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WEAR & CARE

08.02.2019

«Ein unkonventioneller Lebenslauf hat mich zum Schmuckdesign geführt. »

Schmuckreisen

Was mit Raffaele Haldimanns Reisen anfing, ist heutzutage nach 25 Jahren autodidaktischem Schmucktreiben zu einem kleinen, aber feinen Solothurner Schmuckatelier herangewachsen. Statt auf Unikate setzt Raffaele auf bezahlbare Keramik-Kleinserien, um sich attraktiver beim breiteren Publikum zu machen. Alle Haldimann Fingerringe sind mit einem innovativen Ringwechselsystem zur schnellen Anpassung der Ringweite gefertigt, damit die Grösse jederzeit verändert werden kann. Was die Haldimann Kollektion sonst noch bietet, schildert Raffaele hier.

In ein, zwei Sätzen: Was ist Haldimann Kollektion?
Wir stellen kunsthandwerklichen Modeschmuck her. Hauptsächlich keramische Arbeiten in Verbindung mit Edelstahl. Im Vordergrund stehen nicht Unikate, sondern Kleinserien, die für eine breite Käuferschicht attraktiv und bezahlbar sind.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Ein unkonventioneller Lebenslauf hat mich zum Schmuckdesign geführt. Nach meiner Berufslehre als Maschinenzeichner und zwei Jahren Berufserfahrung zog es mich ins Ausland. Auf verschiedenen, ausgedehnten Reisen nach Nordamerika und Asien entstand die Idee, Schmuck zu entwerfen. Anfänglich arbeitete ich noch im sozialen Bereich und betrieb die Schmuckgestaltung und den Verkauf nebenbei. Nach kurzer Zeit habe ich mich dann ganz dem Schmuck verschrieben und in den letzten 25 Jahren autodidaktisch eine kleine Schmuckmanufaktur aufgebaut. Inzwischen arbeiten wir in einem kleinen Team und entwickeln uns ständig weiter, nach dem Grundsatz «Learning by doing».

Einer von Raffaeles Arbeitsplätzen.

Ihr verwendet ziemlich unterschiedliche Materialien zur Schmuckgestaltung, wieso?
Aus Interesse und Neugier stellte ich früher aus Kunststoff, Textilen, Holz und Keramik her. Inzwischen habe ich mich ganz auf Keramik spezialisiert und in diesem Bereich grosse Erfahrungen gesammelt. Nach dem Kauf eines Keramikbrennofens fing ich zu forschen und testen an und entwickelte eine ganze Kollektion daraus. Inzwischen verfüge ich über ein grosses Knowhow in der Fertigung von kunsthandwerklicher Keramik, was natürlich bei der Schmuckverarbeitung eingesetzt wird.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Raffaele Haldimann, freie Teilzeitmitarbeiter und an Messen helfen verschiedene Familienmitglieder mit.

Raffaele Haldimann

Wieso braucht die Welt euer Produkt oder eure Lösungen?
Weil unsere Schmuckstücke individuell und modern gestaltet sind. Sie beeindrucken durch ein unverwechselbares Design. Alle unsere Fingerringe sind mit einem innovativen Ringwechselsystem zum schnellen Anpassen der Ringweite gefertigt. So ist es jederzeit einfach, die Grösse zu verändern.

Welche Tools, Arbeitsweise etc. nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Gutes Werkzeug, genaue Formen und viele, selbstgemachte Spezialbauteile für den Brennvorgang. Bei uns passiert extrem viel klassische Handarbeit. Ebenfalls kümmern wir uns um Büro, Versand, Administration und Marketing (grafische Gestaltung, Webdesign usw.), für welche wir auch sehr gut ausgerüstet sind. Die Edelstahlteile sowie deren PVD-Beschichtung lassen wir von Spezialfirmen herstellen. 

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibt’s da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Ich habe eine riesige Pinnwand im Atelier, Pinnwände im Internet, sammle und lese Magazine und Bücher, verbringe viel Zeit in der Natur – Ideen sind nicht das Problem, es gibt eher viel zu viele. Schwieriger ist es, eine Idee in ein funktionierendes Produkt umzusetzen – den Prozess empfinde ich als anspruchsvoll und grosse Herausforderung.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Ich habe verschiedene Arbeitsplätze: Für Keramik, für Montage, mit Maschinen und einen Versand- und Bürobereich. Alles in unserem grossen, alten Wohnhaus auf einem Stockwerk.

Eine Pinwand voller Ideen und Inspirationen.

Was sind eure nächsten Projekte?
Ich entwickle meine Schmuckstücke und deren Kollektionen ständig weiter. Auch dieses Jahr entstehen neue Modelle. Plus bin ich mit einer neuen Homepage und Geschäftssoftware beschäftigt.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Nein.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Ich bin aus Solothurn und habe noch kein eigenes Verkaufsgeschäft. Die Stadt ist sehr klein, trotzdem hat sie ein sehr lebendiges Nacht- und Kulturleben mit Superrestaurants und -bars. Auf jeden Fall einen Besuch wert. Ende Januar sind noch die Solothurner Filmtage. Und eine Wanderung von Solothurn aus auf den Hausberg Weissenstein ist sehr zu empfehlen und auch für Mountainbikers ein Paradies.

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