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COOK & SHARE

28.08.2018

«WIR WOLLEN NICHTS TUN, WAS UNS KEINEN SPASS MACHT»

Schärfe allein ist nicht genug

Schnaps aus Ingwer steht im Mittelpunkt von Kevian und Julias Gründung Sama Sama: Denn wo Ingwer als altes südostasiatisches Kulturgewächs geschmacklich schon als Rezeptzutat eine Menge zu bieten hat, wird es erst recht interessant, wenn man ihn als Hauptzutat einsetzt. Während eines Kulturevents experimentierte Kevian mit Ingwer und einem von seiner Mutter geliehenen Mixer – und erfand so sein persönliches Ingwerschnaps-Rezept. Hergestellt wird Sama Sama in der Schweiz aus fair gehandeltem Bio-Ingwer – und schmeckt pur oder in erfrischend scharfen Cocktails.


Was ist Sama Sama? Und was ist gingerlove? In ein, zwei Sätzen?  
Sama Sama steht für fairtrade und organic ginger drinks, hergestellt in der Schweiz.
In die Flasche kommt nur, was gut ist. Fair gehandelter Ingwer aus organischem Anbau. Denn gingerlove und Nachhaltigkeit gehen zusammen.
Sama Sama bedeutet in der Landessprache Indonesiens, einem der grössten Ingweranbaugebiete weltweit, «gern geschehen».

Wer hatte die Idee dazu und wie ist er/sie darauf gekommen? 
Die Idee ist während einer Zwischennutzung entstanden. Während zwei Jahren führten wir den Verein Tamilenschule in Luzern. Da gab es Raves und Kulturevents in einem alten Industriegebäude. Kevian tüftelte in der heimischen Küche für die Gäste an einem Rezept für einen frischen und scharfen Ingwerschnaps. Dank Muttis Entsafter entstand schliesslich Sama Sama. «Gern geschehen».
Um unserem Anspruch bezüglich fairem Handel und Ingwer aus organischem Anbau gerecht zu werden, haben wir uns mit Max Havelaar zusammengesetzt und mit deren Unterstützung eine Kooperative in Indien gefunden.

Wieso Schnaps aus Ingwer? Wieso überhaupt Schnaps, und wieso überhaupt Ingwer? Was ist jeweils der Reiz daran, und wie gehen beide zusammen? Und was versteht Ihr unter Transparenz im Spirituosenbereich?
Gesunder Genuss! Oder Detoxparty. Ingwer ist eine alte Kulturknolle mit Ursprung im heutigen Südostasien. Die traditionelle Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, enthält eine Menge antioxidativer Substanzen, fördert die Verdauung und hilft gegen Übelkeit und Seekrankheit. Zusammen mit Schnaps ergibt das Spass!

Transparenz bedeutet für uns die Offenlegung der Rohstoffe und deren Herkunft. Fairtrade Ingwer aus biologischem Anbau, den wir selbst mit Hilfe von Max Havelaar in Südindien gesourced haben. Das macht Spass und ist umsichtig.


Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus? 
Muttis Entsafter auszuleihen und an einem Rezept für den besten, frischen Ingwerschnaps zu feilen, markierte den Anfang. Die Gäste der Tamilenschule waren die ersten Probanden. So ging es Schritt für Schritt zum Crowdfunding auf wemakeit.ch.

Wer gehört heute zum Kernteam? 
Das sind Kevian und Julia.


Macht ihr auch andere Sachen ausser Schnaps?
Da unser wichtigster Rohstoff überhaupt, der cold pressed ginger juice, nicht nur den fairtrade und organic Standards entspricht, sondern qualitativ aussergewöhnlich ist und richtig frisch schmeckt, haben wir uns dazu entschieden, unser Sortiment um Sirup, Tee und Punsch zu erweitern.

Wie läuft der Prozess ab, wenn Ihr Euch ein neues Produkt oder ein neues Rezept ausdenkt und es weiterentwickelt? 
Wir versuchen täglich, mit Umsicht und Weitblick durch die Welt zu gehen. Menschen sind beim Prozess der Entwicklung neuer Produkte zentral. Aus dem Dialog kann schnell eine Idee entstehen. Grundsätzlich entwickeln wir Produkte einfach auch nach unserem Gusto. Wir wollen nichts tun, was uns keinen Spass macht. 

