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WEAR & CARE

24.12.2019

«Wir wollen unseren Produkten Bedeutung und Persönlichkeit geben, sowie die Macher hinter den Produkten aus der Anonymität heben.»

Schwesterstoff als Leinwand ihrer Ideen

Sister-Act Nina und Livia Henne lieben es, lustige und individuelle Textildesigns mit kühnen und eigenwilligen Sujets zu kreieren. Sie erzählen die Geschichten von organischen, fair gehandelten Materialien und ethischen Produktionsweisen. Ihre Faszination für Stammeskunst, Folklore und alles Aussergewöhnliche der Welt der visionären Künste, Musiker und die Wunder der Natur dienen ihnen als unendliche Inspiration. Sie entwickeln ihre Druckdesigns mit einer altmodischen Methode, in dem sie mit Collagen, Freihandzeichnungen und Pinseln arbeiten und fertigen sie mit viel Liebe an. Stationiert in London, Zürich und Jaipur/Indien drucken sie ihre Textilien mit Siebdruck und Holzschnitte. Livia, voller, cooler Henne-Passion, erzählt uns mehr über sich und ihre Schwester.

Was ist Komana? In ein, zwei Sätzen…
Ein Schwester-Duo vernarrt in Prints und schöne Sachen. Die eine in London, die andere in Zürich. Wir kreieren Mode sowie Home-Déco für Individualisten mit sozialem Gewissen.? KOMANAs kleine, aber feine Kollektionen zeigen eklektische Prints auf unwiderstehlich-sanften, nachhaltigen Materialien mit einem Touch Tribal-Chic.

Das Munari Kleid mit Block-Print

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Wir wollten Stücke kreieren, die sowohl ästhetisch als auch ethisch inspirierend sind. Kleider mit Charakter und einem Hauch Theatralik, die einem ans Herz wachsen. Dann wird Mode zum Begleiter, statt zur Wegwerfware. Z.B., unser Flyaway Top, Road to Paradise Leggings oder Cheeky Cheetah T-Shirts helfen dabei. Wir wollen unseren Produkten Bedeutung und Persönlichkeit geben, sowie die Macher hinter den Produkten aus der Anonymität heben. Wenn wir auf den Arbeitsprozess aufmerksam machen, erscheinen die Kleider in anderem Licht und werden somit viel wertvoller. Wir denken, so kann man gegen den verschwenderischen Fast-Fashion-Strom schwimmen.

Dort in Indien macht der Artisan-Print-Master Ghanshyam Ji den Block-Print für den KOMANA Munari.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Sister-Act Nina und Livia Henne.

Wieso sollen die charakteristischen Muster als allererstes ins Auge stechen?
Wir finden die Assoziationskraft und Ausdrucksstärke von Mustern und Prints sehr faszinierend! Sie laden zur Wanderlust und zum Träumen ein.

Traumhaft KOMANA SS2019 Cilla Stripe Dress handwoven

Wie kreiert ihr über eure analoge Druckweise quasi Unikate am Laufmeter?
Besonders spannend finden wir die Herausforderung, unsere Ideen im Team mit unseren talentierten Artisans auf die uralte Holzblockmethode anzupassen. Sozusagen, ein Zusammenspiel, nicht bloss ein Auftrag. Der arbeitsintensive Prozess des Drucks, ein Stempel nach dem anderen, ist faszinierend und zieht einen richtig in den Bann. Die Bilder zeigen unser Partner: Artisan-Print-Master Ghanshyam Ji in Indien.

Spiegelt sich das Interesse an einer traditionellen Verarbeitung auch in der Wahl eurer Stoffe wider?
Absolut! Unsere Stoffe sind Bio, und vermehrt brauchen wir auch Textile, welche nur von Hand gesponnen und gewoben werden. Die Handarbeit ist spürbar und kann von einer Maschine nicht ersetzt werden. So sichern wir Arbeitsplätze und halten ein uraltes, nachhaltiges Knowhow am Leben.

