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06.03.2019

«Bestellt ein Kunde sechs Allschwiler Stühle so wird er auf Wunsch in den Herstellungsprozess miteinbezogen.»

Komplexe Einfachheit: der Allschwiler Stuhl

Als Designer, Planer, Macher verbringen sie kaum zwei Tage gleich: sie entwerfen und bauen Räume für Privatpersonen, Firmen und Institutionen. Sie entwickeln und produzieren schöne, funktionale, perfekt verarbeitete Möbel und Alltagsutensilien. Egal ob Einzelstück, Kleinserie oder serielles Produkt, THISMADE setzt alles daran, seine Designs in Zusammenarbeit mit einer Eingliederungsinstitution und weiteren Betrieben in der Schweiz herstellen zu können. Wer dabei was und wie genau macht, erklären uns Barbara und This Reber anhand ihres neuen Allschwiler Stuhls.


Bitte beschreibt euer spezielles Produkt möglichst präzise in einem Satz.
Dem Allschwiler Stuhl – wir würden ihn in seiner endgültigen Form nicht als Stabelle, sondern als «Gratleistenstuhl» bezeichnen, obwohl er technisch eine Ableitung von der klassischen Stabelle darstellt – ging ein Tisch voraus, ein Einzelauftrag von einem Ehepaar, das ein ganz spezifisches Anliegen hatten. Als der Allschwiler Tisch in seiner definitiven Form geboren war, konnte man ihn geradezu nach passenden Stühlen schreien hören…

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, gibt es eine schöne Anekdote dazu?
Dem Allschwiler Stuhl – wir würden ihn in seiner endgültigen Form nicht als Stabelle, sondern als «Gratleistenstuhl» bezeichnen – ging ein Tisch voraus, ein Einzelauftrag für Leute, die ein spezifisches Anliegen hatten. Als der Allschwiler Tisch in seiner definitiven Form geboren war, konnte man ihn geradezu nach passenden Stühlen schreien hören…

Warum braucht man diesen Stuhl unbedingt, was genau macht ihn so speziell? 
Der Allschwiler Stuhl ist ganz aus Massivholz gefertigt – und obendrein wunderbar bequem! Seine Stabilität verdankt er der «Verschränkung» von Beinen und Rückenlehne mit den Gratleisten, seinen Charakter der Verbindung zwischen traditioneller Machart und innovativen Lösungsansätzen.

Komplexe Einzelteile in einem präzisen Zusammenspiel: der Allschwiler Stuhl.

Gestalterin und Gestalter: Barbara und This Reber

Was war bestimmend für das Aussehen: Funktion, Form oder Idee?
Ganz klassisch: ein konsequent geführter Dialog zwischen Funktionalität und Formgebung.

Woraus besteht das Möbel und wieso gerade diese Materialien?
Wir verwenden ausgesuchtes Massivholz: Ulme, Esche, Nussbaum oder andere, vorzugsweise europäische Hölzer. Massivholz verfügt über eine schöne und angenehme Oberflächenstruktur, über gute Verarbeitungseigenschaften. Und nicht zuletzt kann ein solcher Holzstuhl in seinem unendlich langen Leben immer und immer wieder aufgefrischt werden.

Wie und wo wird der Stuhl hergestellt und wer macht ihn genau?
Der Allschwiler Stuhl wird mit klassischen Handwerkstechniken in unserer eigenen Werkstatt in kleinen Serien hergestellt. Allschwiler Stühle werden nicht lackiert, sondern von Hand feingeschliffen und geölt. Bestellt ein Kunde beispielsweise sechs Allschwiler Stühle für sein Esszimmer, so wird er auf Wunsch in den Herstellungsprozess miteinbezogen. Er kann neben der Holzart sogar den Stamm auswählen, aus dem seine Stühle gefertigt werden, und das Holzbild von Sitz und Lehne mitbestimmen.

Was ist wirklich schwierig an der Herstellung?
Der Allschwiler Stuhl besteht aus einer Reihe komplex geformter Teile, die mit Hilfe von Schablonen in zahlreichen Arbeitsschritten hergestellt werden. Das erfordert handwerkliches Können und eine sehr präzise Arbeitsweise.

Im Rück- und Ausblick, wo liegen die Schwächen und wo die Stärken?
Dem Allschwiler Stuhl haftet ein Hauch seiner spröden Vorfahren an, was dazu führt, dass man ihn für unbequem halten könnte - bis man sich daraufsetzt und das Gegenteil erfährt.

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