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LIVE & WEAR

16.03.2018

«WIR ENTWERFEN UNIKATE.»

Sapé bringt Freude ins Leben

Sapé comme jamais – das ist Lebensfreude zum Anziehen. In der Zürcher Boutique präsentieren sich handverlesene Stoffe in allen möglichen Farben. Hier gibt es keine Mode ab Stange. Die Kundinnen und Kunden sind aufgefordert, ihre eigenen Designs zusammenzustellen. Diese werden dann zu erschwinglichen Preisen innerhalb von drei bis vier Wochen in Abidjan massgeschneidert. Je kreativer, desto besser. Grenzen? Das ist was für Andere. Mit Sapé comme jamais vermitteln die beiden Inhaberinnen ihre Begeisterung für afrikanisch inspirierte Mode. Und sorgen so ganz nebenbei für faire Arbeitsbedingungen für ihre Näherinnen in der Republik Côte d’Ivoire.

Was ist Sapé comme jamais?
Mehr als eine gewöhnliche Boutique: Ein Ort der Begegnung. Die Farbenvielfalt erlesener afrikanischer Stoffe wird bei uns zum Erlebnis. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Unsere Kollektion soll die Kundinnen und Kunden inspirieren. Wer möchte, kann sich sein ganz persönliches Unikat massschneidern lassen. Zu erschwinglichen Preisen und etwa drei Wochen Lieferzeit.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Unsere Faszination für die farbenprächtigen Stoffe haben wir auf Reisen nach Abidjan entdeckt. Dort liessen wir uns jeweils Kleider nähen. Zurück in Zürich wollten wir diese Möglichkeit auch den Leuten hier anbieten.

Wie habt ihr gemerkt, dass die Idee funktionieren könnte?
Unsere Freunde waren begeistert von der Idee und ermutigten uns, eine erste Kollektion zu schneidern. Diese kam sehr gut an und darum haben wir uns entschlossen, das Projekt anzugehen.

Gab es Rückschläge?
Die erste Stoffbestellung kam leider nicht rechtzeitig zur Ladeneröffnung an - es ging sogar Ware verloren. Das war ernüchternd. Trotzdem haben wir weiterhin an unseren Traum geglaubt und konnten einen Monat später unseren Laden eröffnen.

Wer steckt eigentlich hinter Sapé comme jamais?
Zwei reisefreudige Schwestern mit einer Affinität zu ausgefallener, individueller und farbenfroher Mode.


Was ist das Konzept hinter eurem Laden?
Sapé comme jamais widerspiegelt gelebte Gelassenheit. Diese haben wir in Afrika entdeckt. Die Boutique soll ein Ort der Kommunikation sein, an dem man sich Zeit nimmt und bewusst überlegt, was einem gefällt und was zu einem passt. Die Ideen sollen gemeinsam mit den Kunden wachsen und in ihren persönlichen Kleidungsstücken Form finden.

Was motiviert euch?
Wir erfreuen uns jeden Tag an unserem eigenen Laden und den damit verbundenen Erinnerungen. Die Freude, die sich in den Gesichtern unserer Kunden zeigt, wenn sie ihre ganz persönlichen Kleidungsstücke erhalten, motiviert uns zu mehr.

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Indem wir mit offenen Augen durchs Leben gehen. Wir lassen uns auch durch kleine Details im Alltag oder in Zeitschriften inspirieren. Die Muster und Farben der Stoffe bringen uns immer wieder auf neue Material-Kombinationen und neue Designs. Auch afrikanische Musikvideos mit eindrücklichen Outfits geben uns neue Impulse. Daneben animieren uns auch die Wünsche und Ideen unserer Kunden dazu, Neues auszuprobieren.

Wieso braucht die Welt Sapé comme jamais?
Weil man als Kunde nicht nur schöne Kleidungsstücke erhält, sondern auch den Textilhandwerkern in Abidjan eine stabile Lebensgrundlage ermöglicht. Wir bieten zudem die einmalige Möglichkeit, beim Designprozess mitzuwirken. Unsere Kunden erhalten ein Unikat, in das sie ihre eigenen Ideen einfliessen lassen können.


Was nimmt euch im Alltag die meiste Arbeit ab?
Ohne die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation wäre das Projekt gar nicht möglich.
Wir senden die Designs via WhatsApp nach Abidjan und tauschen uns über Skype mit den Textilhandwerkern aus. Es ist wichtig, dass wir sehr direkt kommunizieren können. Videos sind für uns ein wichtiges Mittel, um alle Aspekte einer Produktion durchzusprechen. Es wird immer diskutiert, nachgefragt und auch viel gelacht.

Wie kommt ihr auf gute Ideen?
Afrikanische Musik voll aufdrehen, ein Glas Wein trinken, dann kommen die Visionen ganz von alleine.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Bei der Arbeit sitzen wir oft an einem grossen Tisch, zwischen Skizzen, Stoffen, kalt gewordenem Kaffee und angebrochenen Kuchenstücken.


Welche Herausforderungen gibt es in eurem Arbeitsalltag?
Die grösste Herausforderung sind unterschiedliche Ansichten aller Beteiligten. Dass Masse eingehalten und Kundenwünsche respektiert werden, ist in den Produktionsstätten nicht immer selbstverständlich. Es ist eine stetige Herausforderung, die Kleidungsstücke in der gewünschten Qualität zu erhalten. Die definitive Umsetzung kann erst hier vor Ort richtig überprüft werden.

Was sind eure nächsten Ziele?
Unseren Kundenstamm ausweiten und dadurch Stabilität und Kontinuität erreichen. Wir möchten weiterhin mit viel Spass und Freude unsere Projekte vorantreiben.

Hört ihr Musik beim Arbeiten? Eure Top 5?
Auf jeden Fall. Wir lieben rhythmische Klänge von afrikanischen Interpreten verschiedener Herkunft.
1. Ariel Sheney  - Ghetto
2. Maitre Gims - Cameleon
3. Darassa feat. Ben Pol - Muziki
4. DNA – How Can
5. Diamond Platnumz feat. Rayvanny - Salome

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