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«ALLE GESCHICHTEN DIE ZUM LESEN EINLADEN UND GELESEN WERDEN SOLLEN»
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MEET & GREET

31.03.2018

«DER DESIGNATHON INSPIRIERT ALLE UND LÄDT DAZU EIN, UNSEREN LEBENSRAUM ZU GESTALTEN.»

Neue Ideen braucht das Land!

Vor gut drei Jahren initiierten die damaligen Designstudierenden Mona Neubauer und David Simon den Designathon. Schnell sprach sich die Idee rum und die zwei setzten zusammen mit rund 10 weiteren Designstudierenden der ZHdK innerhalb wenigen Monaten im Jahr 2015 den ersten Designathon in die Realität um. Ganz im Geiste grosser und kühner Ideen schufen wir ein Gefäss, das allen Interessierten Raum bietet, Einfälle, Visionen und Projektideen auszutauschen, zu besprechen und weiterzuentwickeln. So war der erste Designathon geboren. Analog zu einem Hackathon soll während eines Wochenendes gemeinsam an einem kreativen Projekt gearbeitet und am Ende der Veranstaltung einer Jury präsentiert werden. Im Gegensatz zu einem Hackathon, bei welchem es vor allem um Software und IT geht, sollen am Designathon gesellschaftlich relevante Fragenstellungen im Zentrum stehen und der Event soll mutig Denkenden aus allen Berufen und Lebensbereichen zugänglich sein. Denn: Neue Ideen braucht das Land!

Was ist Designathon?
Der Designathon ist ein Kreativevent. Teams von 2 – 5 Personen kämpfen während eines Wochenendes um die Awards und können sich durch diverse Workshops neue Skills im Bereich Designmethoden und Gestaltungsgrundlagen aneignen. Der Startschuss bildet eine inspirierende und das jeweilige Eventthema divers beleuchtende Talkreihe. 

Wer hatte die Idee dazu? 
David Simon und Mona Neubauer, beides ehemalige Interactiondesigner der ZHDK. Die beiden waren dazumal im Studierendenrat des Designs, woraus sich schnell ein kleines Kernteam bildete, welches im 2015 zusammen den ersten Event konzipiert und organisiert hatte. Nach dem Studium haben wir die Idee weitergetragen und uns als eigenständiger Verein organisiert. 

Wer steckt alles hinter Designathon?
Wir sind ca. 10 – 15 Leute, je nach dem wer gerade in Zürich ist und Zeit hat, setzen sind mal mehr - mal weniger für die Vorbereitungen des kommenden Events ein. Das Team setzt sich aus motivierten Leute von unterschiedlichen Designdisziplinen, wie bspw. Visuelle Kommunikation, Interaction Design, Game Design, wie aber auch Nicht-Designer, Architekten und Wirtschaftler zusammen.


Wieso braucht die Welt den Designathon?
Neue Ideen braucht das Land! Der Designathon inspiriert und lädt die Bevölkerung ein, ihren Lebensraum zu gestalten. Das ist nicht nur Gestaltern vorenthalten, sondern ist für uns vom DN-Team etwas, das jeder tun kann. Jeder Mensch ist kreativ und kann spannende Zukunftsideen entwerfen und sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen. Das jeweilige Thema des Events sehen wir dabei als zentral und soll die Teilnehmenden und Besuchenden auffordern ihre Umwelt und Stadt, in der sie leben, mitzugestalten.  

Gibt es Projekte, die nach dem Event weitergeführt werden? 
Ja! Ausgesuchte, spannende Ideen versuchen wir gemeinsam mit den Autoren weiterzutreiben! Potenzielle Projekte weiter zu entwickeln stärkt die Nachhaltigkeit des Events.

Was sind eure aktuellsten Projekte?
Wir haben da etwas Spannendes in petto, das aber noch etwas geheim bleiben wird.


