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PLAY & CREATE

06.11.2018

«ES IST SEHR VIEL HANDARBEIT, DIE WIR GERNE MACHEN UND NICHT ABGEBEN WOLLEN»

Schöne Grüsse aus Eglisau

In Eglisau gibt es nicht bloss guten Kaffee sondern dort steht auch die Villa Kunterbunt von Nina Binkert und ihrer siebenköpfigen Familie.  Das alte Wohnhaus mit Atelier ist Lebensort und zugleich kreatives Refugium der Grafikerin und Illustratorin. Umgeben von Objekten aus aller Welt bringt die passionierte Sammlerin ausgerüstet mit Stift und Papier hier ihre Ideen zu Papier. Die wunderschönen Postkarten und verschiedenen Druckerzeugnisse können im Online-Shop schönegrüsse.ch bestellt werden. Oder man besucht das kleine Lädeli in der hübschen Altstadt von Eglisau – und trinkt gleich noch einen Kaffee gegenüber. 

Was ist «Schöne Grüsse»? In ein, zwei Sätzen? 
Farbenfrohe Postkarten, mit welchen man schöne Grüsse in die weite Welt hinaus schicken kann. 
Die fast 200 Sujets sollen den Betrachter beglücken und ihm einfach Freude machen.

Wer hatte die Idee dazu? Und wieso?
Die Idee zu den schönegrüsse.ch Postkarten war einfach plötzlich da. Ich wollte mich nach der Geburt meiner fünften Tochter unbedingt wieder intensiv dem Illustrieren in meinem Atelier widmen.
Bei mir kommen die Ideen eher intuitiv und oftmals ohne grosses Planen. Wenn ich dann nach meiner Inspiration für meine Ideen gefragt werde, gebe ich meistens die unspektakuläre Antwort: Sie kommt einfach. 
Wichtig ist vielleicht, dass ich immer Stift und Papier griffbereit habe. So kann ich die Ideen sofort festhalten, ehe sie fort sind. Natürlich ist es auch ein Glück, dass wir ein grosses Atelier direkt im Haus haben.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Ich startete eine erste Serie mit acht Postkarten und nannte sie "Muskat“. Und bald war eine zweite Serie da. Ich arbeitete einfach los, ohne zu wissen wie das Endprodukt dann aussehen wird. 


Wer gehört heute zum Kernteam?
Meine Familie und ich. Da ist mein Mann Peter Binkert. Er macht fast alles Organisatorische wie Kontakt und Abwicklung mit Druckereien, Messen oder Kunden und Händler-Kontakten. Er führt auch unser kleines schönegrüsse.ch Lädeli hier in Eglisau.  
Ich arbeite lieber im Atelier an meinen Illustrationen. Zum Team gehören auch unsere fünf Kinder. Eine siebenköpfige Familie verlangt viel Organisation – und gibt dafür viel Energie und Inspiration zurück!

Wie läuft ein Gestaltungsprozess bei euch ab? 
Es ist fast wie in der Modewelt: Immer gegenteilig zur aktuellen Jahreszeit. Im Winter zeichne ich die Sommersujets und im Sommer die Wintersujets. Wenn dazwischen noch Ideen reinflattern, gibt es auch noch eine Zwischensaison. 
Die Idee wird von Hand zu Papier gebracht und ausgearbeitet. Ist die Gestaltung fertig, werden die Karten hier in der Schweiz gedruckt.

Wieso braucht die Welt eure Produkte?
Es tut gut etwas Schönes zu verschicken und zu erhalten. 

Welche Techniken wendet ihr an? 
Es ist eine Art Steindruckverfahren. Das bleibt aber unser Geheimnis. 

Was möchtet ihr schon lange ausprobieren?
Buchdruck

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab? 
Nichts. Es ist sehr viel Handarbeit, die wir gerne machen und nicht abgeben wollen. 

Wie kommt ihr auf neue Ideen? Gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Es geschieht von selbst, die Kinder inspirieren mich oft. Und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen hilft immer. 


Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Da hat es tausend Sachen von da und dort. Es sind alles Sammlerstücke. Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin von allem, was meine Seele berührt.

Ihr arbeitet in einer «alten Villa Kunterbunt»; wie beeinflusst die Umgebung euer Schaffen?
Die Umgebung ist sehr wichtig, ich arbeite am allerbesten wenn ich in meinen eigenen vier Wänden sein kann. Es ist auch nicht sehr ordentlich da, denn im Chaos entstehen oft lustige und überraschende Sachen. Kinder sind dafür gute Vorbilder.
Ausserhalb des Ateliers habe ich es aber natürlich gerne ordentlich.


Ist die Villa Kunterbunt ein Atelier, das man auch besuchen kann? Oder ein Laden?
Unsere Villa Kunterbunt bekommt sehr gerne Besuch und beherbergt auch immer viele Gäste und Kinder. Wir lieben es Freunde und Bekannte zu bewirten und mit ihnen schöne Stunden am langen Familienesstisch zu verbringen. 
Unser Lädeli ist sehr klein in einer hübschen, ehemaligen Papeterie im historischen Städtchen Eglisau. Direkt vis-à-vis liegt das ViCafe – das auch immer ein Besuch wert ist. 

Was sind eure aktuellen und nächsten Projekte?
Die aktuellen Projekte findet ihr unter schönegrüsse.ch. Auf die nächsten Projekte sind wir selber gespannt.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die sie bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen sollen?
Wie schon erwähnt, muss man unbedingt in das legendäre ViCafe (ich ging mit dem Initiant von ViCafe/Vivi Kola in die Primarschule), eine Wanderung dem Rhein entlang unternehmen und ein Essen im historischen Gasthaus Hirschen geniessen.
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Mit Elan und Freude stürzen sie sich in das Projekt We Love You Love, ein Online-Concept-Store, welcher uns die Fashion-, Beauty- und Interior-Expertisen dieser Welt nach Hause holt. Mary erzählt uns von einem ihrer Lieblingsprodukte: SH'U.

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Von Secondhand zu High Fashion

Nachdem Rafael in Basel den Bachelor und am Sandberg Institute in Amsterdam den Master in Modedesign absolvierte, arbeitete er für Alexander McQueen und Maison Margiela. Durch die Erfahrungen in der Modeindustrie wurde er kritischer gegenüber kreativen Prozessen und Produktionssystemen.

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Die Kaffeefamilie

Obwohl er problemlos eine Karriere als Kindermodel hätte starten können, wählte er den vertrauten Weg des Kaffees. Seit über 30 Jahren führt er nun den Familienbetrieb, der sich darauf spezialisiert hat, perfekte und komplette Kaffeelösungen zu finden, anzubieten und darüber zu reden.


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