Wer die Kleider macht, ist den Schwestern Henne wirklich wichtig.

War das Interesse an Fairtrade schon immer da, oder wurdet ihr erst durch eure Mode darauf aufmerksam?
«There is no beauty in the best cloth if it makes hunger and unhappiness», sagte Gandhi und bietet die Grundlage unseres Schaffens. Jede Person involviert in der Produktionskette soll angemessen profitieren können. Wir schätzen die ehrlichen und respektvollen Beziehungen, die wir mit unseren Herstellern aufgebaut haben und geniessen dürfen. Vor allem die vielen, geselligen Tassen Tee mit unseren tollen Mitarbeiterin. Von Jaipur bis London: it’s about tea, tea, tea. 

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Wir sind totale Musterfanatiker. Wir laufen, sozusagen, mit imaginären Kaleidoskop-Brillen durch die Welt und sehen überall nur Hypnotisierendschönes! Das kann beim Museumsbesuch sein, bei antiken Textilien, oder einfach bei einer hübschen Hausfassade! Zudem sind wir Maximalisten und sammeln kleine, inspirierende Schätze auf all unseren Reisen – auch wenn’s nur ein hübsches Steinchen eines Flussufers ist.

KOMANA SS2019 Vasarely Kaftan vor der roten Wand

Wie läuft euer Designprozess genau ab?
Alles beginnt mit schönem, weissem Paper, einem Topf schwarzer Tinte, Pinselauswahl und lauter Musik. So erreichen wir unseren Design-Flow. Die Muster im Kopf fangen an zu leben und bieten die Grundlage der Kollektionen. Dann geht’s, sozusagen, von Skizze zum Stoff rüber. Der künstlerische Hintergrund soll spürbar erhalten bleiben – so sind bei uns oft auch noch die Pinselstriche im Design erkennbar. Gleichzeitig widmen wir uns auch der Stoffforschung. Wir tauschen uns konstant mit unseren artisanen Partner in Indien aus, die unsere wunderbaren, von Hand gewobenen Khadi-Stoffe herstellen. Und wir lassen unsere Qualität und Nachhaltigkeitskriterien von neutralen Kontakten überprüfen.

All die schönen, schwesterlichen Muster

Welche Stücke trägt ihr selbst am liebsten?
Nina lebt in unseren Leggings und liebt die volle Muster-Kombi von Kopf bis Fuss. Ich bin meist im KOMANA-Hemd mit Foulard um den Hals oder im Haar unterwegs. Für unsere Kids gibt es Leggings und süsse Jogging-Hosen aus den Reststücken der Produktion.

FIT & WELL
Richtig eingeseift

Die Seifenmacher-Manufaktur ist vollumfänglich in Familienhand: Mama kümmert sich um Konfektion und Versand ins Unterland. Papa steht in technischen Fragen beiseite und behält einen kühlen Kopf, wenn scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Und Beat als Kern der Seifenmacherei leitet die Produktion und ist für die komplette Entwicklung verantwortlich. Im Dorf wird bereits gemunkelt, dass kein Aroser besser duftet als die Urechs. Gell, Beat…

WEAR & CARE
Om Shanti Shanti Traum

Ihr Label COMISH ist Oekogold zertifiziert und verwendet ausschliesslich Recycling-Edelmetalle, was auch das Responsible Jewellery Council (RJC) in London garantiert. Shanti erzählt uns, wie alles so COMISH wurde.

COOK & SHARE
Zweifelsohne: Weinfamilie

1898 erfolgte die Unternehmungsgründung der Firma Gebr. Zweifel Höngg durch Paul und Emil Zweifel. Zum Wein gesellte sich auch die Mostkelterei Zweifel, welche bis Ende der 1960er-Jahre prägend war, bis sie wegen der Einführung der Coca-Cola einging. Walter Zweifel als Delegierter des Verwaltungsrates und Bruder Urs als Önologen führen heute als 4. Generation das Unternehmen. Geschäftsführer Christoph Ernst beantwortet uns hier, wer was warum.


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