Wieso braucht die Welt euer Produkt oder eure Lösungen? 
Falls der Genuss von alkoholischen Getränken ein Grundbedürfnis ist, ist die Welt definitiv auf unsere fairtrade und organic Detox Variante angewiesen. 
Falls das jetzt zu schwammig sein sollte, haben wir hier noch eine Lösung für ein weiteres Grundbedürfnis parat: Sama Sama ist scharf, macht scharf. Ingwer gilt nachweislich als Aphrodisiakum.
Ansonsten sind wir ganz einfach der Meinung, dass Sama Sama Ingwerschnaps nicht nur in jede gut sortierte Hausbar gehört, sondern auch, dass Transparenz im Spirituosenbereich richtig und wichtig ist. Da kann ein ethisch umsichtiger und verantwortungsbewusster Schritt in die Zukunft gemacht werden.

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Wir haben ein tolles Powerteam aus Lieferanten und Mitarbeitern. Wir setzen auf potente, lokale und vor allem langfristige Partnerschaften.

Wie kommt ihr auf neue Ideen? Gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst? Habt Ihr Vorbilder, an denen Ihr euch orientieren könnt? Oder Feindbilder, denen Ihr genau nicht nacheifern wollt?
Ausgedehnte Spaziergänge! Wald und Wiese inspirieren uns und geben neuen Ideen Raum.


Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Sehr unterschiedlich. Kevian ist eher aufgeräumt, bei Julia herrscht Chaos.

Was sind eure nächsten Projekte?
Eigentlich haben wir täglich tausend Ideen und Freude am Gedanken «fuck the system».
Um den Sama Sama Produkten aber gerecht zu werden und eine gewisse Markttauglichkeit aufbauen zu können, möchten wir uns in den kommenden Monaten auf die Etablierung der bestehenden Produkte fokussieren. Des Weiteren müssen interne Prozesse ständig optimiert werden, und es ist toll, am Aufbau von zukunftsorientierten und langfristigen Partnerschaften arbeiten zu können.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Kevian ist Teilhaber der Alpineum Kaffeehaus°Bar und der Gelateria dell’ Alpi und berät beide Betriebe in strategischen Belangen.
Julia ist Geschäftsführerin und Teilhaberin der Gelateria dell’ Alpi und Personal- und Marketingverantwortliche in der Alpineum Kaffehaus°Bar.

Welche 3 Sachen empfiehlt ihr Freunden bei euch in der Region zu tun/essen/erleben/kaufen?
Nunja. Klar empfehlen wir unsere Betriebe. ;)
Im Alpineum lässt sich, in gepflegter Bistro Atmosphäre, den besten Kaffee der Stadt Luzern geniessen.
Freunde trifft man ja bekanntlich auch an der Eisdiele. In der Gelateria dell’ Alpi setzen wir auf hausgemachte, frische und gänzlich natürliche Gelati und vegane Sorbetti. Dank der Zusammenarbeit mit Slow Food gibt’s diesen Sommer eine Menge neuer Kreationen. Wie wär’s mit einem Farina Bona Gelato oder einem Sanddorn Sorbetto?
Für lange Nächte mit den besten Freunden empfehlen wir den Klub Kegelbahn und das Uferlos in Luzern. Fürs kreative Geschmackserlebnis geht’s definitiv zu Moritz und Luigina Stiefel in den Hopfenkranz.
Die urchige Innerschweiz auf die Teller gibt’s in der Alpwirtschaft Unterlauelen im Eigenthal. Metzgete und Wild geht kaum frischer und authentischer.

Hört ihr Musik beim Arbeiten? Was denn (Top 5 Playlist)?
Musik hören wir beim Arbeiten im Büro nicht. Die Synapsen schnapsen auch so schon; gute Musik wäre in diesen Momenten Verschwendung.

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