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LIVE & WEAR

04.04.2018

«MENSCHEN MIT VIEL VERSTAND […] KAUFEN GERNE LANGLEBIGE, SCHÖNE MÖBEL.»

Massivholzmöbel ohne Zwischenhandel

Moderne Massivholzmöbel ist das Geschäft von Reseda. Besonders daran ist die Kombination aus klassischem Schreinerhandwerk und dem Vertrieb ohne Zwischenhandel: Dadurch, dass es die Möbel von Reseda nur in den eigenen Läden gibt, bleiben sie erschwinglich – obwohl sie ausschliesslich aus Massivholz gemacht sind und in der Schweiz hergestellt werden.

Was ist Reseda? Was nicht?
Reseda ist ein noch junges Unternehmen, das Möbel aus Massivholz produziert und an vier Standorten in der Deutschschweiz verkauft. Reseda ist kein Möbelhaus im klassischen Sinne.

Wie geht eure Geschichte?
Helmut Niederer hatte schon früh die Idee, dass Möbel ohne Zwischenhandel an Endkunden verkauft werden können. Das bringt sowohl dem Produzenten wie dem Kunden eigentlich nur Vorteile. Als seine damalige, erste Firma schliessen musste, setzte er seine Ideen 2005 mit seinem Sohn Andreas und einem halben Dutzend weiteren Gründungsmitgliedern mit Reseda erneut um. Heute kann Reseda auf eine 13-jährige Geschichte zurückblicken. Das Konzept ist seither dasselbe geblieben, die Entwürfe haben sich mit den Jahren zu einer typischen Reseda-Handschrift gemausert.

Wer hatte die Idee dazu?
Helmut und Andreas Niederer: Helmut zum Produktionskonzept, Andreas zur Firma, die dieses umsetzen sollte.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Wir sind noch immer eine kleine Firma. Da ist es schwer zu sagen, wer nicht zum Kern gehören sollte.


Wieso braucht die Welt Reseda?
Selbstverständlich braucht die Welt keine Reseda. Die Welt bräuchte etwas mehr Frieden und gesunden Menschenverstand. Menschen mit viel Verstand wiederum kaufen gerne langlebige, schöne Möbel. Zum Beispiel von Reseda.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Unsere Schreiner sind in der Schreinerei. Da riecht es gut nach Massivholz und ist oft staubig. Alle anderen Mitarbeitenden wählen sich einen schönen Massivholztisch in unseren Verkaufsräumen, an dem sie sich breit machen. Da riecht es auch gut nach Holz, ist nach Möglichkeit aber nicht staubig…

Was sind die Herausforderungen in der Möbelindustrie?
Zu überleben. Gute Qualität zu bieten, hinter der man auch nach Jahren noch stehen kann. Die Kunden zu überzeugen, dass es sich manchmal – auch aus rein finanzieller Sicht – lohnt für ein Möbelstück etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.


Was sind eure aktuellen/nächsten Projekte?
Schöne Möbel für den Aussenbereich, natürlich aus Holz und in gewohnter Reseda-Qualität.

Ihr fallt mit humorvollen Plakaten z.B. im Tram auf. Wie geht eure Kommunikations-Philosophie?
Ehrlich sein. Diese Wahrheit darf jedoch gerne auch in etwas Humor verpackt werden.

Für welches Möbelstück lohnt es sich, so richtig gutes Geld zu investieren?
Für jedes. Ein wackeliges Bett und einen Kleiderschrank, von dem man jeden Morgen begraben zu werden fürchtet, sind aber besonders unangenehm. Immer gut investiert ist das Geld jedoch zweifellos in eine gute, schöne und praktische Kommode.

Wohin entwickelt sich die Möbelbranche? Was wird in Zukunft gefragt sein?
Wir hoffen: immer weniger „Wegwerfmöbel“.

Für wen würdet ihr gerne eine Wohnung einrichten?
Wir würden jedermann gerne vermöbeln! Es wäre peinlich, hier einen prominenten Namen zu nennen, nur um dann zu erfahren, dass diese Person mit Massivholz wirklich gar nichts anfangen kann. Gerne würden wir öfters Wohnungen von A bis Z einrichten, sprich z.B. inklusive Bestimmung der Wandfarbe und einer Auswahl an Produkten von unseren tollen Handelspartnern.

Hört ihr Musik zum Arbeiten? Was denn?
Wir sind leider der Gemütlichkeit Spotifys auf den Leim gegangen und müssen daher auch nicht mehr überlegen,auf was wir gerade Lust haben.

 


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