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COOK & SHARE

04.06.2019

«GARTENGOLD verfolgt einen Triple-Bottom-Line-Ansatz. Das ist (hoffentlich) das Zukunftsmodell für viele Unternehmen. Vernünftigen Konsum ermöglichen ohne zusätzlichen Ressourcen- verschleiss. »

Most statt Kompost

Auf jeden Fall viel mehr als nur Premium-Most ist GARTENGOLD aka Hashtag SaftWithAMission. Sie «vergartengolden» frische, ungenutzte Äpfel von 700, teils seltenen Hochstammbäumen zu hochwertigen, schmackhaften Apfelgetränken. Damit setzen sie ein konsequentes Zeichen gegen unsäglichen Food-Waste und retten Bäume, die ohne GARTENGOLD vom Roden bedroht wären. Stefan Brügger erzählt uns mehr über ihren Beitrag zum Erhalt der Biodiversität, eines intakten Landschaftsbildes und gelebter Inklusion.

Was ist Gartengold? In ein, zwei Sätzen… 
Wir sind Most statt Kompost oder #SaftWithAMission! Wir «vergartengolden» nicht verwendete, frische Hochstammäpfel zu feinen Premiumgetränken. Die Ernte von inzwischen rund 700 Hochstammbäumen, darunter viele alte und seltene Sorten, erledigen Teams von Menschen mit Behinderung. 

Der Apfel, der vom Stamm fallen muss.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Den Gründern Albert Gebhardt und Leo Wilhelmi, zwei HSG-Studenten, ist beim Joggen im Spätherbst/Winter aufgefallen, wie viele Hochstammbäume in der Ostschweiz Früchte tragen, die nicht geerntet werden. Da haben sie sich überlegt, was man mit diesem brachliegenden Schatz Sinnvolles anstellen könnten und sind auf die Idee gekommen, zusammen mit sozialen Unternehmen hochwertigen Apfelsaft zu produzieren.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Zuerst musste Kontakt aufgenommen werden mit den Baumbesitzernprivate und auch Bauern waren darunter. Diese wurden dann zu den ersten GARTENGOLD «Baumspendern». In den kommenden Jahren, als der Bedarf immer mehr stieg, wurden Baumspender in relevanten Regionen per Besuch, Telefon, via Gemeindepublikationen, Kirchenzeitungen und Aushänge gesucht. Heute läuft das mehrheitlich über unsere Webseite und Social Media.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Ann Kristin Seige, Stefan Brügger und Olivia Häberlifür Business Development/Marketing, Vertrieb, Administration und Prozesskoordination. Die eigentliche Wertschöpfung passiert bei unseren Partnern: Soziale Unternehmen, Abfüller, Moster, Logistiker etc.

Wieso braucht die Welt euer Produkt?
GARTENGOLD verfolgt einen Triple-Bottom-Line-Ansatz. Das ist (hoffentlich) das Zukunftsmodell für viele Unternehmen. Vernünftigen Konsum ermöglichen ohne zusätzlichen Ressourcenverschleiss. Bei uns ist das kommerzielle Ziel Mittel zum Zweck sozusagen, um soziale und nachhaltige Zielsetzungen zu erreichen. Dazu setzen wir Zeichen und lancieren immer wieder wertvolle Diskussionen in aktuellen Themen wie z.B. Food-Waste-Vermeidung, Biodiversität-Erhalt und Inklusion.

Food-Waste-Vermeidung, Biodiversität-Erhalt und Inklusion = big smilies!

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Austausch, Marktbeobachtung (Beschaffung/Absatz), Netzwerk, Social Media.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Nicht sehr spannend. 

Was sind eure nächsten Projekte?
Wir haben im 2018 einen Craft-Cider lanciert und es folgen weitere innovative Apfelgetränke. 

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Unterschiedlich. Stefan Brügger widmet sich aktuell als einziger voll und ganz dem GARTENGOLD.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Wir haben unser Office in Zürich, da empfehlen wir z.B. das Restaurant Rechberg oder Equi-Table.

Hört ihr Musik beim Arbeiten? Wenn ja, was
Nein, wir hören keine Musik bei der Arbeit, weil die Playlists sehr unterschiedlich sind.

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