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COOK & SHARE

05.11.2019

«Wir lieben Sortenvielfalt, humusreiche Böden, hochwertige, naturnah produzierte Lebensmittel und das saisonale, genussvolle Essen.»

So müsste Lebensmitteldistribution doch sein

BachserMärt? Ja. Pflegt Beziehungen, bewundert Bauern, fördert Manufakturen, bildet Lernende aus, führt freundschaftliche Teams in all ihren Läden... Jeder Shop ist Bio-, Hof- und Dorfladen in einem. Der Ursprungsladen in Bachs, der Laden in Eglisau, die eigene Logistik, welche die Produkte aus dem Umfeld der Landläden direkt in die Zürcher Stadtquartiere Albisrieden, Seefeld und Kalkbreite ausliefert, vermitteln nur Liebe zum guten Ursprung. Geschäftsführer Carsten Hejndorf schildert hier, wie Dialog mit Kundschaft, Natur und unter einander gepflegt wird – denn wirkliche Werte schöpft man, da wo man was bewegt.

Was ist BachserMärt? In ein, zwei Sätzen…
BachserMärt betreibt fünf Bio/Regio-Läden im Kanton Zürich: Drei davon in der Stadt und zwei auf dem Land. Ein grosser Teil der Produkte kommt direkt ab Hof oder Manufaktur.

Wer hatte die Idee dazu? Wie ist er/sie darauf gekommen und wieso?
BachserMärt ist 2008 im idyllischen 500 Seelen Dorf Bachs als Dorfladen entstanden. Patrick Honauer, der Gründer von BachserMärt, führte jahrelang die Kulturbeiz Neuhof in Bachs und hatte dadurch bereits ein lebendiges Netzwerk an kooperierenden Bio-Höfen aufgebaut.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Der Ursprungsimpuls war die drohende Schliessung des Dorfladens in Bachs. Gute Ideen waren gefragt und Patrick übernahm den Laden mit einem kleinen Team und krempelte das Sortiment um. Der Laden war nun nicht mehr nur Dorfladen, sondern Bio-, Hof- und Dorfladen in einem. Gleichzeitig wurden geschützte Ausbildungsplätze im Detailhandel geschaffen.

axisAuszubildende Tanja am regalieren

Wer gehört heute zum Kernteam?
BachserMärt beschäftigt heute 50 Mitarbeitenden in den fünf Läden und in unserer eigenen Logistik. Wir gehören alle zum Kernteam! Wir sind dezentral organisiert. Viele wichtige Entscheidungen, zum Beispiel betreffend Sortiment, werden in den einzelnen Läden getroffen. Deshalb sind die fünf Läden auch keine standardisierten Filialen, sondern Einzelstücke, stark von Standort, Kundschaft und den Teams geprägt.

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Wir lieben Sortenvielfalt, humusreiche Böden, hochwertige, naturnah produzierte Lebensmittel und das saisonale, genussvolle Essen. Wir sind der Ansicht, dass die Lebensmittelversorgung nicht der Industrie überlassen werden kann. Unsere Vision ist eine dem Gemeinwohl dienende Lebensmittelversorgung, die auf Teilhabe, kleine Strukturen und Transparenz baut.

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Wir haben über 200 kleine Lieferanten und einige grosse. Das sorgt für eine Menge Arbeit im Bestellwesen, in der Annahme von Lieferungen und in der Administration. Wir sind gerade dran ein neues, effizienteres Kassensystem einzuführen und verarbeiten, zum Beispiel alle Buchhaltungsbelege, elektronisch. Aber vieles im Laden bleibt noch Handarbeit, und in der Bedienung unserer Kunden setzen wir im Gegenteil zu den grossen Detailhändlern auf Menschen, statt auf Maschinen.

Wie kommt ihr auf neue Ideen, gibts da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Wir experimentieren viel. Oft entstehen Ideen in einem Laden, werden dort umgesetzt und breiten sich später aus. So zum Beispiel, unser KOSTBAR Modul: Ein separater Verkaufspunkt für Lebensmittel, die «gerettet» werden sollen, weil das Datum knapp ist. Wir haben zuerst KOSTBAR im BachserMärt Eglisau eingeführt, nun stehen auch solche Module im Seefeld und Kalkbreite. Wir führen zweimal jährlich Round Tables mit Produzenten, Konsumenten und Mitarbeitenden durch. Der Dialog ist wichtig, weil wir Teil eines Netzwerks sind.

Bei BächserMärt werden Lebensmittel gerettet

Was sind eure nächsten Projekte?
BachserMärt Bachs wird dieses Jahr abgerissen. Es entsteht bis Ende 2019 ein neuer Laden mit Bistro. Wir freuen uns drauf unser Käse, Brot und regionale Spezialitäten besser präsentieren zu können und drauf noch mehr zum Treffpunkt für das Bachsertals zu werden. Die Unterstützung der Bevölkerung, der Gemeinde und Landi (als Vermieterin) ist sehr erfreulich.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Vielen Kunden fällt gar nicht auf, dass wir nebenbei auch ausbilden. Wir haben als Verbundbetrieb von axisBildung bei BachserMärt 45 Ausbildungsplätze in geschützten Rahmen, im Detailhandel und in der Logistik. Das Ausbilden und Fördern der Lernenden ist ein prägendes Element in unserem Arbeitsalltag.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Geh unsere Produzenten besuchen! Zum Beispiel, mit einer Velotour durch das Bachsertal. Wenn man dort bei den schönen, behornten Milchkühen auf dem Bio-Hof Rüebisberg ist, schmeckt der Joghurt und Quark noch viel besser, weil man weiss: So müsste Lebensmittelproduktion doch eigentlich sein!

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