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WEAR & CARE

19.03.2019

«Ich wünschte mir, dass Konsumenten vermehrt auf Qualität und weniger auf Quantität setzen.»

Qualität aus Leder

Vom Consulting und Marketing über kreatives Handwerk in die Textil- und Modebranche: Das ist der Weg von Andrea Frei, die mit ihren Handtaschen aus Leder zeigt, wie modernes Lederdesign aussehen kann. Nach Jahren im Ausland und Tätigkeiten in anderen Branchen gestaltet sie 2018 ihre eigene Kollektion, die sie ökologisch und sozial fair in Norditalien herstellen lässt. Und mit dem Anspruch, zeitlos schöne und langlebige Produkte zu schaffen, die noch mehr Menschen vom Konsumenten Mainstream weg und zu nachhaltiger Qualität führen.

Was wolltest du als Kind werden? 
Als Kind wolle ich unbedingt Privatdetektivin werden. Später habe ich die Liebe zum Handwerk entdeckt und wollte Modedesignerin werden.

Wie bist du zu Taschen/Leder gekommen? Was hast du vorher gemacht?
Vor der Gründung des Labels FREIFORM war ich 15 Jahre im Bereich Consulting und Marketing tätig, dies meist auf Agenturseite. Für meinen Berufseinstieg habe ich aber die Textil- und Modebranche gewählt. Der Schritt zum kreativen Handwerk mit der Gründung von FREIFORM bedeutet für mich also auch ein bisschen back to the roots. Das Material Leder hat mich schon seit jeher fasziniert. Und je länger ich damit arbeite, desto grösser ist meine Begeisterung dafür. Denn Leder ist ein unglaublich lebendiges und vielseitiges Material.

Wie sieht dein Arbeitstag aus?
Mal bin ich unterwegs in Italien und besuche Lieferanten und Partner, mal arbeite ich in meinem Studio an neuen Prototypen oder kümmere mich um Marketing und Vertrieb. Es gibt Tage mit kreativen Aufgaben, andere Tage sind kaufmännischer Natur. Und genau das ist das Schöne an meiner Arbeit – den typischen Arbeitstag gibt es eben nicht. 

FREIFORM Gründerin Andrea Frei.

Was liebst du an deiner Arbeit?
Das ist ganz klar die Kombination von kreativen Tätigkeiten wie z.B. Designentwicklung und Erstellung von Prototypen mit kaufmännischen Tätigkeiten wie z.B. der Erschliessung von neuen Vertriebskanälen. In meiner Brust schlagen offensichtlich zwei Herzen. Das Kreative und das Betriebswirtschaftliche.

Welchen Herausforderungen begegnest du und wie gehst du damit um?
Die grösste Herausforderung ist wohl das Zeitmanagement. Als Startup und Einpersonen-Unternehmen mache ich alles selber: vom Design der Taschen über die Versandvorbereitung von Shopbestellungen bis hin zur Website. Die Pendenzenliste ist oftmals zu lang und der Tag zu kurz.

Was ist dein erster Gedanken am Morgen nach dem Aufstehen?
Tee – stark und schwarz.

Cloudy Bag, dunkelbraun.

Was fällt dir zu «Work-Life-Balance» ein?
Eine ausgewogene Work-Life Balance wäre definitiv das Ziel. Im Alltag ist das aber oft schwer umzusetzen. Auszeiten mit der Familie und Freunden helfen zwischendurch auch einmal abzuschalten.

Wie verbesserst du die Welt? 
Indem ich auch im Alltag versuche, mich, wenn immer möglich, nachhaltig zu verhalten. Beruflich setze ich mit dem Label FREIFORM auf eine sozial und ökologisch faire Produktion. So werden die Handtaschen in Norditalien handgefertigt. Das dafür verwendete Leder stammt ausschliesslich aus zertifizierten italienischen Gerbereien.

Wie oder was würdest du ändern, wenn du könntest?
Ich wünschte mir, dass Konsumenten wieder vermehrt auf Qualität und weniger auf Quantität setzen. Der Trend hin zu diesem Kaufverhalten ist sicherlich bereits spürbar, aber noch nicht im Mainstream angekommen.

Wo und was wirst du in zehn Jahren tun?
Da werde ich mit FREIFORM mein zehnjähriges Jubiläum feiern. 

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