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COOK & SHARE

21.07.2018

«UNSERE KUNDEN WÜNSCHEN KEINE WEGWERFWARE, SONDERN LANGLEBIGE UND NACHHALTIGE PRODUKTE MIT EINEM SCHÖNEN DESIGN»

Nachhaltige Hausgeräte sind langlebige Hausgeräte

Miele gehört zu den ganz grossen Namen im Bereich der Haushaltsgeräte. Bei der Gründung im Jahre 1899 standen Milchzentrifugen im Mittelpunkt – daraus entwickelte sich mit der Zeit ein umfassendes Programm. Und ein Ruf, der in der Branche seinesgleichen sucht. Denn Miele-Geräte sind für eine aktive Betriebszeit von 20 Jahren ausgelegt, können immer wieder repariert und am Ende zu 85% wiederverwertet werden. Davon abgesehen bieten sie hohen Bedienkomfort und sind perfekt auf die Bedürfnisse im modernen Haushalt abgestimmt. Ganz dem eigenen Motto entsprechend: Immer besser.

Wofür steht Miele? 
Miele ist der weltweit führende Anbieter von Premium-Hausgeräten für die Produktbereiche Kochen, Backen, Dampfgaren, Kühlen/Gefrieren, Kaffeezubereitung, Geschirrspülen, Wäsche- sowie Bodenpflege. Das Unternehmen, welches 1899 gegründet wurde und bis heute in Familienhand ist, hat die klare Vision, das nachhaltigste Unternehmen in der Branche zu sein.

Wo liegen die Anfänge von Miele? Und wie sieht der Weg von der Herstellung von Milchzentrifugen bis zu DEM Hersteller von Küchen- und Haushaltsgeräten aus?
Ab 1910 gibt es die erste Miele Waschmaschine mit eigenem Elektromotor, der auch die Wringmaschine antreibt. Die Basis für diese Innovation bildeten die Milchzentrifugen. Bereits seit 1931 bringt Miele Staubsauger auf den Markt und In den 50er Jahren verlässt die Waschmaschine die Waschküche und erobert die Etagenwohnung. Damit ändert sich auch ihre Form – sie wird rechteckig. 1963 kommt der erste Geschirrspüler von Miele hinzu.


Wenn man sich z.B. für einen Herd entscheidet: Warum sollte es Miele sein? Und was kann man auf diesem Gebiet in Ostwestfalen besser als irgendwo anders auf der Welt? Und sind sich Ostwestfalen und Schweizer vielleicht irgendwo ähnlich?
Man weiss, dass das Kochfeld einen kurzen Weg in die Schweiz hatte und in Deutschland produziert wurde. Beide Kulturen legen hohen Wert auf Qualität und Langlebigkeit. Unsere Kunden wünschen keine Wegwerfware, sondern langlebige und nachhaltige Produkte mit einem schönen Design. Deshalb war die Schweiz wohl auch eine der ersten Auslandgesellschaften und seit jeher einer der wichtigsten Märkte für Miele Produkte.

Mieles Motto ist „Immer besser“. Geht das überhaupt noch? Oder sind Haushaltsgeräte nicht irgendwann ausentwickelt, so dass keine Steigerung mehr drin liegt? Und wenn es noch Steigerungen gibt: Sind die vor allem auf dem Papier relevant, oder merken sie die Kunden tatsächlich noch?
Seinen Kunden bietet Miele Produkte, die Massstäbe setzen bei Langlebigkeit, Leistung, Bedienkomfort, Energieeffizienz, Design und Service. Dies entspricht dem Leitmotto „Immer besser“, das bereits die Gründer Carl Miele und Reinhard Zinkann auf ihre ersten Maschinen druckten – und das Miele bis heute prägt. Jedes Produkt wird für eine Laufzeit von 20 Jahren getestet und wir verfügen auch 15 Jahre nach Ablauf einer Serie über Ersatzteile. Die Kunden bemerken oft, dass unsere Produkte besonders langlebig sind und schreiben uns dann Briefe, weil sie dies sehr schätzen.

Wir sind der Überzeugung, dass es immer Raum für Verbesserung und Innovation gibt. Seit dem Jahr 2000 haben wir beispielsweise bis zu 70% Stromeinsparung bei Wäschetrocknern erreicht. Unsere jüngste Innovation, der Dialoggarer, zeigt, dass es möglich ist, die Art des Kochens völlig neu zu denken und hinsichtlich der Ergebnisse noch besser und schneller zu sein. 


