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COOK & SHARE

22.03.2019

« Meine Devise ist es, proaktiv mit den Leuten reden.»

Marketing für den Regenwald

Als Kind wollte Maria Gärtnerin oder Bundesrätin werden. Heute tut sie irgendwie beides: Sie pflückt und verkauft mit ihrem Unternehmen Original Food Wildkaffee aus dem bedrohten Regenwald und setzt sich so für die bedrohten Lebensbedingungen der dortigen Bevölkerung ein. Voller Überzeugung widmet Maria ihren ganzen Arbeitstag dafür, den sie natürlich mit ihrem eigenen, frischen Kaffee beginnt. Dass bei all dem ihre Worklife Balance ab und zu etwas in Schieflage gerät, nimmt sie aber gerne in Kauf.

Maria Mueller

Was wolltest du als Kind werden? 
Als Kind wollte ich so ziemlich alles werden, von der Tierärztin über Lehrerin, Drogistin, Gärtnerin bis hin zur Bundesrätin. Gelandet bin ich via Handelsschule letztlich im Marketing.

Wie bist du zu Original Food gekommen?
Zum Wildkaffee-Projekt und somit zur Gründung der Original Food in der Schweiz kam ich aus purem Zufall über einen Zeitungsbericht in der NZZ. Die Idee, Wildkaffee als Spezialität zu vermarkten, damit Einkommen zu schaffen und gleichzeitig den Regenwald zu schützen, hat mich sofort fasziniert. Ein so einzigartiges Produkt aus einem rundum nachhaltigen Projekt, da spürte ich Potential! Als Marketeer war es schon immer meine Leidenschaft, Produkte zu vermarkten, die unsere Sinne ansprechen. Angefangen habe ich ganz klassisch im Waschmittelmarketing, später wechselte ich in die Lebensmittelbranche zum Käse.

Wie sieht dein Arbeitstag aus?
Kaffeemaschine einschalten, Mailbox öffnen und dann geht es meistens schon los mit dem Alltagsgeschäft. Zu kurz kommt häufig die Zeit für strategische Arbeit.

Was liebst du an deiner Arbeit?
Vor allem die Möglichkeit, etwas wirklich Nachhaltiges zu schaffen, die täglich neuen Herausforderungen, die vielen Menschen, die ich kennenlerne, aber auch die Freiheit, Entscheide zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Und natürlich, den Duft von frisch geröstetem Kaffee!


Welchen Herausforderungen begegnest du und wie?
Herausforderungen betreffen häufig die Beschaffung. Da läuft nicht immer alles reibungslos bei Importen aus fernen Ländern. Im Allgemeinen werde ich jedoch ganz gerne etwas gefordert, denn es gibt immer eine Lösung. Meine Devise ist es, proaktiv mit den Leuten reden.

Was ist dein erster Gedanken am Morgen nach dem Aufstehen?
Was könnte es denn anderes sein als (Wild)-Kaffee?

Was antwortest du, wenn dich jemand abends fragt, was du den ganzen Tag gemacht hast?
Das ist meist schwierig, da immer viel los ist und kein Tag wie der andere abläuft. Es gibt aber fast jeden Tag etwas «Unerwartetes» zum Erzählen.

Was fällt dir zu «Work-Life-Balance» ein?
Dass meine Work-Life-Balance häufig in Schieflage ist! Ich nehme mir zwar immer vor, mehr Zeit für mich schaffen, doch der Alltag wirft meine Pläne häufig über Bord.

Stress und Langeweile?
Ich versuche Stress möglichst klein zu halten und nicht allzu hohen Druck aufzubauen. Irgendwie klappt es am Schluss immer. Wichtig ist dabei, dass ich auf mein Team zählen darf und wir alle am gleichen Strick ziehen. Langeweile, was ist das?


Wie verbesserst du die Welt? 
Ich glaube, dass wir mit jeder Bohne Wildkaffee ein klein wenig die Welt verbessern: echten Kaffeegenuss für uns Konsumenten, Einkommen für die Bauernfamilien und Schutz für den Regenwald und unser Klima.

Wie oder was würdest du ändern, wenn du könntest? 
Die WERT-schätzung für Lebensmittel und für die Arbeit der Produzenten dahinter weltweit verbessern.

Wo und was wirst du in zehn Jahren tun?
Ich hoffe, dass ich dann noch immer Wildkaffee und weitere Köstlichkeiten der Natur vermarkten darf.

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