Verratet uns bitte, wie man auf gute Ideen kommt. Ein einziger Tipp genügt.
Unterbrich Alltagskonventionen. Stell dir deine Wunschzukunft; was muss heute passieren, damit du dieser Zukunft einen Schritt näher bist? Ausprobieren, scheitern, ausprobieren, scheitern, ausprobieren… Dabei ist ein ganz wichtiger Punkt die Kollaboration. In einem Team mit Menschen aus verschiedenen Hintergründen werden die Ideen und Gedanken immer wieder hinterfragt und dadurch weitergetrieben.

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab? (Tool, Arbeitsweise, etc.)
Wir kommunizieren intern via Slack. Das Tool ist grundsätzlich eine ideale Form, um sich auszutauschen. Wie auch am Event selber setzen wir in unserer Teamarbeit auf Kollaboration. Das Miteinander und der gegenseitige Respekt sind ganz wichtige Werte. Da alle in ihrer Freizeit mithelfen, soll die Zusammenarbeit Spass und Freude machen.


Was sind die grössten Herausforderungen in eurem Arbeitsalltag?
Einen wirklichen Arbeitsalltag gibt es nicht. Der grosse Designathon-Event findet nur einmal järhlich statt – das nächste Mal im November! Es muss allerdings schon heute einiges in die Wege geleitet werden, damit Ende Jahr alles pünktlich bereit steht. Das verlangt von uns eine sehr langfristige Planung und viel Vorstellungskraft. Als weitere Herausforderung, aber gleichzeitig auch als Chance, könnte man die Grösse unseres Teams bezeichnen. Da uns das demokratische Vorgehen sehr wichtig ist und jede Stimme gleich stark zählt, sollten an wichtigen Entscheidungen alle Mitglieder beiteiligt sein – ist nicht immer ganz einfach bei so vielen reisefreudigen Personen.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Wir treffen uns immer mal wieder in Cafés oder in unterschiedlichen Ateliers von Vereinsmitgliedern. Ein fixes Vereinslokal gibt es aktuell nicht. 

Was wollt ihr als nächstes erreichen? Was ist euer nächstes Projekt?
Mit dem Designathon on Tour @ Criterion starten wir ein neues Projekt. Der Designathon on Tour extrahiert den Grundgedanken des Formates Designathon. Dieses wollen wir in der nächsten Zeit neben dem jährlichen grossen Designathon weiterentwickeln und mit verschiedenen Akteuren durchführen. Dabei ist es interessant zu sehen, wie andere Gruppen oder auch Firmen mit der Designchallenge umgehen und welche interessante Ideen und Konzepte entwickelt werden können.

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Seit drei Jahren gibt es den Schweizer Ableger von Fashion Revolution International – insgesamt hat die globale Bewegung bereits mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern in über 100 Ländern. Alle eint ein gemeinsames Ziel: Zu erfahren und öffentlich zu machen, unter welchen Umständen die Modeindustrie unsere Kleidung produziert. Und über das dadurch aufgebaute Bewusststein einen Anstoss für eine Verbesserung der Verhältnisse zu geben – vor allem bei den Rohstoffproduzenten und den Arbeitern in den grossen Textilfabriken Asiens. Mitmachen kann jeder – sogar ganz einfach.

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Schwerter zu Webstühlen

Frieden durch Handwerk: Das ist die Idee hinter Protsaah, mit der Gründerin Saloni Shrestha Konfliktregionen in aller Welt befrieden möchte – und vor allem Kaschmir, der Region, in der sie während ihrer Kindheit ein paar wundervolle Jahre verbrachte. Indem sie mit der Vermarktung traditioneller Handwerksprodukte aus Kaschmir und anderen Regionen den dortigen Handwerkern ein stabiles Einkommen verschafft, sorgt sie gleichzeitig für die Motivation, das Handwerk zu erhalten – und sich den eigenen Lebensunterhalt mit eigener Leistung zu verdienen, anstatt zu marodieren, zu plündern und die eigene Heimat noch weiter in den Abgrund zu reissen.

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