Miele ist bis heute ein Familienunternehmen. Was bedeutet es für ein Unternehmen dieser Grösse, trotzdem familiär geführt zu werden? Gibt es dabei auch Risiken? 
Im Gegenteil. Das Unternehmen ist unabhängig und kann es sich erlauben, sehr langfristig und eben nachhaltig zu agieren. Bei uns gibt es keine quartalsweisen Schnellschüsse, sondern man kann sich auch für Innovation Zeit nehmen. Für die Entwicklung des Dialoggarers haben wir uns z.B. sieben Jahre Zeit genommen. Dies ist aus unserer Sicht ein besonderer Vorteil.

Miele macht ja unglaublich viele Produkte. In welchen Bereichen seid ihr eigentlich überall aktiv?
Neben dem Bereich Haushalt gibt es auch Miele Professional. Hier sind wir spezialisiert auf Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner für den gewerblichen Einsatz sowie Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte für medizinische Einrichtungen und Laboratorien (Geschäftsbereich Professional).

Wie sieht der Weg aus, wenn ein neues Produkt – sagen wir: ein Herd – entwickelt wird. Wie sieht da der Prozess aus?
Am Anfang stehen immer die Bedürfnisse des Konsumenten. Entwickeln könnte man viel. Wir überlegen uns immer genau, was unseren Kunden den Alltag in der Küche oder generell im Haushalt vereinfacht und entscheiden erst dann, ob es aus unserer Sicht Sinn macht, eine solche Technologie zu entwickeln. Ein Beispiel dafür: jährlich werten wir 25000 Konsumentenmeinungen aus. So haben wir uns zum Beispiel dagegen entschieden, einen Kühlschrank auf den Markt zu bringen, welcher Esswaren automatisch nachbestellt. Wir wissen, dass es tagesabhängig ist, ob man lieber einen Erdbeer- oder einen Mocca-Joghurt essen möchte.


Wieso braucht die Welt Produkte von Miele? Was kann Miele besser als andere Anbieter? 
Die Produkte von Miele sind sehr nachhaltig. Z.B. können wir 85 % der Materialien, welche in einer Waschmaschine stecken, rezyklieren, und das tun wir auch. Dies ist ziemlich einzigartig und zeigt, dass in unseren Maschinen hochwertige Materialien stecken.

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab? (Tool, Arbeitsweise, etc.)
Dass wir zuerst gut evaluieren, bevor wir loslegen und mit Bedacht an die Themen herangehen.

Ihr seid ein Industrieunternehmen. Gibt es da eigentlich Raum für Kreativität? Oder die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen? Und wie entwickelt ihr euer Sortiment grundsätzlich weiter: Gibt es da Leitlinien, fliesst Kundenfeedback mit ein, oder gibt es so etwas wie ein unternehmensweites Sammelbecken für gute Ideen, die die Firma weiterbringen? 
Hier haben wir ein gutes Beispiel aus der Schweiz. Schweizer mögen gerne Wähe, die aufgrund ihrer Zutaten sehr viel Feuchtigkeit beinhaltet. Damit die Wähe gut gelingt, muss die Feuchtigkeit während des Backens austreten können. Dies gelingt mit einem normalen Backblech kaum. Daraufhin haben wir ein gelochtes Backblech ausprobiert – und es funktionierte. Das Blech kommt in der Schweiz sehr gut an und wir haben es auch in anderen Ländern im Angebot.


Was sind eure nächsten Projekte oder Innovationen? Ganz im Grossen oder ganz im Detail?
Sicherlich der Dialoggarer. Obwohl äusserlich von einem Backofen nicht zu unterscheiden, eröffnet der Dialoggarer bislang völlig ungeahnte Koch- und Genusserlebnisse. Ein Beispiel, das bei Vorführungen für grosse Verblüffung sorgt, ist ein rohes Fischfilet in einem Eisblock, der in den Dialoggarer gegeben wird. Das Ergebnis: Nach wenigen Minuten ist der Fisch gegart, während das Eis selbst nach wie vor gefroren ist.
Erstmals kommt eine Technologie zum Einsatz, die mittels elektromagnetischer Wellen auf die Beschaffenheit von Lebensmitteln auf intelligente Weise eingeht. So gelingt Fleisch gleichmässiger und saftiger, Fisch und Gemüse behalten ihre feine Struktur und Teig geht deutlich besser auf – und dies bis zu 70 Prozent schneller als mit herkömmlichen Garverfahren.

Welche 3 Sachen empfiehlt ihr Freunden bei euch in der Region zu tun/essen/erleben/kaufen?
Wenn  man mal in der Gegend ist und sich für die Unternehmensgeschichte von Miele interessiert, empfehle ich das Miele Museum.
https://www.miele.de/haushalt/miele-museum-5118.htm 

Hört ihr Musik beim Arbeiten? Was denn?
In der Schweiz hauptsächlich Radio Argovia

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