule, Hobbys und Sport sind, ist es uns wichtig, mit KILUDO eine Möglichkeit zu bieten, einmal durchzuatmen und den Kindern Inspirationen zu liefern, die fernab vom i-Pad oder Netflix sind. Es soll Eltern wie auch Kinder dazu auffordern, der Fantasie ohne Erwartungshaltung und Druck freien Lauf zu lassen. Somit haben alle etwas davon und mit den Anleitungen von KILUDO kann man mit einfachsten Mitteln loslegen, ohne zuerst mit einer endlosen Einkaufsliste durch die Stadt zu hetzen. 

Für Eltern:
Wir bieten den Eltern quasi ein Rundum-Paket an und nehmen ihnen das endlose Suchen im Netz ab. Wir bieten saisonale Kreativideen zum Basteln, Spielen, Experimentieren, Kochen / Backen plus aktuelle Veranstaltungstipps. Alles wurde vorab von Kindern getestet und ist mit einfachsten Materialien umsetzbar.
KILUDO kommt als druckoptimiertes PDF, so dass auch einzelne Seiten ausgedruckt werden können. Für Leute, die eher bastelfaul sind oder sich selbst als ungeschickt betrachten, haben wir Vorlagen zum Downloaden.


Für Kinder:
Bei den Kindern werden die Fein- und Grobmotorik, Kreativität, das Kognitive etc. gefördert.
Coole Ideen, die von anderen Kindern getestet und mitentwickelt wurden. Kreative gemeinsame Zeit mit den Eltern oder zusammen mit anderen Kindern immer wieder Neues entdecken und ausprobieren.

Wie kommt ihr auf neue Ideen? Gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst? Bekommt Ihr auch Feedback von Euren Lesern, aus dem Ihr dann etwas neues entwickeln könnt? Und nehmen die Ideen vielleicht auch manchmal überhand, so dass Ihr Euch zurücknehmen und etwas reduzieren müsst?
Der Ideenfluss bei uns im Team läuft super. Wir haben witzigerweise oft die gleichen Ideen und ergänzen uns auch sehr gut. Viele Inspirationen kommen über unsere Pädagogen, aus unserem Fundus, aus alten Bastelbüchern oder wir entwickeln sie selber. 
Eigentlich haben wir immer zu viel und müssen uns dann reduzieren. Das ist aber auch gut so, denn nur so bekommen wir die bestmögliche Qualität und können so unsere Lieblingsideen mit ins Magazin nehmen. Auch wenn sich gewisse Bastel-, Spielideen oder Experimente beim Ausprobieren nicht bewähren, werden sie aus dem Konzept gestrichen.
Und Ja, es kommen immer wieder Kinder auf uns zu, die sagen, dass sie ein Idee für KILUDO hätten und sie was fürs KILUDO entwickelt haben. Und klar nehmen wir diese Ideen mit Handkuss auf. Denn KILUDO soll auch Kinder ansprechen.


Was sind eure nächsten Projekte? 
Die KILUDO Sommerausgabe zum Thema Geburtstag, aber auch viele kleinere Projekte auf dem Weg dahin. 

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Annette hat auch noch andere Aufträge und entwickelt und erarbeitet für grosse und kleinere Kunden eigene Kindermagazin-Formate. Aber auch Give-aways und Events. Zudem ist Annette beim KinderKulturKalender aktiv und vermarktet noch den Gschichtefritz. Am Ende dreht sich alles um Kinder und um das Kreativsein.
Ebenso bei Claudia und ihrem Blog Hoi Berlin www.hoiberlin.com. Sie schreibt über Familiendinge, Persönliches, über ihre Herzensstadt Berlin und hält Rezepte, Tipps fürs Reisen und natürlich DIY Ideen bereit.
Wir haben beide eine Familie und Kinder und können unsere Jobs super zusammen verbinden und kombinieren. Ohne unsere Kinder gäbe es unsere Jobs nicht.

Welche 3 Sachen empfiehlt ihr Freunden mit Kindern bei euch in der Region zu tun/essen/erleben/kaufen?
Annette: Essen im tibits, da es super lecker und unkompliziert ist, Brunch im Babus Bakery oder im Silo. Am Sonntag an ein Ohrenauf-Konzert im Stall 6 oder an die Krokodilfarm im Miller’s Studio. Zum Shoppen habe ich unter der Woche oder am Wochenende keine Zeit, dies hole ich meistens in den Ferien oder mit Freundinnen bei einem Städtetrip nach.
Claudia: Sonntagsbrunch in der Ziegelhütte, Käfelä und in der Buchnische verschwinden im Kosmos. Mittwochnachmittag ins Houdinli Kino, shoppen bei Zirkuss, im Tiger-Fink Familyshop oder im Making Little Things und übernachten im 25hours an der Langstrasse.

Hört ihr Musik beim Arbeiten? Was denn (Top 5 Playlist)?
Meistens nicht, da es zu sehr ablenkt, aber wenn, dann: 
Annette: Spotify
Claudia: fm4 oder Virus (Radio Streaming) oder Podcasts: Fest & Flauschig bei Spotify oder Hotel Matze bei SoundCloud

COOK & SHARE
Weil Leitungswasser das beste Wasser ist

Gemeinsam mit der Initiative DRINK & DONATE arbeitet das Team von FILL ME bottle an seiner Vision: Weniger Wasser in Flaschen zu kaufen und mehr Schweizer Leitungswasser zu trinken – denn Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel der Schweiz. Zweck des Ganzen ist, den Import von Trinkwasser in Plastikflaschen zu begrenzen. Zudem werden mit einem Teil des Erlöses gleichzeitig Trinkwasserprojekte in Ländern unterstützt, in denen der Zugang zu sauberem Wasser nicht so selbstverständlich ist wie in der Schweiz.

Urban Agriculture
Rare Pflanzenerzeugnisse

Patrick Biedermann ist der Betreiber der Homatt Kulturgärtnerei: Hier hegt und pflegt er die seltenen alten Pflanzensorten, die von ProSpecieRara als schützenswert ausgewiesen wurden - und bietet sie gerne allen an, die ebenfalls an den Nutzpflanzen früherer Generationen interessiert sind. Die alten Pflanzen bergen sowohl geschmacklich als auch in Bezug auf die genetische Vielfalt ein enormes Potenzial in sich.

PLAY & CREATE
Schöne Grüsse aus Eglisau

Das alte Wohnhaus mit Atelier ist Lebensort und zugleich kreatives Refugium der Grafikerin und Illustratorin. Umgeben von Objekten aus aller Welt bringt die passionierte Sammlerin ausgerüstet mit Stift und Papier hier ihre Ideen zu Papier. Die wunderschönen Postkarten und verschiedenen Druckerzeugnisse können im Online-Shop schönegrüsse.ch bestellt werden. Oder man besucht das kleine Lädeli in der hübschen Altstadt von Eglisau – und trinkt gleich noch einen Kaffee gegenüber.