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LIVE & WEAR

11.03.2018

«DIE WERKSTATT IST UNSERE EXPERIMENTIER-WIESE»

This belebt mit THISMADE Räume

Das junge Label aus Basel produziert Möbel und Utensilien für den Alltag: Intelligent, innovativ und immer wieder radikal erdacht. Inhaber This ist Innenarchitekt und Schreiner, und weiss, wie man verschiedene Materialien optimal kombiniert. Mittlerweile arbeitet auch seine Frau Barbara voll mit. Bei der Label-Gründung vor zehn Jahren hielt sie sich und This noch mit anderen Jobs über Wasser. Jetzt arbeiten beide für ihr eigenes Unternehmen. Die Produkte prägt eine schlichte Formsprache. Und das Regalsystem STM2 hat sich mittlerweile schon fast zum Klassiker gemausert.


Was ist THISMADE?
Unter dem Namen THISMADE entwickeln wir Alltagsgegenstände, Möbel und Räume, wobei wir die Räume als Innenarchitekten planen und zum Teil umsetzen. Die fabrizierten Möbel und Alltagsgegenstände vertreiben wir zu einem grossen Teil selber.

Wer hatte die Idee dazu?  
Der Name sagt es: Ich, This, habe das Label vor etwas mehr als zehn Jahren alleine gegründet. Barbara half, das Ding aus der Taufe zu heben und stieg drei Jahre später voll mit ein. Die Idee: In einem Markt, der von teils ungelenken Riesen dominiert wird, kleine, feine Dinge anzubieten.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus? 
Wir haben uns schrittweise immer mehr unserem eigenen Label gewidmet. Da wir sowieso eine Werkstatt brauchen, lag es nahe, auch andere Schreinerarbeiten auszuführen. In den ersten Jahren verdiente Barbara nebenbei mit anderen Jobs etwas dazu.

Gestaltet ihr auch andere Produkte?
Am Anfang stand der Raum. Als studierter Innenarchitekt und gelernter Schreiner konnte ich Räume nicht nur entwerfen, sondern auch gleich realisieren. Das gebündelte Fachwissen hat die Prozesse im Innenausbau und Umbau gestrafft und die Kommunikation vereinfacht. Als weiterer Schritt kamen die Möbel hinzu. Das Regalsystem STM2, das inzwischen unser Hauptprodukt ist, entwickelte sich zu einem ausbaufähigen, zuverlässigen und zeitlosen System. Es folgten Massivholzmöbel, kleinere Gegenstände und weitere Tischlösungen. 

Wer gehört heute zum Kernteam?


Wie kommt ihr auf neue Ideen? 
Bedürfnisse werden oft von Kunden an uns herangetragen. Neuerdings befassen wir uns zum Beispiel mit der Königsdisziplin im Möbeldesign: Wir entwickeln einen Stuhl für einen Kunden, für den wir bereits einen Tisch gebaut haben. Daneben entstehen Ideen aus dem direkten Kontakt mit den Materialien. Die Werkstatt ist unsere Experimentierwiese.

Gibt es da ein Ritual oder geschieht das von selbst?
Ideen müssen sofort umgesetzt werden. Wir entwerfen nicht am Computer, denn schöne Visualisierungen können der Realität doch nicht standhalten. Gegenseitiger Austausch ist auch wichtig. Wir sind unsere schärfsten Kritiker; nehmen uns gegenseitig an der Nase, treten uns auf die Füsse. Dieser Prozess ist wichtig.

Wieso braucht die Welt euer Produkt oder eure Lösungen? 
Als kleines Label sind wir agil und können konsequent das Ziel verfolgen, Dinge zu entwickeln, die gebraucht werden, anstatt Bedürfnisse zu schaffen. Wir reduzieren unser Marketing auf das Allernötigste und investieren das Geld dafür in die Produktion von langlebigen und zeitlosen Produkten.



Was nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Ein grosser Vorteil unserer momentanen Firmenstruktur sind die kurzen Wege. Alles, was wir nicht selber umsetzen, lassen wir im Umkreis von weniger als 100 Kilometern herstellen. Die regionale Verankerung macht uns wortwörtlich das Leben leicht. Die Transportwege und damit auch die Belastung der Umwelt halten sich in Grenzen.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus? (Foto)
Unser Atelier befindet sich hinter der Laderampe eines alten Lagergebäudes im Basler Rheinhafen. Direkt vor unserem Fenster fahren den ganzen Tag Lastkähne vorbei; ständig in Bewegung, nie hektisch.

Was sind eure nächsten Projekte?
Momentan planen wir als Architekten und Bauleiter den Umbau eines alten Hauses. Zuoberst auf unserer To-Do-Liste steht auch der Ausbau einfacher Vertriebsstrukturen. Das ist ein durchaus kreativer Prozess.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Nein. Wir wachsen zwar langsam, aber stetig. Durch die Konzentration auf unser Kerngeschäft, möchten wir uns kontinuierlich weiter entwickeln.

Ein Traumobjekt, das ihr gestalten möchtet?
Eine richtig tolle Ausstellung kuratieren und die Szenografie gleich selber übernehmen.

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Patrick Biedermann ist der Betreiber der Homatt Kulturgärtnerei: Hier hegt und pflegt er die seltenen alten Pflanzensorten, die von ProSpecieRara als schützenswert ausgewiesen wurden - und bietet sie gerne allen an, die ebenfalls an den Nutzpflanzen früherer Generationen interessiert sind. Die alten Pflanzen bergen sowohl geschmacklich als auch in Bezug auf die genetische Vielfalt ein enormes Potenzial in sich.

LIVE & WEAR
Aus Nachfrage wird Angebot

2012 gründeten Baba Steiner und Mary Steiner ihr Label We love you love. Und zwar aus der schlichten Motivation heraus, dass die Dinge, die sich als werdende Mütter damals wünschten, in der Schweiz schlichtweg nicht oder nur mit Zollaufschlag zu haben waren. Der Eigenimport war die logische Konsequenz. Und so grosser Anklang ihres mit viel Liebe kuratierten Sortiments die Folge, dass heute ein kleines Unternehmen daraus geworden ist.

LIVE & WEAR
Echte Feintäschnerei aus Italien

100 % Made in Italy ist bei Taschen heute seltener, als man glauben möchte. Bei Laura von Hagens Label Lahara stimmt diese Angabe jedoch durch und durch: Das für ihre Taschen verwendete, pflanzlich gegerbte Leder stammt aus Italien, und auch die gesamte Produktion findet in einem spezialisierten Handwerksbetrieb in Italien statt. Modernes, zeitloses Design mit funktionalem Charakter steht bei Lahara im Vordergrund – damit aus allen Taschen echte Lieblingsstücke werden, die man nicht schon nach einer Saison wieder aussortiert.