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LIVE & WEAR

16.03.2018

«DAS SPANNENDSTE AN MEINER ARBEIT IST DIE VIELSCHICH-TIGKEIT»

Simpelthen entwirft Mode für Puristen

Nach 25 Jahren als Co-Designerin von «Paradis des Innocents», schlüpft die Designerin Simone Klemm nun in ihr eigenes Kleid. Ihre norwegischen Wurzeln werden bei ihren eigenen Designs spürbar. Klemm entwirft unter ihrem Label simplethen schlichte, aber raffiniert gefertigte Teile. Die Stücke ihrer ersten Edition sind variabel einsetzbar. Sie setzt auf Langlebigkeit. Die Liebe zum Handwerk ist jedem Stück anzumerken. Gefertigt werden die Sachen im Tessin. Was sie inspiriert? Beobachtungen im Alltag, das Gespräch mit den Kunden und die Kunst.

Was ist simpelthen?
Ein Schweizer Fashion-Label, definiert durch einen minimalistisch, modernen Look. Unsere Designs und Schnitte werden in Zürich entwickelt und aus hochwertigsten Materialien im Tessin gefertigt. Wir kreieren Kleidungstücke zum Wohlfühlen. Sie alle bestechen durch ihren zeitlosen, eigenständigen und persönlichen Charakter.

Was nicht?
Simpelthen ist nicht kurzlebig. Wir sind keine Massenproduktion und haben auch keine weiten Wege. Wir kennen alle Lieferanten und Hersteller persönlich.

Wie bist Du zur Mode gekommen – was fasziniert Dich?
Mich faszinieren Form und Material. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind unglaublich vielseitig und spannend. Stoffe sind etwas Wunderbares. Nach der Ausbildung zur Modedesignerin an der Schule für Gestaltung in Zürich gründete ich sofort mein erstes Label. Nach 25 Jahren verkaufte ich es an meine Geschäftspartnerin. An der Grüngasse 9, im Zürcher Kreis 4 wurde mir dann ein Raum im Rohbau angeboten. Ich war sofort begeistert von der Atmosphäre. Die bekannten Architekten gasser derungs haben dem Ort mit Klarheit und Reduktion das gewisse Etwas verliehen. So bekamen meine Ideen ein inspirierendes Zuhause. So entstand simpelthen.

Wer steckt hinter simpelthen?
Ich, Simone Klemm, als Designerin und Inhaberin. Und natürlich mein Team.


Welche Hochs und Tiefs gibt es im Mode-Alltag?
Mode zu entwickeln und herzustellen, ist sehr komplex und faszinierend. Heute gilt es, das Individuelle und Eigenständige zu bewahren.

Wie entwickelst Du Deine Ideen weiter? Wer oder was hilft Dir dabei?
Das ist ein permanenter Prozess. Menschen, die ich auf der Strasse beobachte, Ausstellungen und Filme, wie auch Kunden selbst, inspirieren. Eine Idee ergibt oft die nächste. Intuition und Offenheit für Neues sind die Basis für meine Kreativität.

Wieso braucht die Welt simpelthen?
Viele Kunden suchen eine persönliche Handschrift. Sie möchten wissen, woher das Produkt kommt und wer dahinter steht. Schönes Design kann immer wieder neu interpretiert werden und bleibt dadurch langlebig und nachhaltig. Die Kreationen von simpelthen behalten ihre Geschichte und ihren Wert.


Was nimmt Dir die meiste Arbeit ab?
Schwierige Frage. Das Spannendste an meiner Arbeit ist die Vielschichtigkeit. Ich liebe Zeichnungen, Papier, Stoff und allgemein organische Materialien. Der PC erleichtert heute sicher die Arbeit – ich werde dadurch in meinem Schaffen ortsunabhängig. Schnitte fertigen wir aber immer zuerst auf Papier und an der Büste.

Wie kommt man auf gute Ideen?
Sich in eine gute Stimmung zu versetzen, hilft. Etwas tun, das man liebt.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Was kommt nie aus der Mode?
Stil und guter Geschmack.

An welchen Projekten arbeitest du momentan?
Wir bereiten ein Defilee vor und arbeiten an neuen Teilen.

Welche drei Sachen empfehlt ihr Freunden bei euch im Quartier zu tun?
Eine Entdeckungsreise durch die spannenden Läden entlang der Zweierstrasse, Ankerstrasse und Grüngasse in Zürich.
1. authentisches, indisches Essen im Neela
2. die Möbel im zweipunktzwei
3. ausgewählte Produkte im Edition Populaire

Hört ihr Musik beim Arbeiten?
Am liebsten Jazz oder Musikerinnen wie Lea Lu und Sophie Hunger.

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