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FIT & WELL

10.10.2019

«Die Pasta-Pfanne wurde kurzerhand zur Seifenpfanne geweiht und die erste Seife aus purem Olivenöl gelang eher weniger als mehr.»

Richtig eingeseift

Beat Urech, gelernter Drogist, wurde durch eine NZZ Format Reportage inspiriert, Seifen herzustellen. Anfänglich fand er es schwierig – heutzutage läufts wie geschmiert. Die Seifenmacher-Manufaktur ist vollumfänglich in Familienhand: Mama kümmert sich um Konfektion und Versand ins Unterland. Papa steht in technischen Fragen beiseite und behält einen kühlen Kopf, wenn scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Und Beat als Kern der Seifenmacherei leitet die Produktion und ist für die komplette Entwicklung verantwortlich. Im Dorf wird bereits gemunkelt, dass kein Aroser besser duftet als die Urechs. Gell, Beat…

Was ist Seifenmacher? In ein, zwei Sätzen...
Der Seifenmacher produziert handgemachte, natürliche Duschseifen in seiner Seifenmanufaktur in Arosa, Graubünden.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Ich, Beat Urech, gelernter Drogist, wurde durch eine NZZ Format Reportage inspiriert Seifen herzustellen. Nach der ersten Dusche mit einer echten, festen, kaltgerührten Seife war mir klar, dass ich wann immer möglich auf Flüssigseife verzichten werde. 

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Die Pasta-Pfanne wurde kurzerhand zur Seifenpfanne geweiht und die erste Seife aus purem Olivenöl gelang eher weniger als mehr. Angespornt durch den misslungenen ersten Versuch verfeinerte ich als frisch gebackener Seifenmacher zusehends meine Technik. Nach einer einjährigen Experimentierphase war die erste Rosmarinseife bereit für den Verkauf.

Beat Urech, vom gelernten Drogist zum professionellen Seifenmacher

Wer gehört heute zum Kernteam?
Meine Wenigkeit, Beat Urech – Gründer, Produktion, Entwicklung.
Mama Liz Urech – Administration und Logistik.
Vater Armin Urech – Technik und Troubleshooter.

Wieso braucht die Welt eure Produkt und Lösungen?
Die All-in-one-Duschseifen von Seifenmacher vereinen Duschmittel, Haarshampoo und Bodylotion in einem Produkt. Folglich wird durch den Gebrauch von fester Naturseife der Plastikmüll massiv reduziert. Zudem ist Naturseife biologisch abbaubar, und ich verwende zu 95% bio-zertifizierte Rohstoffe und verzichte vollends auf synthetische Duft- oder Hilfsstoffe sowie Erzeugnisse aus der petrochemischen Industrie (Erdöl). 

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Alle Seifenmacher-Produkte werden in der firmeneigenen Seifenmanufaktur produziert. Die Werkstatt liegt direkt neben der Schreinerei, wo auch sämtliche Gerätschaften für das Seifenhandwerk entwickelt und gefertigt worden sind. Die manuellen Seifen-Schneidevorrichtungen sowie der Logo-Stanzer sind Eigenentwicklungen und wurden von Hand auch in der Schreinerei erschaffen. Der 80 Liter Kippkessel ermöglicht die Herstellung von einigen hundert Seifen pro Produktionsdurchgang.

Des Seifenmachers Manufaktur

Wie kommst du auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Die Muse für neue Kreationen hole ich mir in der Natur und auf Reisen. Beispielsweise, die neue «Tulsi&Neem» Seife ist ayurvedisch inspiriert. Die urchige «scHANFigg» kam mit der AlpenPionier Zusammenarbeit zustande. Klassiker wie Rose und Lavendel ergänzen das Sortiment. 

Was sind eure nächsten Projekte?
Das Jahr 2019 steht unter dem Motto Kommunikation, was konkret heisst: Die festen, kaltgerührten Pflanzenölseifen von Seifenmacher bekannter zu machen! Es ist mir ein besonderes Anliegen bei den Konsumentinnen und Konsumenten das Bewusstsein für natürliche Duschseifen zu schärfen. Mein Ziel ist es meine Kundschaft immer wieder mit feinsten, neuen Kreationen zu überraschen und sie mit ehrlichen und authentischen Produkten zu verwöhnen.

Ehrliche Seifen im Körbli

Hast du nebenbei noch andere Jobs?
Ja, ich bin auch Yogalehrer bei Bikram Yoga Zurich (the Original since 2004).

Welche 3 Dinge empfiehlst du Freunden, die bei dir in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Arosa Bräu: Ruth und Dave brauen das Aroser Bier aus reinem Bergquellwasser.
AlpenHirt: Ein Besuch in Adrians Lädali im schönen Walserdorf Tschiertschen lassen sich mit einer Wanderung kombinieren.
Stoffel Hotel Restaurant: In gepflegtem Ambiente bei herzlichen Gastgebern tafeln und traumhaft schlafen.

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