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DRIVE & DISCOVER

30.07.2019

«Wir gehen gerne Risiken ein, um die Stabilität, Integrität und Schönheit der Natur zu schützen bzw. wiederher- zustellen.»

Kletternde Weltrettung

Das Beste, was eine Firma für Nachhaltigkeit tun kann, ist, solch hochwertige Produkte herzustellen, dass sie jahrelang halten und repariert werden können, damit der Kunde weniger davon kaufen muss. Händler-Service-, Marketing- und Umweltkoordinatorin Vanessa Rueber von Patagonia in Aigle, Kanton Waadt, erläutert ein bisschen, wies bei ihnen zu dieser Erkenntnis kam und sie zum weltweiten Grossunternehmen wurden, das den Planeten retten will.

Was ist Patagonia? In ein, zwei Sätzen…
Patagonien ist eine Outdoor-Bekleidungsmarke. Unsere Werte spiegeln die eines Unternehmens wider, das von einer Gruppe von Kletterern und Surfern gegründet wurde, welche den minimalistischen Stil förderten.

Wer hat Patagonia gegründet?
Yvon Chouinard. Er startete seine Kletterkarriere im zarten Alter von 14 Jahren. Zu dieser Zeit war er Mitglied vom Southern California Falconry Club, in dem Habichte und Falken für die Jagd abgerichtet wurden. Nachdem einer der Erwachsenen, Don Prentice, ihm beigebracht hatte, sich zu den Falkenhorsten an den Klippen abzuseilen, begeisterten sich Yvon und seine Freunde so sehr für den Klettersport, dass sie als blinde Passagiere auf Güterzügen aufsprangen und ins westliche Ende des San Fernando Valleys oder zu den Sandsteinfelsen von Stony Point fuhren, wo sie sich das Hinaufklettern sowie das Abseilen beibrachten, bis sie Profis wurden. 1973 gründete Yvon dann offiziell das Unternehmen Patagonia, das heute fast überall auf der Welt Filialen hat. 

Welche Werte sind euch wichtig?
Patagonia ist aus dem entstanden, dass Yvon das Zubehör fürs Klettern herstellte. Der Alpinismus bleibt bis heute der Kern seines weltweit tätigen Unternehmens, aber auch fürs Skifahren, Snowboarden, Surfen, Fliegenfischen, Mountainbiking und Trailrunning wird heutzutage produziert. All diese Sportarten brauchen keinen Motor und sind selten mit rauschendem Beifall verbunden. Sondern jede dieser Sportarten belohnt einen in Form von mühsam erkämpfter Anmut und Augenblicken der Verbundenheit zwischen Mensch und Natur.

Ducote K0109 BP: Pulli repariert

Wer steckt heute hinter Patagonia?
Patagonia ist ein privates Unternehmen und noch immer im Besitz von Yvon Chouinard. Rose Mercario fungiert als CEO und schreibt gerne Briefe, welche klar zu verstehen geben, dass reparieren ein fundamentaler Akt eines gesunden Umweltbewusstseins ist.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Unser Hauptbüro ist in Ventura, Kalifornien, USA. Jedes Land in Europa hat ein eigenes Büro und Showroom. Auch in Japan und Australien sind wir vertreten. Hier in der Schweiz findet man uns in Zürich und in Aigle, wo ich tätig bin. 

Welche Geschichte von eurem «Worn Wear®: Better Than New» sollte die Welt kennen?
Krishna, selbst ein begeisterter Kleidermacher, ist von Seattle nach San Francisco gefahren, aus dem Hinterland gerettet worden und hat in seiner 15-jährigen grauen Hose eine Familie grossgezogen. Genau für solche Geschichten sind wir im Geschäft, um unseren Heimatplaneten zu retten. Eine der verantwortungsvollsten Aufgaben, die wir als Unternehmen übernehmen können, ist die Herstellung von so hochwertigen Produkten, dass sie jahrelang halten und der Kunde nicht mehr vom gleichen kaufen muss.

Worn Wear®: Better Than New Patch

Was sind eure grössten Herausforderungen?
Die Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, brauchen eine führende Hand. Sobald wir ein Problem erkannt haben, handeln wir, um es zu lösen. Wir gehen gerne Risiken ein, um die Stabilität, Integrität und Schönheit der Natur zu schützen bzw. wiederherzustellen.

COOK & SHARE
Zürichs kleinste Markthalle

Dass diese feinen Delikatessen hier nicht erhältlich waren, stellte ein Problem dar für die beiden Feinschmeckern. Also eröffneten sie einen Laden namens Pure & Tasty. Ein Hotspot für Delikatessen aus aller Welt im Zürcher Kreis 4. Lydia erzählt uns, wie es dazukam.

FIT & WELL
Richtig eingeseift

Die Seifenmacher-Manufaktur ist vollumfänglich in Familienhand: Mama kümmert sich um Konfektion und Versand ins Unterland. Papa steht in technischen Fragen beiseite und behält einen kühlen Kopf, wenn scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Und Beat als Kern der Seifenmacherei leitet die Produktion und ist für die komplette Entwicklung verantwortlich. Im Dorf wird bereits gemunkelt, dass kein Aroser besser duftet als die Urechs. Gell, Beat…

COOK & SHARE
Pasta-Königin durch und durch

Das erste namens «zu Tisch.» dokumentiert ihr Supperclub-Projekt «a tavola!» und handelt kulinarische Ideen und Vorstellungen von Gastfreundschaft ab. Das zweite, «Pasta», ist der Pearsons Herbst 2018 Epiphanie. Die Schwestern veröffentlichten letzteres sogar über den eigenen Verlag Edition Gut. Anna erleuchtet uns auch hier mit ihren Essens- und Kochwissenschaften.


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