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Das Journal ist unser Blog und bietet Informationen zu Ausstellern oder Stories die uns interessieren.

MEET & GREET

16.03.2018

Kochen für den Frieden

Cuisine sans frontières bittet zu Tisch, um Konflikte zu lösen und Gemeinschaft zu fördern. Denn: Gemeinsam kochen und essen bedeutet Lebensqualität. Gespräche werden geführt, Beziehungen geknüpft, Probleme gelöst. Das stärkt das Fundament jeder Gemeinschaft. Um das zu erreichen, baut der gemeinnützige Verein in Krisengebieten oder sozialen Konfliktsituationen gastronomische Treffpunkte und Ausbildungsstätten auf.

Was ist Cuisine sans frontières?
Cuisine sans frontières ist ein gemeinnütziger Verein, der sich in Projekten auf der ganzen Welt für Konfliktlösung und Gemeinschaftsförderung einsetzt.

Wie geht ihr dafür vor?
Wir schaffen gastronomische Treffpunkte und Ausbildungsstätten. Dort können sich Menschen begegnen, sich austauschen – ein Dialog entsteht. Dabei arbeiten wir immer mit einem lokalen Partner. Ziel ist stets, den wirtschaftlich eigenständigen Betrieb der Projekte langfristig sicherzustellen. Wir leiten den Projektaufbau, betreuen die Inbetriebnahme und unterstützen das Projekt mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, fachlichem Know-how und finanziellen Mitteln. Das Projekt wird dann dem lokalen Partner übergeben, wir begleiten es auf dem Weg in die Selbständigkeit.

In welchen Ländern seid ihr aktiv?
Aktuell haben wir Projekte im Libanon, in Ecuador, in Kenia und in Zürich. Wir waren ausserdem u.a. schon aktiv in Kolumbien, Brasilien, Georgien und in der Demokratischen Republik Kongo.


Sind derzeit neue Projekte geplant?
Ja, wir evaluieren gerade verschiedene Möglichkeiten, noch ist aber nichts spruchreif.

Wer steckt hinter Cuisine sans frontières?
Gegründet wurde der Verein 2005 von David Höner, er leitet jetzt unser Projekt in Ecuador. Der fünfköpfige Vorstand besteht aus Martin Roth, Mitgründerin Monique Zumbrunn, Ivo Müller, Sebastian Büchler und Tobias Lengsfeld. Der Vorstand engagiert sich ehrenamtlich und entscheidet über die Projekte und Verwendung der finanziellen Mittel. In der Geschäftsstelle arbeiten Geschäftsleiterin Anna Hofmann und Mareike Biegert, sie verantworten die professionelle Umsetzung der Projekte. Das ist aber längst nicht alles: Cuisine sans frontières kann auf ein enormes persönliches Engagement vieler Freiwilliger zählen. Sie leisten jedes Jahr mehreren tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit, ohne die all die Projekte gar nicht möglich wären.


Wie finanziert ihr eure Arbeit?
Über Spenden, Mitglieder- und Stiftungsbeiträge sowie die Benefizveranstaltung Kitchen Battle.

Was ist der Kitchen Battle?
Am Kitchen Battle treten an mehreren Abenden jeweils zwei Kochteams bekannter Restaurants vor Publikum gegeneinander an – von Szenebeiz bis Haute Cuisine. Sie müssen beide mit denselben Produkten kochen, also mit demselben Warenkorb. Den Inhalt erfahren sie erst am Tag des Battles. Innert zwei Stunden kreieren sie daraus ein Vier-Gang-Menü, das am Abend den Gästen und einer Jury serviert wird. Die Kochteams sowie unzählige Freiwillige arbeiten ehrenamtlich, Lebensmittel und Infrastruktur sind gesponsert. So fliesst der Erlös aus den Ticketverkäufen direkt in unsere Projekte.

Und wie wird entschieden, wer gewinnt?
Die Gäste essen alle Gerichte von beiden Teams und dürfen nach jedem Gang entscheiden, was besser geschmeckt hat. Dazu gibt es die fünfköpfige Fach- und Prominentenjury, die ebenfalls bewertet, was auf den Tellern ist.

Seit wann gibt es den Kitchen Battle?
In Zürich bereits seit 2009, wir feiern dieses Jahr also die 10. Ausgabe! In den letzten Jahren fanden ausserdem Battles in Basel, Bern und Luzern statt. Dieses Jahr touren wir zwischen dem 25. Oktober und 10. November durch drei Städte: Luzern, Zürich und Bern.

Mehr zum Verein und den Projekten:
www.cuisinesansfrontieres.ch

Mehr zum Kitchen Battle
www.kitchenbattle.ch

LIVE & WEAR
Aus Nachfrage wird Angebot

2012 gründeten Baba Steiner und Mary Steiner ihr Label We love you love. Und zwar aus der schlichten Motivation heraus, dass die Dinge, die sich als werdende Mütter damals wünschten, in der Schweiz schlichtweg nicht oder nur mit Zollaufschlag zu haben waren. Der Eigenimport war die logische Konsequenz. Und so grosser Anklang ihres mit viel Liebe kuratierten Sortiments die Folge, dass heute ein kleines Unternehmen daraus geworden ist.

LIVE & WEAR
Schwerter zu Webstühlen

Frieden durch Handwerk: Das ist die Idee hinter Protsaah, mit der Gründerin Saloni Shrestha Konfliktregionen in aller Welt befrieden möchte – und vor allem Kaschmir, der Region, in der sie während ihrer Kindheit ein paar wundervolle Jahre verbrachte. Indem sie mit der Vermarktung traditioneller Handwerksprodukte aus Kaschmir und anderen Regionen den dortigen Handwerkern ein stabiles Einkommen verschafft, sorgt sie gleichzeitig für die Motivation, das Handwerk zu erhalten – und sich den eigenen Lebensunterhalt mit eigener Leistung zu verdienen, anstatt zu marodieren, zu plündern und die eigene Heimat noch weiter in den Abgrund zu reissen.

LIVE & WEAR
Echte Feintäschnerei aus Italien

100 % Made in Italy ist bei Taschen heute seltener, als man glauben möchte. Bei Laura von Hagens Label Lahara stimmt diese Angabe jedoch durch und durch: Das für ihre Taschen verwendete, pflanzlich gegerbte Leder stammt aus Italien, und auch die gesamte Produktion findet in einem spezialisierten Handwerksbetrieb in Italien statt. Modernes, zeitloses Design mit funktionalem Charakter steht bei Lahara im Vordergrund – damit aus allen Taschen echte Lieblingsstücke werden, die man nicht schon nach einer Saison wieder aussortiert.