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COOK & SHARE

26.12.2019

«14.5% Treibhausgas-Emissionen weltweit, 23% Wasserverbrauch + 77% der gesamten Landwirtschaft-Nutzfläche sind der Viehwirtschaft anzurechnen. Dass dies nicht nachhaltig ist, liegt auf der Hand.»

Paradox tierischen Leibes aus rein pflanzlichen Rohstoffen

Viele Menschen würden gerne weniger Fleisch essen, wenn sie sicher sein könnten, dass ihre Nahrung dennoch ausreichend proteinhaltig wäre und der geliebte Geschmack nicht verloren ginge. Vor allem während dieser Jahreszeit. Deshalb können viele Fleisch nicht lassen. Hier setzt planted. an. Mit vegetarischen Lebensmitteln, die nicht nur wie Fleisch aussehen und genauso schmecken, sondern auch Textur, Bissfestigkeit, Nährwerte exakt reproduzieren. Gleichzeitig aber auf alle Nachteile von richtigem Fleisch verzichten. Der erfolgreiche Anfang ist bereits mit reproduziertem Poulet gemacht. Jetzt arbeiten Gründer und ETH-Lebensmittelforscher Lukas Böni, Pascal Bieri und Eric Stirnemann am Ausbau ihrer Fleischersatz-Entwicklung weiter. Wie, erzählt uns Master Pascal.

Was ist planted.? In ein, zwei Sätzen…
planted. macht Fleisch aus rein pflanzlichen Rohstoffen. Das heisst, wir stellen ein Produkt her, welches Fleisch in Geschmack, Textur, Mundgefühl und Bissfestigkeit, Nährwerten und Aussehen kopiert, ohne die ganz negativen Komponenten wie antibiotikaresistente Keime, Cholesterol oder Tiere grossziehen zu müssen, um zu schlachten.
planted. Thai Curry - kein Huhn ging drauf.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Unser Mitgründer Eric beschäftigt sich schon länger mit texturierten, pflanzlichen Proteinen. Die Idee, uns danach als Start-up produktorientierter aufzustellen und nebst der fortschreitenden Forschung auf den Markteintritt zu fokussieren, kam, als wir uns kennengelernt haben. Unsere tiefe Überzeugung hinter planted. ist, dass wir heutzutage nicht mehr Pflanzen und pflanzliche Proteine durch ein Tier schleusen müssen, um damit Fleisch herzustellen. Diese veraltete Technologie ist höchst ineffizient und muss auch aus moralischer Sicht langsam hinterfragt werden.

Das planted. Kerntrio mit sauberem Gewissen

Wer gehört heute zum Kernteam?
Eric Stirnemann, Doktorand Food Process Engineering ETH. Lukas Böni, Ph.D. Food Process Engineering ETH. Und ich, Pascal Bieri, Master in Business Innovation HSG und fünf Jahre in verschiedenen Funktionen in der M-Industry tätig (Schweiz & USA).

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Das Zusammenstellen des Kernteams mit Pascal, Lukas und Eric – und das Definieren unserer Mission. Danach haben wir unerlässlich an der Qualität unseres planted.chicken gearbeitet, sodass wir nun mit gutem Gewissen damit auf den Markt kommen können.

Wieso sollen wir Fleisch künstlich herstellen und nicht einfach Gemüse essen?
Wir müssen wohl akzeptieren, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, der sich mit Veränderungen schwertut. Fleisch spielt nun mal eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft. Egal, ob beim Essen in der Familie oder Grillabend mit Freunden, wir kennen die negativen Auswirkungen der Tierzucht auf Mensch und Umwelt. Deshalb versuchen immer mehr Menschen, alternative Proteinquellen zu finden. Hier kommt planted. ins Spiel.

planted. Zueri Gschnaetzlets: Mmmmhhh!

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Wenn wir eine Welt mit 9 Milliarden Menschen ernähren wollen, brauchen wir nachhaltige Lösungen, um Proteine effizient herzustellen. Da wir niemals alle Leute dazu bringen werden, gänzlich auf Fleisch zu verzichten, wollen wir es effizienter nachbauen. Ganz zu schweigen von den negativen Auswirkungen der Viehwirtschaft auf unsere Umwelt: Im Moment sind 14.5% der weltweiten Treibhausgas-Emissionen, 23% des Wasserverbrauchs und 77% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche der Viehwirtschaft anzurechnen. Dass dies nicht nachhaltig ist, liegt auf der Hand.

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Als Flexitarier (vegan/vegetarisch, so oft es geht) kommen wir derart oft mit tierischem Fleisch in Berührung, dass man sich schlicht und einfach sagen muss: Das braucht es doch nicht, dass dafür ein Tier sterben musste – ist ein Armutszeugnis und nur noch schade! In unserer Gesellschaft wird so viel überflüssiges Fleisch gegessen, dass uns die Arbeit so schnell nicht ausgeht.

Lukas und Pascal haben sich ein planted. Banhmi-Sandwich gemacht, während Eric lernt.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Eric beendet sicher noch sein Doktorat. Aber Lukas und ich sind inzwischen vollständig mit planted. beschäftigt.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Unser Labor und unsere Büros sind unter anderem am ieLab (Innovation & Entrepre-neurship Lab) der ETH in Zürich. 

Ein scharfes Spiesschen dann auch für die Grill-Saison!

Was sind eure nächsten Projekte/Ideen?
Da gibt es einige: Pflanzenbasierte, proteinreiche Snacking-Optionen. Das Nachempfinden von anderen tierischen Fleischteilen durch Anpassung von Zutaten, Geschmack, Aussehen und Textur. Und natürlich das Weiterentwickeln der Grundtechnologie bzw. das Integrieren von zusätzlichen Technologien, um beispielsweise die Saftigkeit zu erhöhen.

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