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WEAR & CARE

24.09.2019

«Wenn schon im Luxus- segment tätig, dann wenigstens mit Verantwortung!»

Om Shanti Shanti Traum

Das Goldschmiedehandwerk ist nicht nur ihr Beruf, es ist Shanti Sandmeyers grösste Passion. Dennoch, sogar nach 20 Jahren Jubiläum, führt sie bewusst keinen Laden, sondern stellt nur an Kunsthandwerkausstellungen, Designmessen und saisonale Märkte aus, um des Kunden Schwellenangst, welche sich normalerweise beim Betreten eines Goldschmiedeladens spürbar macht, zu vermeiden. Ihr Label COMISH ist Oekogold zertifiziert und verwendet ausschliesslich Recycling-Edelmetalle, was auch das Responsible Jewellery Council (RJC) in London garantiert. Shanti erzählt uns, wie alles so COMISH wurde.

Was ist COMISH? In ein, zwei Sätzen…
COMISH stand ursprünglich für die ersten zwei Buchstaben unserer drei Vornamen: COrinne, MIchela, SHanti – eine Goldschmiedin, eine Schneiderin und ich, die beides tut und noch immer dabei ist mit einer Handvoll treuer Helfer*innen.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Michela war bereits erfolgreiche, selbständige Goldschmiedin. Die Zusammenarbeit hat sich auf wundersame Weise ergeben, weil wir beide nicht mehr alleine, sondern im Team arbeiten wollten. Wir teilten die Infrastruktur der Goldschmiedewerkstatt und bestritten Ausstellungen zusammen, aber jede auf eigene Rechnung. Wir haben uns nie konkurrenziert – wir ergänzten uns. 

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Ich konnte in Michelas toppeingerichtete Goldschmiedewerkstatt einsteigen – dann kam Corinne die Schneiderin hinzu. Von da an waren wir COMISH und kreierten Schmuck und Kleider im selben Atelier.

Shantis Atelier

Wer gehört heute zum Kernteam?
Ich, Shanti Sandmeyer. Dann mein Vater und Edelsteinfasser Marcel Sandmeyer und meine Lebenspartnerin und rechte Hand an Ausstellungen Simone Fischer.

Was bedeutet Schmuck für dich?
Das Goldschmiedehandwerk ist für mich mehr als nur ein Beruf, es wurde zur Passion. Aus Edelmetallen und Edelsteinen entstehen in meinem Atelier einmalige, handwerklich gefertigte Schmuckstücke. Meist Unikate, deren Gestaltung auf meinen Inspirationen basieren oder im Gespräch mit Kunden entstehen. Auf Material, Oberflächenbeschaffenheit sowohl Einbezug des Ereignisses, wieso es Schmuck braucht, lege ich grossen Wert.

Welche Materialien verwendest du und welche nicht? Wieso?
Wir verwenden keine Edelmetalle, die direkt aus der Mine kommen, weil wir Oekogold zertifiziert sind und nur Edelmetalle aus Quellen verwerten, die auch vom RJC in London zertifiziert sind, damit wir den nachhaltigsten Schmuck überhaupt garantieren können. Die Natur ist uns nämlich ungemein wichtig. 

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Der nachhaltigen Verarbeitung wegen. Wenn schon im Luxussegment tätig, dann wenigstens mit Verantwortung!

COMISH - nachhaltigster Luxus

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Wir arbeiten mit zig verschiedenen Werkzeugen täglich, die uns die Handarbeit erleichtern: Zangen, Hämmer, Lehren, Kloben, Feilen, Bohrer, Fräser u.v.m. 

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Die kreativen Impulse hole ich mir aus Flora und Fauna wie von Rindenoberflächen, Fellmuster von Wildtieren, Schneeverwehungen oder während des Schnorchelns von wunderbaren Korallen. In diesen Pausen arbeite ich jeweils irgendwo auf der Welt an neuen Wachsmodellen, denn mit im Gepäck immer dabei: Wachsrohlinge, Feilen, Fräser, Schnitzwerkzeug. So lassen sich die Inspirationen gleich dreidimensional umsetzen. 

Was sind eure nächsten Ideen und Projekte?
Eine Retrospektive zum 20-jährigen Jubiläum haben wir dieses Jahr gemacht. Für jedes Jahr reproduzierten wir ein Schmuckmodell, welche alle am 18./19. Mai 2019 an der Atelierausstellung auf einem «Zeitstrahl» präsentiert wurden. Weitere Ausstellungsprojekte: Designgut Winterthur, in&out Aarau, 3-Rad Piaggio Festival, Höcklistein Rapperswil und weitere sind auf unserer Website aufgelistet.

Ein Traumprojekt?
Ich lebe jeden Tag meinen Traum – meinen Traumberuf. Plus unterstützen wir seit eh und je Hilfsprojekte mit 2% all unserer verkauften Schmuckstücke. Auch der Bevölkerung in meiner Zweitheimat Indonesien helfen wir weiterhin, auf die Beine zu kommen, vor allem nach den verehrenden Erdbeben. Meine letztjährige Spendensammlung und Kontakte gingen direkt an die Bevölkerung und dank meiner Kindheit dort, bin ich auch der indonesischen Sprache mächtig. «Mimpiku» heisst mein Traum, oh mein.

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Granola-Schritte

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Die Seifenmacher-Manufaktur ist vollumfänglich in Familienhand: Mama kümmert sich um Konfektion und Versand ins Unterland. Papa steht in technischen Fragen beiseite und behält einen kühlen Kopf, wenn scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Und Beat als Kern der Seifenmacherei leitet die Produktion und ist für die komplette Entwicklung verantwortlich. Im Dorf wird bereits gemunkelt, dass kein Aroser besser duftet als die Urechs. Gell, Beat…


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