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Bild: Gabriela Schneider

COOK & SHARE

17.10.2019

«Bis zum Moment, als wir das erste Palett bestellten und Platzangst im Schafstall bekamen.»

Slow Foodies

Schlaraffenland.ch lebt: Behäbigkeit, Engstirnigkeit, Lebensqualität und das Dranbleiben. Bei Esther Bieri Zulauf, Gründerin von schlaraffenland.ch, ist für Gaumen alles möglich: «Brätzeli», Brotsuppe, «Chörblichrut», Fichtensalbe, Fleisch aus regionaler Jagd, Früchte vom Garten, einheimische Kräuter und Teemischungen, «Härdöpfeler», Käse, Honig, Hanf, Trüffelplantagen, frischer Löwenzahn, Emmentaler Whisky, Wurst usw. usf. Von dort, wo Slow-Food gelebt wird, lange bevor der Ausdruck erfunden wurde – erzählt uns Esther und auf.

Was ist Schlaraffenland.ch?
Meine grosse Liebe, mein Hobby, meine Leidenschaft! Der Ort, an dem sich die unterschiedlichsten Menschen treffen, weil sie das Gesamtprojekt von hochwertigen, selbstgemachten Delikatessen, Schweizer Trüffelprodukten und die besten Essensraritäten von Herzen schätzen. Was wir nicht selber produzieren können oder wollen, dafür suchen wir die besten Partner. Und weil Essen schön angerichtet sein soll, haben wir unser Sortiment mit Wohnaccessoires und Möbeln erweitert. Auch essbare Kosmetik, nachhaltige, schwedische Mode und Campomaggi-Handtaschen, Kurse, Events, Bed & Breakfasts findet man bei uns. Schlaraffenland ist Essen, Schenken, Geniessen und schöner Wohnen.

Die richtigen Gartenmöbel fürs schön angerichtete Essen

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
Meine Erstausbildung war Hotellerie und Tourismus. Gastgewerbe und Verkauf faszinieren mich seit eh und je, darum kam mir die Schlaraffenland-Idee. Schon mein Vater hatte ein Leben lang mit Lebensmitteln zu tun. So ist es mir quasi in die Wiege gelegt worden. Nach langen Auslandaufenthalten und Jahren der Wanderschaft habe ich ganz unbekümmert angefangen auszuprobieren, nachhaltig Gutes zu produzieren und zu verpacken. Daher ist bei uns fast alles im Glas, weil das zurückgebracht und rezykliert werden kann.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Mit einem Tisch und einem langen Abstelltablar Zuhause im umgebauten Schafstall – also ganz klein fing es an. Bis zum Moment, als wir das erste Palett bestellten und Platzangst im Schafstall bekamen. Danach mieteten wir eine Wohnung und im 2013, durch viele glückliche Umstände, kauften wir das heutige Schlaraffenland in 3437 Rüderswil, mitten im wildromantischen Emmental.

Esther Bieri Zulauf, Gründerin von schlaraffenland.ch, romantisch mit den Hundis

Wer gehört heute zum Kernteam?
Auf unserer Website, unter «Über uns», dieersten,sechsPersonen. Mein MannToniist aber nichtjener,derammeistenmit mir arbeitet,sondern es ist ChristineWiedmer, meineStellvertreterin.

Was
ist kulinarisch gesehen besonders am «Ämmital»?
Es sind die Bauern mit ihren Produkten. Es ist die Behäbigkeit, Engstirnigkeit, hohe Lebensqualität und das Dranbleiben. Hier ist alles möglich, wenn man weiss, wie Mitmenschen zu begeistern: «Brätzeli», Brotsuppe, Chörblichrut, Fichtensalbe, Fleisch aus hiesiger Jagd, Früchte vom Garten, einheimische Kräuter und Teemischungen, «Härdöpfeler», Käse, Honig, Hanf, Trüffelplantagen, frischer Löwenzahn, Emmentaler Whisky, Wurst etc. Hier wird Slow Food gelebt, lange bevor der Ausdruck erfunden wurde. Vor allem, wenn Toni kocht!

Whiskey-, Basilikum- und Heiti-Senf

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Wir haben keine speziellen Maschinen oder Geräte – alles wird von Hand produziert und abgefüllt. Sprich, jede Büchse wird manuell zugedreht. Jedes Senf-Glas mit dem Spritzsack abgefüllt. Vielleicht die Wurstmaschine oder der Mixer? 

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Durchs Leben mit offenen Augen gehen, lesen, reisen, probieren…! Auf jeden Fall entwickelt sich kein Ritual von selbst. 

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Weil wir mit Leidenschaft, Herz und Seele dabei sind. Wir kommen echt und bescheiden daher – dennoch sooo gut, weil wir tun, was wir lieben. Wir essen, was wir verkaufen, weil unsere Produkte frei von Glutamat, Konservierungs- und Farbstoffen, Zusatzmitteln, Antiklumpmittel und anderem undefinierbarem Zeugs sind. Wir begeistern Kunden, weil wir energisch, nachhaltig und recycelbar sind. Wir schaffen Arbeitsplätze, in dem wir im Emmental arbeiten und leben. Wenn immer möglich, beziehen wir unsere Rohstoffe vom Garten oder rund ums Haus. Wir kochen wahrhaftig Slow Food, unsere Verpackungen können retourniert werden und obwohl wir nicht gesponsert sind, unsere Swissness dient dem ganzen Volk.

Flaschen und Gläser vom Schlaraffenland: alles zum Rezyklieren

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Keller, Büro mit Küche, den Laden und unser Zuhause. Sprich, unsere Küche sowie die meiner Girls und die meiner Bätzelifee.

Was sind eure nächsten Projekte?
Wir wollen alles noch mehr verbinden: Wohnen, Geniessen, neue Kurse und Lieferanten, personalisierte Geschenke, Sortiment erweitern… Es ist ein ständiger Flow aus Jagd und Fischerei, welcher neue Ideen in weitere Projekte einbringt.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Ich bin 200% Schlaraffenland. Toni ist 70% mit seiner eigenen Zulauf Media GmbH beschäftigt. Meine Frauen haben kleine Kinder oder einen Bauernhof Zuhause, sind Kindergärtnerin oder freuen sich auf Enkelkinder.

Die Schlaraffenland-Frauen ohne Toni

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Schlaraffenland, Schlaraffenland, Schlaraffenland! Dann: Kemmeriboden-Bad, auf den Napf wandern, an der Emme bräteln, Kambly Fabriklädeli erleben, Museum im Chüechlihus Langnau besuchen, auf die Moosegg laufen, Aussichtsturm Röthenbach besichtigen, Hüpfenboden Käserei aufsuchen, über den Siehen nach Schangnau fahren, im Waldhüsli Trub übernachten und das Räbloch durchschwimmen.

Hört ihr Musik beim Arbeiten?
Aimee Mann, Aimee Mann! Dire Straits, klassische Musik, Rolling Stones, DRS3 und alles, was mir jetzt grad nicht in den Sinn kommt.

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