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LIVE & WEAR

24.02.2018

«DIE ROSSHAAR-MATRAZEN HABEN BEI UNS BEREITS SEIT 110 JAHREN TRADITION»

So natürlich hast du dich noch nie gebettet

Die Herstellung von Rosshaarmatratzen ist eng mit der Familiengeschichte von Heinz Roth verknüpft.  Roth stellt die Unterlagen aus natürlichen Materialien jetzt schon in der dritten Generation her. Das Handwerk erlernte er von seinem Vater. Roth näht jedes einzelne Stück selbst. Was er dazu braucht? Garn, Stoff und einen grossen Sack Pferdehaare.


Wie bist du auf die Idee gekommen, Rosshaarmatratzen zu produzieren?
Die Matratzen sind schon 110 Jahren Tradition bei uns. In den letzten Jahren wurden sie aber von anderen Materialien etwas verdrängt.

Ab wann wusstest Du, dass deine Idee funktionieren könnte?
Vor zehn Jahren lancierten wir die Website www.rosshaarmatratzen.ch um herauszufinden, ob diese traditionelle Art der Matratze in der Schweiz auf Interesse stossen könnte. Die Anfragen liessen nicht lange auf sich warten.

Wer steckt eigentlich alles hinter Rosshaarmatratzen?


Gab es Rückschläge?
Im Gegenteil, ich bin erfreut, dass die Nachfrage nicht nachlässt.

Wie entwickelst du deine Ideen weiter?
Die Kunden haben Ideen, die mich herausfordern. Zum Beispiel als Herzog und De Meuron mich mit der Herstellung von Rückenpolstern für ein Gipfelrestaurant beauftragen.

Wieso braucht die Welt Rosshaarmatratzen?
Es braucht Rosshaarmatratzen! Für Menschen, die auf einer gesunden und nachhaltig produzierten Matratze schlafen wollen.


Was nimmt dir die meiste Arbeit ab?
Seit sechzig Jahren hilft die fleissige Zupfmaschine  «Elba», früher musste man die gedrehten Rosshaarzöpfe noch mit der Rosshaarschaukel von Hand aufzupfen.

Verrate uns bitte, wie man auf gute Ideen kommt. Ein einziger Tipp genügt.
Ein Spaziergang mit unserem Hund Lexy durch den Wald oder mit einem Glas Wein am Lac Leman sitzend, den Blick weit über den See schweifend.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?


Was hältst Du eigentlich von Ikea-Matratzen?
Finde ich super! (lacht) – in der Zwischenzeit gehören doch etliche ehemalige Ikea-Schläfer zu unseren Kunden.

Was willst Du als nächstes Erreichen?
Ich möchte mehr Kontakt zu meinen Kunden. Zum Beispiel durch mehr Präsenz an Messen.

Welche 3 Sachen empfiehlst Du Freunden bei euch in der Region zu Besuch sind?
Ein Besuch des Wochenmarktes in der schönsten Barockstadt der Schweiz, in Solothurn. Verbunden mit einem Besuch in der Confisérie Hofer. Sowie ein Abstecher zum Kerzen Jeger, dem Kolonialwarenladen mitten in der Altstadt.

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Schon zu Studienzeiten beschäftigten sich die beiden Carpasus-Gründer René und Michael mit diversen Projekten, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und dabei Kleidung zu produzieren, in der man sich wohlfühlen kann, die aber auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten überzeugt. 2015 wagten sie den Gründungsschritt – und stellen seither hochwertige Herrenhemden her, die bald von weiteren Produkten gefolgt werden sollen.

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Bei den Materialien geht sie gerne unkonventionelle Wege und wagt sich an Experimente – so zum Beispiel ihre Idee, Schuhsohlen ressourcenschonend aus Pilzmyzel wachsen zu lassen. Auch beim Design lotet House of Aim gerne vordergründige Grenzen aus.