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18.12.2018

«...weil jene noch gute, alte Messer wollten und nicht die neuen, rostfreien Schnitzer, die nichts taugen.»

Nicht nur Omas mögen diesen Schnitzer

Von der Urgrossmutter bis zum Hipster-Enkelkind, alle brauchen ein scharfes Messer und das mögen die Klötzlis. Ihr Familienbetrieb leistet schon seit Generationen seine Dienste mit diesem Schnitzer in Schweizer Küchen. Von Samuel Klötzli erfahren wir mehr darüber, wie es ein Messer schafft, zum Küchenstar zu werden.

Bitte beschreibe das Produktes möglichst präzise in einem Satz.
Der Klötzli Grosi-Schnitzer ist ein handgemachtes, kleines Küchenmesser mit einer Klinge aus nicht rostfreiem Carbonstahl.

Wie seid ihr auf die Idee des Grosi-Schnitzers gekommen, gibt es eine schöne Anekdote dazu?
Es ist eines unserer Produkte, das seit Jahren in der Werkstatt hergestellt wird. Zurzeit auch das einzige aus Eigenproduktion für den Hausgebrauch. Es etablierte sich bei der älteren Generation, vorwiegend in den 80/90er Jahren bei älteren Damen, weil jene noch «gute, alte Messer» wollten und nicht die neuen, rostfreien Schnitzer, die nichts taugen. So entstand der Kosename «Grosi-Schnitzer». Dies hat sich mittlerweile natürlich geändert, nur der Name ist geblieben.

Warum braucht man es unbedingt, was genau macht es so speziell?
Wer gerne kocht, braucht gutes Werkzeug! Da die fein ausgeschliffene Klinge aus nicht rostfreiem Stahl stets ein bisschen korrodiert, hat sie eine ganz eigene Schärfe – mehr «Biss» als die der anderen Messer. Grosi-Schnitzer ist ein Allzweckmesser für jede Küche.

Ein Brett des altbewährten Küchenwerkzeugs

Was war bestimmend für das Aussehen: Funktion, Form oder die Idee?
Unsere Vorfahren HP Klötzli oder Ernst Klötzli? Schwierig zu sagen, wer das Aussehen genau bestimmte, sicher ist, dass es ein superklassisches Küchenmesser darstellt, welches immer derselben Form treugeblieben ist und so produziert wird.

Woraus besteht es und wieso gerade diese Materialien?
Seit Dekaden besteht die Klinge aus nicht rostfreiem Carbonstahl, das immer mehr Biss haben wird, und der Griff ist aus Buchenholz, weil sich diese Materialien bewährt haben.

Grosi-Schnitzers Teile auf der Werkbank

Wie und wo wird es hergestellt: Handarbeit, Maschinen, traditionelle Techniken, und wer machts genau?
Das Messer wird in unserer Burgdorf-Werkstatt von Hand hergestellt. Der Klingenrohling wird auch von Hand fein poliert, gebürstet und abgezogen. Die Montage und das Überarbeiten des Griffs erfolgen ebenfalls von Hand, was am Criterion Festival in unserem Workspace live beobachtet werden kann.

Ist es Teil einer Serie, sprich gibt es einen Vorgänger oder eine Weiterentwicklung?
Momentan ist es das einzige Küchenmesser, das wir bei uns in der Werkstatt produzieren. Aber es gibt weitere Projekte, die wir entwickeln.

Im Rück- und Ausblick, wo liegen die Schwächen und wo die Stärken?
Am bestehenden Messer wollen wir nichts ändern, weil die Form seit Jahren unserer Kundschaft gute Dienste leistet. Weil es aber ein kleines Küchenmesser ist und das die Verwendungsmöglichkeiten etwas beschränkt, wäre ein grösseres auch nützlich.

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